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Nachrichten vom 27.05.2013

Kita Beratungsstelle

Die Stadt Reutlingen wird eine zentrale Anmelde- und Beratungsstelle für Kita-Plätze schaffen. Diskussionen gab es im Gemeinderat nur um die Finanzierung der dafür vorgesehenen 1,2 Vollzeitstellen. Diese werden jetzt für drei Jahre als Projektstelle aus der Amtsrücklage des Sozialamtes finanziert und bei gutem Erfolg in den Personaletat aufgenommen. Bislang müssen sich die Eltern selbst um einen Platz zur Kinderbetreuung kümmern, was zu Mehrfachbewerbungen in verschiedenen Einrichtungen führt. Dadurch fällt für die zuständige Behörde die Einschätzung des tatsächlichen Bedarfs schwer, zum anderen kann es passieren, daß die Eltern überall eine Absage bekommen. Mit dem neuen System sollen nun Erfassung und Deckung des Bedarfs vereinfacht werden, zumal die Eltern ab August 2013 einen gesetzlich geregelten Krippenrechtsanspruch haben.

Pilotprojekt

Die VHS Tübingen hat ein Pionierprojekt gestartet, das alleinerziehenden Müttern die Rückkehr in die Berufswelt erleichtern soll. Die Unterstützung beschränkt sich dabei nicht auf individuelles Coaching, darüberhinaus verfügt das Projekt über ein Netzwerk an Partnern, die den Betroffenen auf vielfältige Weise weiterhelfen können, sei es bei der Organisation der Kinderbetreuung, der Suche nach einer Wohnung oder der passenden Weiterbildung. Bis zu 40 Frauen kann das Team betreuen, es sind noch Kapazitäten frei. Ansprechpartnerin für Interessentinnen ist die Projektleiterin Inken Bachmann.

Mehrfamilien-Sonnenhaus

Seit 2011 steht in Gomaringen ein Mehrfamilien-Sonnenhaus. Über 60 Prozent seines Wärmebedarfs werden solarthermisch gewonnen. Das Haus hat eine Nutzfläche von 1060 Quadratmetern und bietet in acht Wohnungen Raum für insgesamt 14 Bewohner. Errichtet wurde es vom Bauherr Dieter Astfalk aus Gomaringen. An der Technikplanung war die Gomaringer Heizungsfirma Kern beteiligt. Das Haus besitzt einen elf Meter hohen, fünf Tonnen schweren, stählernen Energie-Speichertank. Zuerst werden die passiven Gewinne verbraucht, danach geht es an den Speicher. Ist dieser leer, so gibt es einen Pelletkessel, welcher als Nachheizung fungiert. Das Haus wurde in das bundesweite Forschungsprojekt „HeizSolar“ aufgenommen. Die Studie interessiert sich für kohlendioxidreduzierte Wärmeversorgungskonzepte. Durch sie werden detaillierte Messungen vorgenommen. Die ersten Ergebnisse sehen positiv aus.

Spielplatz-Sperrung

Der Schulspielplatz in Unterjesingen ist wegen einer nicht bestandenen Sicherheitsprüfung ab sofort gesperrt. Ein Sachverständiger hatte dringend die Außerbetriebnahme des Spielgeräts gefordert. Doch mit dieser Entscheidung ist die Schulleiterin nicht einverstanden. Sie hält den Spielplatz für sicher und verweist darauf, dass seit dem Aufbau in 12 Jahren nichts passiert sei. Der Spielplatz ist 2001 aus Recyclingmaterialien wie Altreifen gebaut worden und bietet viele Klettermöglichkeiten. Doch gerade die Altreifen bemängelte der Gutachter. Diese würden im Laufe der Zeit hart und würden dadurch ihre Puffer-Eigenschaften verlieren. In einem Planungs-Workshop sollen im Juni Eltern und Kinder gemeinsam mit Experten einen neuen Spielplatz planen.

Planieplan

Die Sozialdemokraten in Reutlingen haben einen Antrag zur Weiterentwicklung der Planie 20/22 an die Stadtverwaltung gestellt. In 2 Jahren muss das Tonne-Theater die Planie verlassen - und dann? Genau dafür haben die Reutlinger Sozialdemokraten einen Plan entwickelt. Sie wollen, dass aus dem historischen, teilweise denkmalgeschützten Gebäude eine gesunde Mischung aus Wohnen, Gewerbe und Kultur entsteht. Möglichst viele Leute sollen sich an dem Projekt beteiligen und die GWG-Wohnungsgesellschaft soll die Organisation für die unterschiedlichen Interessengruppen übernehmen. Der Investor soll nicht mit dem Ziel arbeiten, maximalen Gewinn aus dem Areal zu ziehen. Der Antrag an die Stadtverwaltung beinhaltet außerdem und unter anderen folgende Rahmenbedingungen beim Neubau der Planie 20/22: Erhalt der Bausubstanz und Beachtung historischer Bezüge und die Entwicklung von genossenschaftlichen Konzepten bei der Umsetzung unter der Beteiligung von interessierten Gruppen.

Neues Mühlrad

Seit Freitag dem 17. Mai wird am Nepomukhaus in Rottenburg das alte Mühlrad wieder aufgebaut. Zusammen mit der Rottenburger Berufsschule hob die Baufirma von Norbert Baur einen Graben aus, in der sich die Mühle in Zukunft drehen soll. Der Inhaber des Nepomukhauses Ernst Heimes hat für das Verwirklichen dieses Projekts zwei verschiedene Beweggründe: Zunächst wolle er ein Stück Geschichte der Stadt wieder zum Leben erwecken. Das damalige Öl- und Lohmühlhaus hatte zwei Mühlräder und am Nebengebäude drehten sich weitere sieben Räder. Das zweite Anliegen Heimes war es die Jugendlichen der Berufsschule zu motivieren. Es sind Absolventen des einjährigen Vorqualifizierungsjahrs für Arbeit und Beruf, die bisher in ihrer Bildungslaufbahn noch nicht viele Erfolge feiern durften. Mit diesem Projekt sollen die Jugendlichen ihre Qualitäten im Handwerk entdecken und motiviert werden, um in der Zukunft einen Berufsweg einzuschlagen.

Notfallforum Tübingen

Seit 2010 sitzt die Notruf-Leitstelle nicht mehr in der Feuerwehr, sondern in der DRK-Rettungsleitstelle im Tübinger Steinlachwasen. Von dort aus wird entschieden, welche weiteren Rettungskräfte benötigt werden. Da es jedoch immer wieder Klagen darüber gab, dass man zu lange wartet bis man durchkommt oder nicht immer alle notwendigen Rettungskräfte alarmiert wurden, schlossen sich 2012 zehn Bürger zum „Notfallforum Tübingen“ zusammen. Sprecher ist der Feuerwehrmann Holger Sulz. Das Notfallforum setzt sich für eine Integrierte Leitstelle ein, bei der Feuerwehrleute und DRK-Disponenten in einem gemeinsamen Raum sitzen. Es möchte einen öffentlich tagenden runden Tisch und wandte sich deshalb an Landrat, Oberbürgermeister, das DRK und den Kreisfeuerwehrverband. Der Vorschlag wurde bisher aber abgelehnt. Nur der Kreisfeuerwehrverband diskutiert noch über eine Antwort.

Neue Notfalltechnik

Im Juli geht die Integrierte Leitstelle in Tübingen offiziell in Betrieb. Dort laufen die Notrufe für Feuerwehr und Rettungsdienst zusammen. Für diese Arbeit gibt es individuelle Schulungen und praktische Übungen für DRK-Mitarbeiter und Feuerwehrleute. Im technisch erweiterten Einsatzleitsystem sitzen sie gemeinsam an den Schalttischen und koordinieren die Einsätze. Das Notfallforum Tübingen befürchtet Reibungsverluste, das DRK betont die Leistungsfähigkeit des Systems und spricht von Synergieeffekten.

CL Studie

Am vergangenen Samstag fand das Champions League-Finale zwischen dem FC Bayern und dem BVB Dortmund statt. In der Hoffnung auf ein spannendes Spiel wollten die Forscher Stephan Schwan und Markus Huff das Spiel nutzen, um eine Studie durchzuführen: Wie schauen Fans eigentlich Fußball? Da es dieses Jahr ein deutsch-deutsches Finale gab, konnten die Forscher des Leibniz-Instituts für Wissensmedien Tübingen auf Fans beider Parteien zugreifen. 61 Fans des FC B und des BVB saßen allein in abgekapselten Kabinen. Mit sogenannten Eye-Trackern wurden Augenbewegungen aufgezeichnet. So ließ sich dokumentieren, wo das Augenmerk des einzelnen Fans lag. Ein spannendes Spiel war es allemal; Bayern gewann durch ein spätes Tor mit 2:1. Was am Ende bei der Studie herauskam, werden wir wohl in naher Zukunft erfahren.

Strafe für Falschfahrer

Das Zinsereck in Tübingen hat schon seit fast zwei Wochen eine neue Verkehrsregelung. Doch einige Autofahrer scheinen dies noch nicht bemerkt zu haben oder es zu ignorieren. Autofahrer, die von der Blauen Brücke in die Friedrichstraße fahren, dürfen nur noch nach rechts auf die Neckarbrücke abbiegen und nicht, wie es nur für Busse erlaubt ist, nach links abbiegen, um in die Europastraße und den Bahnhof zu gelangen. Der Bahnhof ist ab jetzt nur noch aus Richtung Freibad erreichbar. Nun werden regelmäßig Kontrollen am Zinsereck durchgeführt. Wer beim Falschabbiegen erwischt wird muss mit einem Bußgeld rechnen.

UN-Auszeichnung

Barbara Zeppenfeld aus Gönningen unterstützt schon seit 8 Jahren mit ihrem Zuchtbetrieb „Arche-Schäferei“ die Erhaltung wichtiger Nutztierrassen, wie das vom Aussterben bedrohte Waldschaf und das Krainer Steinschaf. Beide Rassen haben wichtige genetische Eigenschaften, die dringend erhalten bleiben sollten. Sie sind u.a. als hervorragende und unkomplizierte Landschaftspfleger bekannt, stehen aber schon seit Jahren auf der Roten-Liste. Neben der Zucht bietet die „Arche-Schäferei“ auch regelmäßige Kurse und Infoveranstaltungen an. Für ihre wichtige Arbeit wird Barbara Zeppenfeld nun am Sonntag, den 2. Juni als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet. Die Vereinten Nationen haben die internationale UN-Dekade Biologische Vielfalt von 2011 bis 2020 ausgerufen. Die Dekade bietet eine Chance, mehr Menschen für die Erhaltung der biologischen Vielfalt, unserer natürlichen Lebensgrundlage, zu sensibilisieren.



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