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Nachrichten vom Fr, 26.10.2012

Spenden an Asylprojekte

„Jobben für einen guten Zweck“ lautete das Motto der landesweiten Aktion „Mitmachen ist Ehrensache“, an der 80 Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Scholl-Schule teilnahmen. Sie arbeiteten kurz vor den Sommerferien 2012 im Supermarkt, gaben Nachhilfe oder halfen im Tierheim mit. Der Lohn der Schüler landete in einem Topf und kam dem Asylkreis der Martinskirchengemeinde und dem Asylzentrum Tübingen zugute. Am 18. Oktober wurde die Spende offiziell übergeben. Das Projekt fand dieses Jahr zum dritten mal statt. Damals fragten die Schüler ob sie in den Projekttagen etwas für andere tun könnten. Seitdem wird das Projekt von den Lehrerinnen Anke Hüsken und Claudia Schmengler-Lehnhardt betreut. Laut Günter Bressau, dem Leiter der Initiative funktioniere das Projekt nirgends so gut wie in Tübingen. Die Initiative soll nun noch bekannter werden, damit sich mehr Unternehmen, in denen die Schüler arbeiten daran beteiligen. Und die Initiative möchte im kommenden Jahr einen noch höheren Betrag verdienen. Für Tübingen wird auch noch ein prominenter Schirmherr gesucht.

Ideen für mehr Teilhabe

Das Seniorenforum tagte dieser Tage in der Rottenburger Zehntscheuer. Das World-Cafe soll eine Plattform für den Ideenaustausch über bestimmte Themen sein. In wechselnden Tischrunden trafen immer wieder andere Teilnehmer aufeinander und diskutierten über drei Fragen: Worauf kann man im Alter stolz sein?, Was ist schwer am Alter? Und Wie kann die Stadt mehr Teilhabe ermöglichen. Persönliche Erfahrungen wie beispielsweise Lebensleistungen und strukturelle Probleme wie der Mangel an altersgerechten Wohnungen kamen zur Sprache. Die Teilnehmer entwickelten viele Ideen für eine seniorengerechte Stadt. Weitere Themenfelder waren Gesundheit, Mobilität, Friedhofsgestaltung und Ehrenamt. Die Ideen werden jetzt gebündelt, gesichtet und an den Sozialausschuss sowie den Kreisseniorenrat weitergegeben.

Neues Internetportal

Das schwäbische Tagblatt vereinfacht die Stellensuche in der Region. Bisher mußte ein Arbeitssuchender die Stellenanzeigen im Blatt durchforsten, nun gibt er im neuen Internetportal Branche und Ort an und erhält alle aktuellen Angebote. Damit nicht genug: wenn die Anbieter es wünschen, kann sich der Interessent auch direkt über das Portal bewerben. „mein-Jobmarkt.de“ heißt das Stellenportal des Schwäbischen Tagblattes, das an verschiedene Geräte angepasst ist, sodass man es auch mit einem Smartphone oder einem Tablet-Computer optimal nutzen kann.

Interesse am Bildungssystem

Bereits seit 30 Jahren findet regelmäßig das Baden-Württemberg Seminar für amerikanische Universitätsangestellte statt. Auch in diesem Jahr waren zwölf aus den USA hier in BW zu Besuch und machten sich mit dem hier festgesetzten Bildungssystem bekannt. In dieser Woche waren sie in der Tübinger Schule am Hechinger Eck und schauten sich Praxis und Theoriean. Dabei stellten sie fest, dass einige Unterschiede vorhanden sind. So beispielsweise die vielen öffentlichen Schulen und der Mangel an Privatschulen. Zum Abschluss hielt Prof Ulrich Trautwein in einem Vortrag die wichtigsten Hintergründe zu den einzelnen Bildungssystemen fest.

Unter Druck

Das Pflegepersonal am Universitätsklinikum in Tübingen fühlt sich deutlich überlastet. Nachdem vom UKT ca. fünf Millionen Euro Defizit für 2012 vorausgesagt wurden, entschied sich der Vorstand des Klinikums frei werdende Stellen nicht wieder zu besetzen, um Geld zu sparen. Die Krankenpfleger stehen seither unter Druck und haben das Gefühl, sich nicht wirklich Zeit für einzelne Patienten nehmen zu können. Über 270 Hilferufe wurden an das Personalrat weitergeleitet. Seitdem das dreijährige Förderprogramm des Bundes ausgegangen war, steht auch die Klinik unter Druck. Sie fordern mehr finanzielle Unterstützung von der Krankenkasse. Personalvertreterin Hauser sagt: „Wir gehen jederzeit mit unserem Klinikumsvorstand auf die Straße oder nach Berlin und demonstrieren für eine bessere Finanzierung und für mehr Stellen.“

Bericht zur Grundsicherung

Der zuständige Ausschuss des Kreisrates erstattete Bericht über die soziale Sicherung im Kreis Reutlingen. Darin zeichnete sich eine wachsende Bedeutung der Grundsicherung für Ältere und dauerhaft Erwerbsgeminderte ab. Fünf Prozent Anstieg verzeichnete man hier im Vergleich zum Vorjahr. 8,7 Millionen € wendete der Kreis 2011 dafür auf, allerdings wird der Bund bis zum Jahr 2014 die Grundsicherung schrittweise übernehmen. Für pflegebedürftige alte Menschen sollen weitere Pflegestützpunkte ausgebaut werden, um die Zahl der kostenintensiven Unterbringungen in Pflegeheimen zu senken, denn auch da muß das Sozialamt die Kosten übernehmen, die die Rente der Betroffenen nicht abdeckt. Knapp 7 Millionen € wurden für die Hilfe zur Pflege ausgegeben. 77 Prozent der behinderten Menschen werden inzwischen außerhalb von Einrichtungen betreut. Die ambulante Pflege beansprucht nur 12 %, die stationäre Betreuung 49% dieses mit rund 50 Millionen € größten Postens im Kreisetat.

Laubbläser auf Elektrobetrieb

Tübingen soll leiser werden. Nach diesem Motto suchen die Kommunalen Servicebetriebe nach einer Alternative zum nervig-lauten Antrieb der Laubbläser. Statt der röhrenden Zweitakter könnten künftig Elektromotoren für Wind sorgen. Am Montag nahmen die Stadtgärtner auf der Neckarinsel die ersten Akku-Bläser für Testzwecke in Betrieb. Die vier Laubbläser, die den Stadtgärtnern übergeben wurden, machen genauso viel Wind wie kleinere Zweitakter-Varianten. Das aber wesentlich leiser: Während die Sprit-Motoren mit fast 110 Dezibel den Schallpegel in einer Disko erreichen, machen die Elektrogeräte mit etwa 80 Dezibel kaum mehr Krach als ein Staubsauger. Über die gesamte Lebensdauer von etwa 700 Arbeitstagen sind die Elektrobläser deutlich günstiger als die Zweitakter: Rechnet man Anschaffung und Betriebskosten zusammen, kommt ein Sprit-Bläser auf 7100 Euro, ein Elektro-Bläser hingegen nur auf 2600 Euro.

Baggersee als Badesee?

Zu einem eindeutigen Votum kam es bei der Bürgerversammlung zur Zukunft des Kirchentellinsfurter Baggersees. Trotz überregionaler Berichterstattung erschienen nur ca. 100 Personen, überwiegend aus Kirchentellinsfurt. Alle Redner sprachen sich für den Erhalt als Badesee aus. Einzig K-Furts Bürgermeister Knauss äußerte Bedenken, denn das Land erteile keine finanzielle Unterstützung. Die immensen Kosten müssten ausgeglichen werden durch Abzüge bei Kindergärten, Alteneinrichtungen, Straßenausbau und bei der Feuerwehr. Sämtliche Betriebskosten blieben an der Gemeinde hängen und das, obwohl nur ca. 5 Prozent der Badegäste Kirchentellinsfurter seien. Zudem könne die Gemeinde keine Gelder aufbringen, um Ordnung und Sicherheit zu gewähren. Einige Redner hatten Bedenken geäußert, da der Parkplatz des Sees als Homosexuellen-Treffpunkt genutzt werde und dadurch Gefahren durch Krankheiten entstünden. Hier erhielt der wasserscheue Bürgermeister jedoch kostenlose Unterstützung aus der Bevölkerung: Eine Reutlingerin bot sich als ehrenamltiche Sicherheitsbeauftragte im Kampf gegen Müll und schwule Bazillen an.

Nummer 90.000

Am Montag ist die Einwohnerzahl Tübingens auf 90.000 geklettert. Der Neubürger wurde von OB Palmer im Bürgeramt erwartet und darf als Jubilar ein Jahr lang umsonst den Stadtverkehr nutzen. Johannes Henke kommt aus Trier nach Tübingen und wird hier sein Studium beginnen. Dadurch, dass er hier seinen Hauptwohnsitz hat, vermeidet er die von Palmer eingeführte Nebenwohnsitzsteuer. Tübingen ist die elfte Stadt im Land mit 90.000 Einwohnern.



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