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Nachrichten vom 28.04.14

Endrunde um Kulturpreis

Das Mössinger Generalstreik-Theaterstück „Ein Dorf im Widerstand“ ist in die engere Wahl für einen Bundeskulturpreis gekommen. Bei diesem Preis werden dir drei Gewinner-Inszenierungen mit jeweils 20 000 Euro belohnt, und selbst die Nominierung wird mit 5 000 Euro prämiert. Dieses Geld muss dann für weitere Projekte in der kulturellen Bildung verwendet werden. So sagt Kulturstaatsministerin Monika Grütters: „Der Preis solle Kultureinrichtungen und ihre Kooperationspartner "ermutigen, sich verstärkt darüber Gedanken zu machen, wie sie mit den Mitteln der Kunst Menschen erreichen können, die nicht zu ihren traditionellen Netzwerken oder zu ihrer angestammten Klientel gehören.“ Das passt genau auf das Mössinger Generalstreik-Theaterstück „Ein Dorf im Widerstand“. Mehr als 100 Laienschauspieler stellten ein Stück über den einsamen und einmaligen Kampfeswillen gegen die NS-Machtübernahme zusammen.

Vernetzte Wetterstation

4500 Euro kostet die automatische Wetterstation in Unterjesingen, die den Winzern beim sogenannten „Pilzmanagement“ helfen soll. Datenerhebung und vernetzte Auswertung sollen unter anderem den Zeitpunkt ermitteln, wann Echter und Falscher Mehltau ihre Sporen losschicken oder die Kräuselmilbe aktiv wird. Dann kann von Juni bis August gezielt gespritzt und dadurch auf manche Anwendung verzichtet werden. Jetzt wollen die Initiatoren Stefan Haderlein und Klaus Teufel für eine Schulung der Winzer im Kreis sorgen, denn bisweilen helfe auch ein einfaches Mittel wie Netzschwefel, das selbst im Bioanbau zugelassen ist.

Freibadöffnung

Das Tübinger Freibad öffnet voraussichtlich am 1. Mai seine Pforten. Endgültig entschieden wird das allerdings erst am heutigen Montag. Je nachdem, wie die Wetterprognose für die Woche aussieht, könnte es sogar noch länger dauern, bis die Schwimmer im Freibad ihre Bahnen ziehen können.

Baustelle Kläranlage

Rund eine Million Euro investiert die Stadt Tübingen in ein neues Spülsystem der Kläranlage. Es soll vor allem bei Regen- und Unwetter helfen, dass weniger Schlamm und Ablagerungen in die Klärbecken gelangen. Oft bilden sich in den Abwasserbecken sehr schmutzige Ablagerungen, die dann bei Regen in die Becken gespült werden. Bei starkem Regen sind die Becken meist sehr überlastet. Aus diesem Grund möchte man mit dem neuen System die Reinigungsleistung des Klärwerkes weiter verbessern.

Forschungsprojekt Windrad

Windkraft und Forstwirtschaft würde der Laie wohl eher für Kontrahenten halten – doch weit gefehlt. Holz kann auch als Baustoff für eine Windkraftanlage dienen. Das haben nun Studierende der Rottenburger Hochschule für Forstwirtschaft bewiesen: Sie haben am Schadenweilerhof eine selbst konzipierte Anlage mit einem Rotordurchmesser von 3,5 Metern und einer Nennleistung von 3,5 Kilowatt errichtet. Prof. Harald Thorwarth ist der Überzeugung, dass Holz als nachwachsender Werkstoff auch statistische Vorteile für Windkraftanlagen bietet. Nun soll auch die Wirkung des Windrades auf Fledermäuse erforscht werden.

Konsumraum

Tübingen könnte den ersten Drogenkonsumraum in Baden-Württemberg bekommen. Die Aidshilfe und die Drogenberatung werden womöglich bald einen entsprechenden Antrag stellen. Genehmigen müsste ihn die grün-rote Landesregierung. In einem Drogenkonsumraum können sich Abhängige unter Aufsicht mitgebrachtes Heroin spritzen. Die Süchtigen bekommen dort medizinische und soziale Hilfe. Saubere Spritzen mindern das Risiko, sich mit HIV oder Hepatitis zu infizieren. Die Zahl der Drogentoten nimmt ab und die Abhängigen können sich besser um ihr Leben kümmern. Ungeklärt ist bis jetzt die Finanzierung des Drogenkonsumraums. Auch die Frage, ob Substituierte in die Fixerstube dürfen ist noch nicht beantwortet. Für die Aidshilfe wäre der Drogenkonsumraum ein erster Schritt zu einem neuen liberaleren Umgang mit Drogen. Ohne Beschaffungsdruck könnten viele Drogenabhängige mit ihren Drogen gut und sozialverträglich leben, glaubt Thomas Pfister von der Aidshilfe.

Diebstahl bei Renovierungsarbeiten

In Gomaringen wird zur Zeit die Schloss-Scheuer renoviert. Doch die Sanierung wurde abrupt unterbrochen, da Teile des Fachwerkes entwendet wurden. Geklaut wurden vor allem hochwertiges Konstruktionsholz, lange Eichenbalken und eine denkmalgeschützte Fachwerkwand. Diese Ereignisse passierten vermutlich über die Osterfeiertage. Geplant war in der renovierten Schloss-Scheuer die Gomaringer Bücherei und den Gemeindeverwaltungs-Verband unterzubringen. Dabei werden die meisten Fachwerkteile auch weiter verwendet. Die Polizei vermutet, dass man es auf Brennholz abgesehen hatte und man sich nicht über das teure Diebesgut bewusst war.

Jugendbuchveröffentlichung

Eine 24-jährige Tübinger Studentin hat ihren ersten Jugendroman veröffentlicht. Der Carlsen-Verlag hatte zu einem Schreibwettbewerb zum Thema Valentinstag aufgerufen. Die Gewinnerin war Deborah Schirrmann. Als Lohn wurde ihr Roman nun als E-book veröffentlicht. Das Buch trägt den Namen: „Regen am Valentinstag“, was Deborah nicht ganz so gefällt. Den Titel hat der Verlag ausgewählt und ist leicht misszuverstehen. Bei dem Roman handelt es sich nämlich nicht um eine Liebesgeschichte sondern eher um einen Thriller. Die 17-jährige June Winter zieht in eine fremde Stadt, wo sie schon bald einem dunklen Geheimnis auf die Schliche kommt. Nun hat sie bis zum Valentinstag Zeit, die Zusammenhänge um den mysteriösen Tod der jungen Alina zu entschlüsseln. Deborah studiert derzeit Internationale Literatur im Master und hat weitere 5 fertige Roman-Manuskripte auf ihrer Festplatte.

Gewaltprävention

Der Friedenspädagoge und Kampfkunst-Trainer Anthony Stadel bietet in Hechingen und Umgebung spezielle Verteidigungskurse für Kindergartenkinder. Das extra entwickelte Flucht- und Bewegungsprogamm konzentriert sich auf die räumliche Umgebung und die körperlichen Fähigkeiten der Kinder. Sein Konzept gründet sich auf die Philosophie der philippinischen Verteidigungskunst „Kali“. Es werden dabei Strategien geübt, die die Eskalation von Konflikten verhindern sollen. Nur in extremen Notwehrsituationen wird zurückgeschlagen. Im Training gehe es darum ein kritisches Verhältnis gegenüber Gewalt zu entwickeln, so Stadel. Die Kinder sollen sich der eigenen Körperlichkeit bewusst werden und sie aktiv einsetzen lernen. Anthony Stadel ist bisher der einzige im Umkreis, der auch für Vorschulkinder ein Kali-Programm anbietet.

Neues Semesterticket

Es gibt neue Regelungen für alle Studierenden, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Naldo-Verkehrsverbund unterwegs sind. Immer mehr Studierende kommen mit dem Fahrrad oder dem eigenen Auto unter der Woche zur Uni. Am Wochenende oder abends sind trotzdem viele noch auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen. Es soll nun eine sogenannte "Freizeitregelung" eingeführt werden. Dabei steigt der Solidarbeitrag im Semester um rund drei Euro. Dafür können Studierende ab sofort werktags ab 19 Uhr, samstags, sonntags und am Feiertag mit einem gültigen Studentenausweis bis auf wenige Ausnahmen im gesamten Verkehrsverbund kostenlos herumfahren. Zur Gültigkeit dieser "Freizeitregelung" muss allerdings das Naldo-Logo auf den Studentenausweis aufgedruckt werden.

Weststadt-Neuerungen

Am vergangenen Mittwoch wurde der neue Radweg an der Ammer entlang offiziell eingeweiht. OB Boris Palmer wurde dabei vom Stuttgarter Verkehrsminister Winfried Hermann unterstützt. Jedoch war nicht nur der neue Radweg am Mittwoch von Interesse. Es ging vor allem um das städtebauliche Gesamtwerk in der Weststadt, welches Hermann „sensationell schön“ fand. Über 100 Jahre lang war das Terrain zwischen Herrenberger- und Dürrstraße der Betriebshof der Baufirma Steinhilber. Vor zehn Jahren wurde das Areal zur Wohnbebauung freigegeben. Neben Wohngebäuden entstand dort der neue Ammerbegleitweg mit Brücke für Fußgänger und Radfahrer. Der Kanal der Ammer wurde ausgeweitet, Sitzmöglichkeiten wurden installiert. Insgesamt kosteten die Veränderungen an der Ammer, sowie der neue Weg samt Brücke 870.000 Euro. Die Kosten wurden vom Land und Investoren mitgetragen.



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