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Beiträge & Artikel

Nachrichten vom 29.11.2013

Jobticket

Ab dem 1. Januar 2014 gibt es für Beschäftigte der Tübinger Kliniken ein "Jobticket". Das Paket geschnürt haben die Stadtverkehrsgesellschaft, der Naldo-Verbund und Vertreter von Vorstand und Personalrat des Gesamtklinikums. Mit dem Ticket wollen die Partner noch mehr der Beschäftigten zum Umstieg auf Bus und Bahn bewegen. Die Auslastung der Linien auf den Schnarrenberg hat sich allerdings schon in den letzten zwei Jahren mehr als verdreifacht. Das lag allerdings nicht in erster Linie an den Klinikbeschäftigten. Lars Hilscher von den Verkehrsbetrieben ist zuversichtlich. Es könne sich vieles zum Besseren wenden und es werde "spürbare Kapazitätsausweitungen" geben. Im Stadtverkehr wird das Ticket 16 Euro kosten, in zwei Naldo-Waben 25. Steigen werden im Gegenzug die Parkgebühren für Klinikumsbeschäftigte.

Kommunalwahl in Reutlingen

Die im Gemeinderat vertretenden Parteien und Gruppierungen stellen bereits ihre Listen für Gemeinderat und Kreisrat für die kommenden Kommunalwahlen im Mai zusammen. Diese werden per Mitgliedsentscheid bestätigt. Die CDU hast ihre Kandidaten bereits ausgewählt. Alle anderen Parteien wollen dies zu Beginn des neuen Jahres tun.

Regionalplan

Am vergangenen Dienstagabend beschloss der Regionalverband nach neun Jahren der Diskussion einen neuen Regionalplan. Der Plan regelt alle überkommunalen Angelegenheiten, welche für die einzelnen Kommunen nicht durch das Land geregelt sind. So legt er unter anderem fest, wo und inwieweit sich Betriebe und Geschäfte ansiedeln dürfen. Der Regionalverband ist dabei das Gremium, das die Region Neckar-Alb in Hinsicht Wachstum regulieren soll. Der Verband besteht aus 60 Personen, darunter viele Bürgermeister und Oberbürgermeister. Trotz des jetzigen Beschlusses herrscht aber immer noch Unstimmigkeit im Gremium. So kritisieren die Grünen beispielsweise die Festsetzung welche Gemeinde sich vergrößern darf und welche nicht. Auch Reutlingens Oberbürgermeisterin Barbara Bosch lehnt den Plan aus diesem Grund ab. Eine derartige Festlegung sei ein Eingriff in die Planungshoheit der Kommunen und deshalb unzulässig, so Bosch. Die Mehrheit des Verbandes stimmte jedoch für den Plan. Als nächstes muss dieser dem Wirtschaftsministerium vorgelegt werden.

Wissenschaftliche Weiterbildung

Am Dezernat Studium und Lehre der Uni Tübingen entsteht gerade ein Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung. Mit dem neuen Angebot möchte die Uni eines der drei Versprechen im Exzellenz-Konzept realisieren: es geht um Verantwortung und die Ausstrahlung in die Gesellschaft. Lebenslanges Lernen an der Uni, Zielgruppe sind Akademiker und Interessenten ohne Uni-Abschluss. Das Programm soll das ganze Spektrum der Uni abbilden. Los geht es 2014 erst einmal mit zwei Angeboten: einem Anschluss-Lehrgang für Apotheker und einem Kurs in Geoinformatik. In Planung ist ein berufsbegleitender Masterstudiengang zum Thema „Ethik in Organisationen, Bildung und Sozialem“. Die neue Leiterin kommt aus der Erwachsenenbildung und möchte in Tübingen etwas Neues aufbauen.

Kommunikationskampagne

Um ein Klimakonzept ging es vergangene Woche im Dusslinger Gemeinderat – genauer gesagt um drei Varianten mit oder ohne Analyse des Ist-Zustandes und mit oder ohne Bürgerbeteiligung und natürlich auch um die entstehenden Kosten. Bislang brachte die Debatte nur ein konkretes Ergebnis: interessierte Gemeinderäte und bürgerschaftlich Aktive sollen den Kurs Beam 21 besuchen können, der sie zu versierten Klimabotschaftern ausbilden wird.

Zuschüsse bemängelt

Der Landesrechnungshof hat ein neues Zuschusssystem für die Landesbühnen vorgeschlagen. Die kommunalen Finanzierungsanteile müssten steigen, denn das LTT in Tübingen sei weniger ein Landestheater, als ein Kommunaltheater, so der Prüfbericht. Außerdem könne man am LTT noch acht Vollzeitstellen einsparen und müsse den Eigenfinanzierungsanteil durch höhere Eintrittspreise und mehr Sponsorenwerbung steigern. Die SPD-Landtagsabgeordnete Rita Haller-Haidt kritisierte den Prüfbericht und nannte ihn faktisch falsch, weil das LTT sehr wohl viele Abstecher mache und man Theater nicht nur nach finanziellen Aspekten beurteilen dürfe.

Neue Station zur Behandlung psychischer Erkrankungen

An der psychiatrsichen Uniklinik wurde vergangenen Samstag eine neue Station zur Behandlung von Depressionen und Zwangsstörungen vorgestellt. Dort werden insgesamt 17 Patienten behandelt. Starke zwischenmenschliche Beziehungen und körperliche Aktivität spielen dort eine große Rolle. Der Bedarf an stationären Behandlungen sei in den letzten Jahren gestiegen so Prof. Fallgatter. Farblich dominieren auf der Station warme Gelb- und Orange-Töne. "Wenn man ohnehin schon traurig ist, will man ja nicht auch noch in ein kaltes, düsteres Krankenhauszimmer", sagt Fallgatter. Und er lobt das Personal - 13 neue Stellen wurden geschaffen - und die bisherige Arbeit: "Die Station läuft ganz hervorragend."

Aids-Hilfe

Bei einem Pressegespräch anlässlich des Welt-Aidstages stellten die Aidshilfe Tübingen/Reutlingen und das Reutlinger Kreisgesundheitsamt die neue Kampagne „HIV-positiv und mitten im Leben“ vor. Die Kampagne soll Vorurteile abbauen. Dank guter Therapiemöglichkeiten könnten heute auch Aids-Positive mitten im Beruf und im Leben stehen, erklärten eine der Beraterinnen. In Deutschland liegt die Zahl der Neuinfektionen auf einem vergleichsweise niedrigen Nivau, was die Geschäftsführerin der Aidshilfe Tübingen/Reutlingen auf die gute Präventionsarbeit zurückführt. Mehr als je zuvor, über 600 Menschen haben sich im letzten Jahr in der anonymen Beratungsstelle testen lassen, nur bei knapp 4 % von ihnen wurden ansteckungsfähige Krankheiten festgestellt. Kreisgesundheitsamt und Aidshilfe sind beide Mitveranstalter des Gospelkonzerts am 1. Dezember um 18:00 in der Marienkirche. Das Kreisgesundheitsamt informiert am 29. November auf dem Reutlinger Marktplatz, die Aidshilfe hat am 4.12. einen Stand auf dem Reutlinger Weihnachtsmarkt.



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