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Nachrichten vom 02.07.2012

Tonne-Ausbau gefährdet

Nach einer Kostenschätzung der bereits im letzten Jahr vereinbarten abgespeckten Version des Theaterbaus für die Tonne in der Planie 22 hatte der Reutlinger Gemeindrat den Beschluss über den Bau bis zum Herbst verschoben. 8 Millionen sollte der Umbau und Ausbau kosten. Jetzt hat sich der Tonne-Verein zu Wort gemeldet: die Tonne wartet seit Jahren auf die neuen Räume in der Planie. Durch die Verzögerungen seit den ersten Plänen 2009 hat sich das Projekt verteuert – jetzt befürchtet der Verein einen weiteren teuren Aufschub während die Gebäude in der Planie immer mehr verfallen. Derweil hat der Gemeinderat den Abriß der 74 Jahre alten Listhalle beschlossen. Eine Sanierung ist zu aufwendig für den Nazi-Bau, entschieden die Gemeinderäte. Für eine veranschlagte halbe Million soll ab November mit dem Abriss begonnen werden. Die Höhe der Kosten entsteht vor allem durch asbesthaltige Materialien im Bau. Was danach mit dem Areal geschehen soll, ist noch unklar: ob Wohnungen oder Schulen gebaut werden, oder, auch das ist nun im Gespräch, hier das Theaterzentrum für die Tonne entstehen soll.

Neues Wohnkonzept

Am Samstag fand in Pfrondorf der Anmeldestart für die Pflege-Hausgemeinschaft im Baumwiesenweg 1 statt. 15 Plätze bietet die Einrichtung insgesamt und bis auf eine Wohnung sind schon alle verkauft. Die planmäßige Fertigstellung des 5,6 Millionen Euro teuren Projekts soll am 1. September erfolgen. Je zwei Bewohner werden sich dann ein Bad plus WC teilen. Der Gemeinschaftsraum soll als "Dorfcafé" Platz für kulturelle Veranstaltungen schaffen.Im Essbereich wird es die Möglichkeit der Essenslieferung, jedoch auch eine Therapieküchenzeile zur selbständigen Zubereitung der Mahlzeiten geben. Für die Altenhilfe Tübingen bedeutet das neue Wohnkonzept ein weiteres Spekturm im Betreuungsangebot.

Förderverein Uhuru

Jonas Puhm setzt sich seit seinem ersten Kenia-Aufenthalt 2005 für Entwicklungshilfe ein und gründete den Förderverein „Uhuru e.V.“ in Deutschland. Mittlerweile zählt der Förderverein 64 Mitglieder und leistet Entwicklungshilfe in enger Partnerschaft mit der kenianischen Organisation „Uhuru Community Development“. Im Fokus stehen Kinder und Jugendliche in Kisumu, die ohne Eltern aufwachsen und arbeiten müssen, statt zur Schule zu gehen. Der Kontakt und Austausch wird durch Praktikanten und Besuche aufrechterhalten. Die Vereinsmitglieder engagieren sich ehrenamtlich und so ist es oft eine Herausforderung, die Projekte in Kenia finanziell zu unterstützen.

Ein Bildungstandem

In Ammerbuch gründete sich im Februar eine Bildungspatengruppe, die sich dem Tübinger Verein „Lernen im Tandem“ anschloss. Die Schulen in Poltringen und Altingen suchen die Schüler für das Programm aus. Der Verein sucht die Paten. In Ammerbuch sind aktuell 34 Kinder auf der Suche nach Patin oder Pate. In Tübingen werden rund 100 Tandems vom Verein betreut. Die Auswahl der Paten erfolgt nach einem Gespräch durch den Verein. Besondere Qualifikationen müssen Interessierte nicht mitbringen. Man müsse sich allerdings auf der Familie des Kindes einlassen. Weitere Informationen zum Bildungstandem gibt es auf leita-online.de.

Schüler im Fernsehen

Am vergangenen Montag bekamen die Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Scholl-Schule einen exklusiven Einblick in den Journalistenberuf. Beim SWR-Workshop leitete die "Landesschau aktuell"- Moderatorin Tatjana Gessler die Neunt- und Zehntklässler beim Nachrichtensprechen an. Doch die Schüler lernten nicht nur wichtige Hinweise fürs Nachrichtensprechen, wie angemessenes Sprechtempo oder die Bedeutung eines freundlichen Blicks zur Verabschiedung. Sie bekamen auch Einblick in andere fernsehrelevante Bereiche, u.a. in den Job der Maskebildnerin, den Ablauf von Redaktionssitzungen und die Möglichkeiten eines Studios. Die Unterrichtseinheit "Medien" sollte den SchülerInnen ahnhand diesen Projekts praxisnah beigebracht werden.

40 Jahre Stadtseniorenrat

Sie wollten mit Gesselligkeit die Isolation und Vereinsamung älterer Menschen verhindern. Acht Altenclubs gründeten dreieinhalb Wochen nach der Besetzung des Epple-Hauses am 18. Juli 1972 das "Kuratorium Tübinger Altenclubs". Am Freitag feierte der Tübinger Stadtseniorenrat seinen 40. Geburtstag. Unter den Geburtstagsgästen war auch die ehemalige Hauptakteurin der Tübinger Altenarbeit. Alma Hämmerle, inzwischen 88 Jahre alt, kann nun selber im Alter von dem profitieren, was sie einst mit auf den Weg gebracht hat: eine gut aufgestellte Seniorenarbeit auf Stadt- und Kreisebene, viele engagierte Ehrenamtliche und Projekte, in denen sich das fortsetzt, was für Alma Hämmerle immer noch "ein Wunschdenken bleibt": dass sich verschiedene Generationen "vermischen".

50 Jahre Luise-Wetzel-Stift

Das Luise-Wetzel-Stift feierte in der letzten Woche sein 50 jähriges Bestehen. Das Altenheim wurde 1962 erbaut. Finanziell ermöglicht wurde der Bau von in Amerika lebenden Nachfahren Luise Wetzels. Luise Wetzel war in den 1890er Jahren Wirtin der Gaststätte „Zum Anker“ in der Belthlestraße. Sie engagierte sich sozial, indem sie bettlägerige Frauen aus der Nachbarschaft mit Mahlzeiten versorgte. Um die Tradition ihrer Mutter fortzuführen, entschlossen sich drei der Kinder Wetzels den Bau des Stifts durch eine großzügige Spende zu ermöglichen. Bei der Jubiläumsfeier wurde ausgiebig gefeiert und es waren sogar Nachfahren der Namensgeberin anwesend.

Tübinger Themen

Die neue Initiative „Tübinger Themen“ sieht sich als Forum und Diskussionsplattform ohne Scheu und Parteiinteressen. Die drei Gründer Reinhard von Brunn, Ernst Gumrich und Armin Scharf möchten einzelne Bürger, Initiativen, Vereine und Netzwerke zusammengeführen um neue Ideen und positive Visionen entstehen zu lassen. Die Initiative startet mit einer Veranstaltungsreihe. Später wird es auch Kampagnen und Aktionen geben, um auf Themen aufmerksam zu machen und etwas zu bewirken. Die Inhalte werden von den Teilnehmern der Veranstaltungen selbst bestimmt. Bisher beschlossene Themen sind der Erhalt der Altstadt, die städtische Innenentwicklung und neue Mobilitätskonzepte. Bei Erfolg möchte die Initiative dem Tübinger Gemeinderat beitreten. Die erste Veranstaltung findet am 4. Juli um 19:00 Uhr im Gemeindehaus Lamm statt.

Besuchsdienst

In Rottenburg werden frisch gebackene Eltern künftig etwa sechs Wochen nach Ankunft des neuen Erdenbürgers Besuch von der Stadt bekommen. Eine erziehungserfahrene und geschulte Dame wird ein Geschenk mitbringen und den jungen Eltern mit Rat zur Seite stehen, von Fragen zur Bewältigung des Alltags bis zu den Möglichkeiten der Kinderbetreuung im Kreis. Allerdings nur, wenn es von den Betreffenden erwünscht ist. Fünf Honorarkräfte möchte die Stadt dafür vorbereiten und engagieren. Etwa 10 000.- € werden dafür bereit gestellt. Das Projekt ist schon in einigen Städten erprobt worden.

Tag der offenen Gärten

Der Landesverband der Obst- und Gartenbauvereine inizierte den „Tag der offenen Gartentüre“. Aus dem Kreis Tübingen nahmen die Obst- und Gartenbauvereine von Mössingen, Nehren und Kusterdingen an dieser Aktion teil. Im Nehrener Lehrgarten las der Buchautor Jürgen Jonas aus seinen Werken vor. In Mössingen wurde einem der nicht alltägliche Blick in Nachbars Garten ermöglicht und in Kusterdingen wurden die Pflanzenliebhaber von Blumen- und Bauerngärten fasziniert.

Zurück ins Mittelalter

In Hemmendorf wird vom 6. bis 8. Juli ein Mittelalterspektakel stattfinden. Organisiert werden die Festtage, um das zehnjährige Bestehen des örtlichen Mittelalter Vereins zu feiern. Zum Wochenende werden rund ums ehemalige Schlossgelände mehr als 30 mittelalterliche Gruppen aus Deutschland anzutreffen sein, die ein vielfältiges Programm präsentieren werden.



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