Login

 Infos und Regionales


LOKALMAGAZIN


Beiträge & Artikel

Nachrichten vom 26.08.2013

Gewässerschutz


Die Stadtentwässerung Reutlingen investiert 3,5 Millionen Euro in den Gewässerschutz. Das Projekt wurde im Oktober 2012 begonnen und ist eine Auflage des Landratsamts. Ziel ist es, den Fürstbach / Bonladenbach, der Ohmenhausen mit Betzingen verbindet vor Verschmutzung zu schützen. Hierfür wird ein Betonrundbecken mit einem Speichervolumen von 560 Kubikmetern gebaut. Mehr als 30 Regenüberlaufbecken gibt es bereits in der Region Reutlingen.


Zinserbaustelle


Es geht in die heiße Phase der Bauarbeiten rund ums Zinserdreieck. Die Innenstadt ist nun für Autofahrer aus Richtung Reutlingen nur noch über Lustnau erreichbar. Vom 26.08 bis zum 02.09. ist die Blaue Brücke nicht mehr befahrbar, da der Straßenbelag der Wöhrdstraße, der Friedrichstraße, sowie der Poststraße saniert werden soll. Der Zeitplan von einer Woche kann aber nur eingehalten werden, wenn es an den entscheidenden Tagen (Donnerstag und Freitag) keine größeren Regengüsse gibt. Die Friedrichstraße soll am 9. September für den Verkehr wieder befahrbar sein, die Poststraße wohl erst ab November. Die Wöhrdstraße ist von der anderen Seite her weiterhin befahrbar, allerdings nur Richtung Europastraße. Das Rein-und Rausfahren aus der eigentlichen Einbahnstraße wird von einer provisorischen Ampel geregelt, sowie Mitarbeitern der Polizei. Autofahrern wird empfohlen das Parkhaus Metropol zu nutzen. Des Weiteren ist es für die einwöchige Vollsperrung möglich, auf der freien Foyer-Fläche (ehemalige Bauruine bei der Blauen Brücke) zu parken. Die erste Stunde ist kostenlos, danach kostet jede halbe Stunde 50 Cent, ein kompletter Tag maximal 8 Euro. Abkassiert und Ausgestellt werden die Tickets von eigens gestelltem Wachpersonal.


Energietisch Tübingen


Nach einem Jahr ziehen die acht beteiligten Tübinger Firmen die Bilanz des Energietisches: 4,5 Prozent Strom und Brennstoffe konnten eingespart werden. Außerdem wurden 85 Tonnen weniger CO2 ausgestoßen. Zusammen mit Energieberater Jochen Letsch hatten die Firmen sich das Ziel gesetzt, vier Prozent des Energieverbrauchs einzusparen. An dem von der IHK organisierten "Energietisch Tübingen" nehmen folgende acht Betriebe teil: Autoverwertung Möck, AVAT Automation, Elektro Kürner, Eurofins Institut Dr. Jäger, Kreissparkasse Tübingen, RKS Immobilienmanagement, Osiandersche Buchhandlung und Bäckerei Gehr.


Neue Methode


Am Centrum für Integrative Neurowissenschaft der Uni Tübingen wurde eine neue Methode entwickelt um die Sehfähigkeit bei Mäusen zu untersuchen. Da bei Mäusen zum Teil ähnliche Erblindungskrankheiten vorkommen, wie bei Menschen, versucht man bei Ihnen neue Therapieansätze zu entwickeln. Bisher war es problematisch die Sehfähigkeit von Mäusen zu bestimmen. Die Arbeitsgruppe um Thomas Münch hat deshalb eine Methode dafür entwickelt. Sie machen sich den so genannten optokinetischen Reflex zunutze. Man kennt den Reflex vom Zugfahren. Er erhält das Abbild bewegter Objekte für kurze Zeit auf der Netzhaut konstant. Die Wissenschaftler entwickelten darauf aufbauend einen Raum, dessen Wände aus vier Computerbildschirmen bestehen. Auf ihnen wird ein sich drehendes Streifenmuster gezeigt. Kann die Maus die Streifen unterscheiden, so folgt sie dem Muster mit dem Kopf. Auf diese Weise kann die Sehleistung des Tieres bestimmt werden. Studienleiter Thomas Münch misst der Methode ein großes Potential bei, um Behandlungsformen gegen Blindheit nun besser untersuchen zu können.


Reutlinger Freizeitkarte


Die Stadt Reutlingen hat eine zweite erweiterte Auflage ihrer Freizeitkarte herausgebracht. Im Maßstab 1:20 000 findet man alles, was die Region zu bieten hat: Denkmale, Badestellen, Minigolf-Plätze, Bäder, Lehrpfade, Kirchen, Grillplätze und sogar E-Bike-Ladestationen sind nur einige der touristischen oder praktischen Anlaufstellen an den Straßen, Wanderwegen und Radstrecken in Reutlingen, Pfullingen und Umgebung. Neu sind in dieser Auflage geschützte Waldbereiche, Bannwaldflächen und die Kernzone des Biosphärengebiets Schwäbische Alb, sowie ein Rundwanderweg um Ohmenhausen. Und einen Pilgerweg. In Ermangelung des Jakobusweges, der die Region um Reutlingen nicht berührt, gibt es die „Via Sancti Martini“, den Martinusweg, der den Geburtsort des Heiligen im ungarischen Szombathely, mit seiner Grablege in Tours verbindet. Die neue Freizeitkarte kostet 4,90 Euro und ist im Rathaus, in den Bezirksämtern und im regionalen Buchhandel erhältlich.


Waldgebiet des Jahres


Der Bund Deutscher Forstleute BDF hat vier Waldgebiete zur Abstimmung für den Wald des Jahres vorgeschlagen. Noch bis zum 31. August kann man im Internet seinen Favoriten wählen. Mit dabei ist auch der Schönbuch. Die Konkurrenten sind das Zittauer Gebirge in Sachsen, der Steigerwald in Bayern und die Liebroser Heide in Brandenburg. Kriterien für die Bewerbung waren Nachhaltigkeit, Soziales, Ökonomie, Ökologie, Projekte, Waldpädagogik und Erholung. Das Waldgebiet des Jahres kann mit dem Titel sein Image verbessern und das Interesse auf die Arbeit der Förster lenken. Der Schönbuch sei ein vielfältiges Schutzgebiet – Natur-, Landschafts- oder Vogelschutzgebiet. Viele Specht-, Fledermaus- und Baumarten seien hier heimisch. An den Bächen leben Eisvögel, Feuersalamander und Steinkrebse, außerdem sei der Schönbuch eines von fünf Rotwildgebieten im Land. Fast 250 Kleindankmale verteilen sich auf die etwa 150 Quadratkilometer zwischen dem Siebenmühlental im Norden sowie dem Ammer- und Neckartal im Süden. Am 1. September wird der Sieger bekanntgegeben, im März gibt es die Auszeichnung bei einem Festakt vor Ort.


Spenden für Malawi


Rottenburger BürgerInnen haben 3.000 Euro für eine öffentliche Toilette im südostafrikanischen Malawi gespendet. Holger Keppel, der ehemalige Baubürgermeister von Rottenburg, konnte sich bei seinem letzten Aufenthalt dort vom Baubeginn überzeugen. Die Toilette ist eine Ecosan-Anlage. Dies bedeutet, dass die Fäkalien und Abwässer als Wertstoff fungieren. Die darin enthaltenen Nährstoffe werden wiedergewonnen und in der Landwirtschaft verwendet. Seit 2001 werden derartige Sanitätsanlagen vom deutschen Entwicklungshilfeministerium unterstützt. Normalerweise werden die Toiletten mithilfe von Krediten finanziert. Diese werden dann durch den Verkauf der kompostierten Fäkalien zurückgezahlt. Das nächste Projekt in Malawi ist eine „mobile clinic“. Vorhandene Räume sollen so ausgestattet werden, dass sich eine Krankenschwester dort um die medizinische Grundversorgung von Kindern kümmern kann.


Moderne Lernräume


Unter den Schlagwörtern „Lern ? Raum ? Athmosphäre“ schreibt der Reutlinger EKZ-Bibliotheksservice einen Wettbewerb für moderne Lernräume aus. Die Teilnahme ist mit maximal zwei Projekten möglich und ist mit 10.000 Euro ausgeschrieben. Der Wettbewerb wird am 01. Oktober beginnen. Darüber hinaus werde die besten Entwürfe auf dem Deutschen Bibliothekartag 2014 vorgestellt.


Drittmittel-Projekt


Dank 400.000 Euro sind die nächsten drei Jahresprojekte und Ausstellungen des Uni- Museums gesichert. Im kommenden Jahr wird eine Präsentation aus dem Konvolut historischer Zeitschriften des Ludwig-Uhland-Institus eröffnet. Im Jahr darauf kommt der technikgeschichtliche Fundus zur Wissenschaftsgeschichte Tübingens an die Reihe - und im dritten Jahr soll die medizinhistorische Moulagensammlung der Universitätshautklinik bearbeitet und ausgestellt werden. (Moulagen sind Abformungen aus Wachs die im Studium verwendet wurden). Das Ganze soll in enger Zusammenarbeit mit den Instituten und mit Fachpersonal geplant, koordiniert und durchgeführt werden. Die Sammlungen der Institute der Uni Tübingen sind riesig und nicht alles kann dauerhaft ausgestellt werden. Jedoch ist momentan nicht einmal völlig bekannt, was sich alles an Sammlungen in den Kellern der jeweiligen Institute befindet. Um auch das zu ändern wurde das Drittmittelprojekt als Konzept eingereicht, welches nun mit 400.000 Euro vom baden-württembergischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst gefördert wird. Überzeugen konnte das Projekt mit einem Verweis auf ein erfolgreiches Pilotprojekt und einem Curriculum, das auch Studierende miteinbezieht. Das Projekt kann im Psychologischen Institut besichtigt werden unter dem Titel "Mind Things".


Theater im Museum,


so heißt die Theaterreihe, die vier Gastspiele pro Jahr im Schillersaal des Kino Museums präsentiert. Konventionelle Klassikeraufführungen und Boulevardstücke mit Promis aus Film und Fernsehen, lautet die Formel von „Theater im Museum“. Für die kommende Spielzeit steht im Oktober Hemingways „Der alte Mann und das Meer“ auf dem Programm. Im Dezember kommt das rumänische Staatsballett mit der russischen Urfassung von „Schwanensee“. Möwe und Mozart heißt eine Komödie im Januar und im Mai kommt ein Musical über die Wechseljahre namens „Heiße Zeiten“.


Buch für einen Leser,


so heißt das aktuelle Buch des Schriftstellers Dieter de Lazzer über seine nach-68er-Studentenzeit in Tübingen. Er porträtiert darin diverse Hochschullehrer und schildert das jungakademische Milieu. Gudrun Ensslin hielt er für eine, vom romantischen Weltverbesserungsgedanken erfüllte, Linke. Josef Ratzinger sei immer schon ein verklemmter Hysteriker gewesen, der auf diskussionsfreudige 68er-Studenten mit folgendem Ausspruch reagiert haben soll: Ich habe dem Antichrist persönlich in die Fratze geschaut. De Lazzer hat nach dem Jurastudium als Rechtsanwalt gearbeitet und schrieb später mit Felix Huby diverse Serien fürs Fernsehen. Für das Theater Lindenhof war er am Doku-Drama über den Hitlerattentäter Georg Elser beteiligt.


Inge Jens am Schreibtisch


Die Vorstellung, es könnte ihr letzte Buch sein, kränke sie nicht, sagt sie: Inge Jens, die nach dem Tod ihres Mannes das ehemals gemeinsame Haus verlässt und ins Karolinenstift zieht, hat ihre erste Erzählung abgeschlossen. Thema ist das beständige Element im Leben eines Unsteten, dessen Biografie die Literaturwissenschaftlerin gemeinsam mir ihrem Mann erforscht hat: "Am Schreibtisch. Thomas Mann und seine Welt" wird das Buch heißen, das im Dezember bei rowohlt erscheint. Alexander Fest, der Verlagsleiter des Rowohlt-Verlages und ein alter Freund des Hauses Jens, regte sie dazu an. In Zukunft will die 86jährige Inge Jens aber mehr lesen als schreiben.


 

 



Freies Radio Wüste Welle, Hechinger Str. 203, 72072 Tübingen :: +49 7071 760 337 :: buero@wueste-welle.de