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Nachrichten vom 31.03.2014

Zukunftskonzept Kreiskliniken

Vergangene Woche gab der Reutlinger Kreistag grünes Licht für das „Zukunftskonzept 2018“ der drei Kreiskliniken. Sie stehen mit 15 Millionen € in den roten Zahlen. 6 Millionen stellt der Landkreis zum Ausgleich des Defizits zur Verfügung. Durch die Erschließung neuer Medizinfelder sollen neue Einnahmen erwirtschaftet werden. Einsparungen möchte man durch die Fremdvergabe von Küchen, Wäscherei und Reinigung und eine ambulante Abrechnung erreichen, sowie durch ein Blockheizkraftwerk mit Wärmerückgewinnung.. Zumindest die Angestellten der Küchen können erst einmal aufatmen: die Ausschreibung für deren Outsorcing erbrachte kein befriedigendes Angebot.

Initiativen des Jahres

Bundesweit wurden im Januar im Rahmen des Wettbewerbs „Mission Olympic“ 7 Initiativen des Jahres gekürt. Gleich zwei Gewinner kommen aus Rottenburg – sie können sich über ein Preisgeld von jeweils 2000€ freuen. Die Gewinner haben sich gegen 400 Bewerber durchgesetzt. Das erste Projekt nennt sich „Aktivierender Hausbesuch – Bewegung zu Hause“ und gewann in der der Kategorie „Initiativen von Sportvereinen und anderen Sportanbietern“. Hier soll Senioren ein individuelles Bewegungsangebot zu Hause angeboten werden. Das übernimmt der DRK in Tübingen und Rottenburg. Der zweite Rottenburger Gewinner ist das Projekt „Integrativer Bewegungs- und Spielplatz“, das in der Kategorie „Initiativen, die neue Bewegungsräume schaffen und etablieren“ prämiert wurde. Dieser Spielplatz im Hohenberg-Sportgelände ermöglicht Menschen mit und ohne Handicap ein gemeinsames Miteinander, so gibt es beispielsweise viele barrierefreie Geräte.

Wankheimer Initiative

Im ehemaligen Café des Minikuchenbäckers in Wankheim soll nun ein Treffpunkt entstehen. Eine fünfköpfige Initiativgruppe hat zunächst einmal die Erlaubnis bekommen, zum „Tag des Offenen Ateliers auf den Härten am 11. Mai sowie zum Konnunalwahtltag am 25.5. eine Bewirtung anzubieten. Die Träume für die Nutzung reichen jedoch von Lesenachmittagen, Vorträgen, Hausmusik, Workshops für Film und Video, Basteln und Reparieren, einer Tauschbörse für Kinderkleidung bis zu einem jährlichen Kleinkunstfestival. Der Bürgertreff soll von dem Verein "Dorf Leben" geführt werden, der am Sonntag, den 6. April, um 18 Uhr im Bürgersaal des Rathauses Wankheim gegründet wird.

Girl's Day

Unternehmen, Betriebe und Hochschulen geben am Aktionstag Einblicke in die Berufswelt. Seit 2001 gibt es den Girls' Day, die gleiche Aktion für Jungs seit 2011. An dem Tag sollen Schüler der fünften bis zehnten Klassen in Berufe schnuppern, die für ihr Geschlecht eher untypisch sind. Über 250 Schülerinnen und 85 Schüler mussten am Donnerstag nicht zur Schule und lernten stattdessen Berufe kennen. Für die Mädchen gab es viele technische und handwerkliche Berufe, Jungs konnten zwischen 24 Angeboten wählen. Die Auswahl war für sie jedoch kleiner als für die Mädchen. Hauptsächlich Kindergärten und Grundschulen öffneten ihre Türen. Mädchen in der Technik, Jungs im Sozialen. In Tübingen konnten Schüler verschiedene Jobs kennenlernen. Viele Jobs sind noch immer typische Männer- oder Frauenberufe. Am Girls' Day lernten Mädchen unter anderem, wie eine Landkarte entsteht. Und Jungen beim Boys' Day, wie eine Bibliothek organisiert ist.

Wohn- und Geschäftshaus.

In der Gomaringener Bahnhofsstraße 21 soll ein siebengeschossiges Wohn- und Geschäftsgebäude entstehen. Die Gemeinde möchte dadurch ihre Ortsmitte beleben. Mit der Entwicklung des Gebäudes wurde die Kreisbaugesellschaft Tübingen betraut. Am Dienstag wurden in der Ratssitzung die ersten Entwürfe für das Haus vorgestellt. Sie stammen vom Tübinger Architekturbüro Haefele. Sieben Geschosse in gestaffelter Höhe sind zu sehen. Bürgermeister Steffen Heß erklärte, auf die Umgebung werde mit dem Terassenaufbau eingegangen. Das Haus werde nicht wie ein Klotz, eher geschmeidiger. In den unteren Etagen ist eine gewerbliche Nutzung vorgesehen, in den oberen könnten vorrangig Eigentumswohnungen entstehen. Die Gemeinderäte stimmten am Dienstagabend einer Vermarktung der Flächen durch die Kreisbaugesellschaft zu. Ob das Projekt umgesetzt wird, hängt nun von der Zahl der Interessenten ab. „Wir bauen keinen Leerstand“, so Werner Walz von der Kreisbaugesellschaft.

Zusammenarbeit.

In Reutlingen entwickelten Jugendhilfe-Träger und Kreisverwaltung gemeinsam neue Konzepte der Zusammenarbeit für Kinder- und Jugendhilfe. Der Kreis hatte zuvor geplant eine kreiseigene Jugendhilfe gGmbH einzurichten. Dies hätte für die freien Träger eine neue Konkurrenzsituation geschaffen. Man setzte sich schließlich in einer sogenannten „Zukunftswerkstatt“ zusammen. In mehreren Arbeitsgruppen suchten Kreisverwaltung und Jugendhilfe-Träger gemeinsam kostengünstigere Lösungen der Organisation. Dabei wollte man Qualitätseinbußen vermeiden. Mit den neuen Organisationsformen könnten bereits 2015 deutliche Einsparungen gemacht werden. Beispielsweise wird flexibler zwischen teureren und kostengünstigeren Hilfeformen gewechselt – jeweils auf den Bedarf zugeschnitten. Weitere Vorschläge sind unter anderen auch eine stärkere Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen und die Entwicklung neuer Gruppenangebote. Bis Juli werden Verwaltung und Träger einen Zeit- und Maßnahmenplan erstellen. 2016 soll dann der tatsächliche Effekt geprüft werden.

Jugendtheater

„Pleite“, das neue Stück des Teenie-Treff-Theaters (TTT), erzählt von den Problemen mit liebem Geld. Shoppen ist was Wunderbares. Solange man das nötige Geld dazu hat. Aber wehe, wenn das Geld nicht für das neues Smartphone oder die abgesagtesten Markenklammotten reicht. Dann gerät man schnell ins Abseits. Tom und Erik, zwei beste Freunde. Ihr großes Hobby sei shoppen. Während Erik immer über ausreichend Geld verfügt, ist Tom meistens oft knapp bei Kasse. Als Toms Mutter ihre Arbeitsstelle als Aushilfelehrerin verliert, gerät Tom ins Verzweiflung und fängt an Geldmenge auszuleihen, die er nicht zurückzahlen kann, fängt an zu klauen und kurzerhand erfindet Tom ein Lügengeflecht, in der er sich immer tiefer und tiefer verstrickt. Die Hip-Hop-Girls bereiten sich fieberhaft auf den Hip-Hop-Wettbewerb vor, in der Hoffnung auf den großen Durchbruchs und das schnelle Geld. Und während die talentierte „Happynudel“, an einem Mittag 75€ mit ihrer Gitarre auf dem Marktplatz verdient, hört man von dem depressiven, introvertierten „Aschenputtel“ vor allem eines: „Ich bin am Ende“. Aber für die coolen Mädchen-Gang, die Gaga-Girls zählt nur wer etwas Besitz. „Pleite“ erzählt von Freundschaft, Gruppenzwang und Konsumdruck der heutigen Gesellschaft. Die Premiere von „Pleite“ ist am Montag, den 7. April um 18 Uhr, im Kulterzentrum franz K zu genießen.

Masterstudiengang

An der Forsthochschule Rottenburg gibt es einen neuen Masterstudiengang mit dem Namen „Ressourceneffizientes Bauen“. 16 Studierende werden pro Jahr einen Platz finden. „Ressourceneffizientes Bauen“ ist der erste Masterstudiengang, der von vielen Vorschlägen genehmigt wurde. Es soll um die Entwicklung innovativer Bautechniken und -konzepte gehen, von Rohstoffeinsatz und Energie- und Ressourceneinsatz bis hin zu visionären Wohn- und Nutzungskonzepten. Bewerber müssen über ein abgeschlossenes Bachelor- oder Diplomstudium verfügen. So meint Rektor Bastian Kaiser: „Keine andere Hochschule könnte dieses neue Schmuckstück in der Hochschullandschaft Baden-Württembergs so glaubwürdig und interessant anbieten wie wir, denn nur die HFR verfügt über die dafür notwendige, breite wissenschaftliche Basis. Und keine andere hat das für den Praxisbezug des Studiengangs so wichtige Partnernetzwerk. Deshalb ist dieser Studiengang ein attraktives Weiterbildungs- und Spezialisierungsangebot."



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