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Nachrichten vom 24.01.14

Wihelma von Räumung bedroht

Das selbstverwaltete Wohnprojekt Wilhelma in der Tübinger Wilhelmstraße ist von der Räumung bedroht. Das Studentenwerk AdöR hatte mit den Bewohnern bisher Mietverträge für die Dauer eines Jahres bzw. eines Semesters geschlossen. Diese Mietverträge sind jetzt wegen eines Gutachtens zur Brandsicherheit nicht verlängert worden. Die Bewohner sollen das Haus bis Ende März verlassen, erhalten aber keine Einsicht in den Maßnahmenkatalog zur Weiternutzung. Das Baurechtsamt hat schriftlich versichert, dass eine Nutzungsuntersagung weder ausgesprochen, noch angedroht worden sei. Konkrete Pläne zur Sanierung sind nicht bekannt, eben sowenig gibt es Informationen zu eventuellen Rücklagen des Stuwe. Die Bewohner befürchten, dass langfristig eine Umnutzung des gesamten Areals geplant ist. Bei einer Begehung von Stadt und Stuwe ging es einmal darum, die Möglichkeit der Nutzung als Kindergarten zu prüfen.

Güterbahnhof-Gelände

Die Pläne für die künftige Nutzung des Güterbahnhof-Geländes sind einen Schritt weiter. Bisher teilten sich die Deutsche Bahn Services und die Aurelis Real Estate das Gelände. Und die Gleisflächen gehören der Bahn. Die darf die Stadt erst über planen, wenn alles abgebaut ist. Damit hat die Bahn jetzt angefangen. Die Stadt hat mit den Besitzern der Flächen verhandelt und einen Rahmenplan entwickelt. Der sieht eine kleinteilige und gemischte Nutzung vor. Die Stadtplaner wünschen sich eine optisch angenehme Buntheit, die nicht aus einem Guss ist. Ein großer Kopfbau soll auf den westlichen Zipfel des Geländes, vielleicht mit einem größeren Gewerbebetrieb und Wohnungen. Etwa ein Drittel der Gebäude soll für private Baugruppen sein und und etwa 15 Prozent muss geförderter Wohnraum sein. In die alte Güterhalle soll das NS-Dokumentationszentrum und vielleicht das Stadtarchiv.

Jugendcafé im Wein-Depot

Das Jugendcafé war ursprünglich in der Europastraße geplant, aber der Kaufpreis war zu hoch. Eine vielleicht passenderer Ort für ein Jugendcafé wäre das Häuschen von " Jacques-Wein-Depot". Mitte Februar will die Weinhandlung ausziehen. Das Gebäude sei sehr gut für ein Jugendcafé geeignet und die Lage sei top, außerdem sei es kleiner und günstiger, sagte der Oberbürgermeister Boris Palmer. Das Jugendgemeinderat sieht diese Unterbringung des Jugendcafés in diesem Häuschen " als reine Übergangslösung" Denn in einigen Jahren soll der Europaplatz umgebaut werden und die Stadt hat dem JGR 400 Quadratmeter zugesichert. Nächstes Jahr können sich die Jugendlichen im neuen Jugendcafé treffen wenn alles optimal verläuft.

Umsonst-Bus gescheitert

Die große Idee vom ticketfreien Nahverkehr ist zunächst auf Eis gelegt. Nach einer Sitzung am vergangenen Donnerstag, in der die bestehenden Pläne diskutiert wurden, mussten sich die Stadträte damit abfinden. Das Problem ist der rechtliche Rahmen, der für die Finanzierung nötig wäre: Weder City-Maut noch eine Umlagefinanzierung nämlich kann Tübingen als Kommune selbstständig erheben. Dafür bräuchte es ein Gesetz auf Landesebene. Für die Landesregierung steht das Thema aber zur Zeit nicht auf der Agenda. Der einfache Grund dafür: Tübingen ist die einzige Stadt in Baden-Württemberg, die zur Zeit an dem Thema interessiert ist. Auf Landesebene wird sich also fast sicher in der aktuellen Legislaturperiode nichts tun. Die Erhöhung der Kommunalsteuern wie Gewerbe- oder Grundsteuer wäre also die einzige Finanzierungsoption, die der Gemeinderat hätte. Das jedoch scheint den meisten eine zu drastische Maßnahme zu sein. Die Hebesätze für die Steuern müssten sich fast verdoppeln, auf 600 respektive 800 Prozent. Bei einem gesetzlichen Mindesthebesatz von 200% wäre das den Gewerbetreibenden und Grundbesitzern in Tübingen sicher schwerlich zu vermitteln. Ganz vom Tisch ist das Thema dennoch nicht. Die Sprecherin der SPD-Gemeinderatsfraktion, Dorothea Kliche-Behnke, sagte nach der Sitzung: "Das ist eine große, revolutionäre Vision für Tübingen. Die Idee braucht noch Zeit zum Reifen, aber deshalb ist sie für uns noch lange nicht gestorben. Wenn der Gratis-Bus irgendwo starten kann, dann bei uns in Tübingen."

Parkaden

Die Karl-Schlecht-Stiftung möchte in Tübingen die „Parkaden“ bauen. Damit ist ein großer Gebäudekomplex neben dem Museum in der Wilhelmstraße gemeint. Auf 6.000 Quadratmetern sollen dort Gewerbe- und Wohnräume entstehen. Es ist jedoch ebenfalls ein Kultur- und Konzertsaal für 500 Besucher geplant. Dieser soll der Stadt Tübingen mietfrei zur Verfügung gestellt werden. Er solle der Hochachtung und Förderung der Tübinger Bildungs-Landschaft dienen, erklärt der 81-Jährige Karl Schlecht in seiner Motivdarlegung. Insgesamt sind 20 Millionen Euro von der Stiftung eingeplant. Es herrschen allerdings noch unterschiedliche Vorstellungen, beispielsweise in Bezug auf die Einbettung des Museums und die Höhe des Komplexes. Die Stadt hat nun einen Architektenwettbewerb vorgeschlagen. Schlecht stimmte diesem zu. Am vergangenen Mittwoch wurde das Projekt auf einer Bürgerversammlung vorgestellt.

Aussichtsreiche Kandidatin

Für den Posten des Ersten Bürgermeisters in Tübingen gibt es eine Kandidatin der SPD: die Stuttgarterin Christine Arbogast. Sie sieht sich jedoch nicht als rot-grünes Instrument. "Kommunalpolitik sollte sich an der Sache orientieren, nicht an Ideologien", erklärte sie dem Schwäbischen Tagblatt. Christine Arbogast wurde 1965 in Stuttgart geboren und hat in Tübingen und in Aix-en-Provence Geschichte und Politologie studiert. Sie arbeitete bereits als Studienleiterin für die Akademie für neue Medien in Ludwigsburg, als Projektleiterin bei der Volkshochschule Stuttgart und als Referentin bei der Friedrich-Ebert-Stiftung. Seit März 2013 leitet sie das Amt für Bildung, Soziales und Familie der Stadt Nürtingen. Sie ist verheiratet und hat drei Kinder im Alter von 22, 19 und acht Jahren. Die Wahl findet am 7. April statt.

Neues Welcome-Center

Ab dem 01. Juli möchte die IHK Fachkräfte aus dem Ausland in einem Welcome-Center begrüßen. "Wir müssen als Region für Zuwanderer attraktiv sein. Das gelingt nur, wenn Firmen zeigen können, dass Leute von außerhalb bei uns willkommen sind", erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Epp. Das Center will deshalb bei den ersten Schritten begleiten. Informationen zu Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen, arbeitsrechtliche Voraussetzungen, Wohnungssuche, Kinderbetreuung und vieles mehr kann im Rahmen des Centrums thematisiert werden. Dabei soll es Schritt für Schritt weiterentwickelt werden und auch Partner aus der Region mit einbinden, so Epp. „Das Herzstück wird ein Internet-Auftritt auf Deutsch und Englisch“, beschreibt Projektmanagerin Friederike Munzinger. Hinzu kommen eine neu zu besetzende Vollzeitkraft, sowie eine 50-Prozent-Stelle aus dem Bereich International. Zwölf Monate lang wird das Projekt vom Land mitfinanziert. Die Unterstützungssumme beläuft sich auf 111.000 Euro. Die IHK investiert zusätzlich ca. 50.000 Euro.

Forschung nach Alternativen

Die Landesregierung fördert Forschungsprojekte und andere Tierversuchs-alternativen mit 400.000 Euro. Primaten, Mäuse oder Hasen werden zu Versuchen herangezogen um Therapien zu erforschen oder Medikamente zu testen. Zahlreiche Forschungsprojekte möchten die Tierversuche durch Alternativen ersetzten. Dr. Veit Simon Eckle von der Tübinger Universitäts-Klinikum forscht nach Alternativen. Beim Wirksamkeits-Test von Botulinium (bekannt als Botox) möchte er Nerven-Muskel-Zellen gegen Mäuse eintauschen. Zwölf Förderanträge wurden eingereicht. Drei der vier ausgewählten Projekte sind in Tübingen angesiedelt.

Animations-Forschung

Die Medienwissenschaftler möchten an der Uni Tübingen ein Forschungszentrum für Animation etablieren. Dafür gibt es jetzt eine Anschub-Finanzierung in Höhe von 170.000 Euro mit Geldern aus der Exzellenz-Initiative. Die Facetten der Animations-Forschung reichen von der klassischen Film-Analyse bis zur Emotionsforschung. Möglichst viele Disziplinen sollen sich beteiligen, von den Geistes- und Sozialwissenschaften bis zu den Ingenieur- und Naturwissenschaften. Ausbildung, Industrie und Forschung sollen gemeinsame Sache machen.

Stadtwerke-Beratung

1999 gründeten 30 Stadtwerken, darunter die SWT, die Kooperation Südweststrom GmbH, um sich auf dem Markt zu behaupten. Inzwischen gehören 50 Stadtwerke dazu und ihr Umsatz hat im Geschäftsjahr 2013 erstmals die Schallmauer von einer Milliarde Euro durchbrochen. Jetzt sollen sie den Berliner Stadtwerken mit ihrem Know-how im Stromvertrieb und Energiemanagement zur Seite stehen. Diese sind das größte Unternehmen der deutschen Wasserbranche, mit ihrer Stromerzeugung durch erneuerbare Energien decken sie bislang knapp ein Viertel des Bedarfs der Hauptstadt. Nun wollen sie die Konzession für die Übernahme des großstädtischen Stromnetzes. Ein Experten-Team der Südweststrom GmbH wird zusammen mit den Berliner Wasserbetrieben vor Ort ein strategisches Konzept zum Ausbau des Stromvertriebs entwickeln.

Internationaler Austausch

Viele Studentinnen und Studenten aus Reutlingen können sich ein Auslandssemester gut vorstellen,aber scheuen vor den Kosten zurück. Um den internationalen Austausch zu fördern unterstützt Die Baden-Württemberg-Stiftung zwei internationale Projekte an der Hochschule Reutlingen im Rahmen des Programms Baden-Württemberg-Stipendium mit insgesamt 280 000 Euro. Bis 2016 möchte das BWS-plus-Projekt Stipendien für ein Auslandssemester in Schanghai zur Verfügung stellen.

Monospektakel

Vom 23. Januar bis zum 2. Februar veranstaltet Reutlingens Theater „Die Tonne“ das 4. Monospektakel: sieben Schauspieler aus dem deutschsprachigen Raum treten in Solostücken gegen einander an. Den Auftakt macht die Schauspielerin Susanne Buchenberger mit "Katharina Blum", einer Koproduktion der Theatergruppe "Frau Schröder" und des Sandkorn-Theaters aus Karlsruhe. Am Freitag, den 24. Januar kommt Felix Knopp von der Hamburger Kompanie Meyer&Kowski mit einem experimentellen Stück um den berühmten Zauberkünstler Houdini. Am 25. Januar gibt Alexander Schröder Heinrich Manns "Untertan", Henning Bormann spielt am 26. seine Version des Säufers Venicka aus Venedikts Erofeevs "Moskau-Petuski". Der Vorjahressieger Bernhard Dechant vom Volkstheater Wien gibt am 30. Januar "Kinski - eine Zustandsbeschreibung". Am 31. spielt Maria Fliri die Promi-Journalistin in dem Stück "Von Hollywood nach Uganda", das Barbara Herold nach einem autobiografischen Roman ausgearbeitet hat. Nach der letzten Aufführung, dem Tanztheaterstück "Derzeit wohnhaft in" mit Juan Dante, verleiht die fünfköpfige Jury die Solo-Festival-Trophäe "Tonnella“.

 



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