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Nachrichten vom 26.03.2012

Kornhausstraße gesperrt

In der westlichen Altstadt ist in den nächsten Wochen mit Behinderungen zu rechnen. Die Stadtwerke werden neue Gas- und Wasserleitungen verlegen. Ab dem heutigen Montag wird deshalb die Kornhausstraße im östlichen Bereich voll gesperrt, auch für Fußgänger gibt es hier kein Durchkommen mehr. Die Sperrung ist notwendig, da einige Hauptleitungen dringend ausgetauscht werden müssen. Die Stadt rechnet mit einer Arbeitsdauer von etwa fünf Wochen. Weitere Informationen dazu gibt es auf der Webseite des Stadtwerke unter www.swtue.de/aktuell.

Streik

Am heutigen Montag wird in Tübingen gestreikt. Der öffentliche Dienst fordert in den aktuellen Tarifverhandlungen 6,5 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro. Die Beschäftigten werden ihre Arbeit am Montag ganztägig niederlegen und treffen sich um 12 Uhr in Stuttgart mit anderen Streikenden zu einer landesweiten Demo. Auswirkung auf die Tübinger werden sich vor allem durch die Streiks bei den Stadtwerken und in Kinderhäusern ergeben. Für betroffene Kinder hat die Stadt einen Betreuungsnotdienst eingerichtet. Er findet in der Alten Mühle und in den Kinderhäusern Weststadt und Herrlesberg statt. Kinder bis 6 Jahre müssen nicht angemeldet werden, für Schulkinder ist eine Voranmeldung erforderlich. Mehr Informationen gibt es auf www.tuebingen.de.

Neue Mitte

Tübingens Baubürgermeister Soehlke zieht eine Umgestaltung des Einkaufszentrums Waldhäuser Ost ernsthaft in Erwägung. Zur Wahl steht neben einer so genannten „kleinen Variante“, bei der ausschließlich das Obergeschoss umgestaltet werden würde, auch eine favorisierte „große Variante“. Hier würde das Gebäude, das 2004 zum Teil durch einen Brand zerstört, aber nie wieder hergerichtet wurde, komplett abgerissen werden. Stattdessen würde auf der Waldhäuser Ost – mit Bürgerbeteiligung – eine „neue Mitte“ entstehen. Einzelhandelsgeschäfte würden dann ebenerdig angeordnet und mit einer höheren Nutzungsvielfalt für die Anwohner angesiedelt werden. Auch seniorengerechte Wohnungen sowie ein Schulgebäude für die Grundschule Winkelwiese/Waldhäuser Ost wären denkbar. Laut Soehlke werde noch in diesem Jahr Bewegung in die Nordstadt kommen, wenn sich die Eigentümergemeinschaft einige.

Arme Pädagogen

In der letzten Woche sprach sich der Landkreis Tübingen gegen eine finanzielle Unterstützung von Sozialarbeitern an Gymnasien aus. Und das obwohl, so Claudia Patzwahl, die Tübinger Gymnasien einen eindeutigen Bedarf an Schulsozialarbeit gemeldet hatten. In allen anderen Schularten werden seit Anfang diesen Jahres Sozialarbeiter zu einem Drittel durch die Landesregierung mitfinanziert. Das restliche Geld tragen die Städte, Gemeinden und Landkreise. An den weiterführenden Schulen im Kreis ist die Quote der Gymnasiasten mit 53% die höchste. Von ihnen nimmt allerdings nur einer von 250 Schülern die so genannte „Hilfe zur Erziehung“ in Anspruch, während es bei Werkrealschülern jeder 16. ist. Claudia Patzwahl äußerte sich dennoch kritisch zur Vernachlässigung der Gymnasiasten: „Wir müssen früher reagieren und nicht erst, wenn diese Schüler in der Statistik auftauchen.“. Laut CDU werde sich die Kreisbehörde bis zum Herbst nach der Situation an Gymnasien erkunden und mit diesen Ergebnissen das Thema im Jahr 2013 noch einmal diskutieren.

Neue Pläne

Ammerbuchs Jugend-Rat arbeitet zur Zeit an vielen Baustellen. Mit etwas Phantasie könnte sich der Jugendgemeinderat die Entringer Kirchstraße 3 als Jugendcafé vorstellen. Uwe Strohäcker hat in seiner Arbeitsgruppe schon eine ganze Liste zusammengestellt, was alles in ein Jugendcafé gehört: vom Tischkicker bis zum möglichen Personal zur Betreuung von Jugendlichen ab neun Jahren. Bei der Aufwertung des Freibads in Entringen will sich der JGR einbringen, indem er an einem Beachvolleyballfeld mitbaut und Spenden einwirbt. Auch mit einem gewünschten Sammeltaxi ist der Jugendgemeinderat einen Schritt weiter. Es gibt die Idee, das Taxi, das bisher bis Unterjesingen fährt, über Ammerbuchs Teilorte zu verlängern. Ob das klappen kann, soll in einem weiteren Gespräch diesen Donnerstag im Landratsamt geklärt werden.

Neue Zuschüsse

Der Reutlinger Integrationsrat hat die städtischen Zuschüsse verteilt. 3500 € erhält der türkische Kultur- und Integrationsverein, 2000 € gehen an das Integrations- und Bildungszentrum „Dialog“ für sein Vorschulprojekt. 2000 € bekommt die deutsch-albanische Studenteninitiative „Tash“ für eine Ausstellung von Fotos aus dem Kosovo, die während einer Exkursion von „Tash“ und der PH Ludwigsburg entstanden. Mit gut 4000 € unterstützt wird ein Projekt mit dem langen Namen „Sozialpädagogische Integrationshilfen und Förderung der Ausbildungsfähigkeit von Jugendlichen in der Kooperationsklasse der Eduard-Spranger-Schule“. 3200 € erhielt die „Elterninitiative für Kurden aus dem Irak“ für ihre „Schule für die Schule“ für Flüchtlingskinder. Knapp 2000€ bekommt der Förderverein der Hermann-Kurz-Schule für sein Projekt „Gesundheitsnetzwerk und Persönlichkeitsstärkung“ für Eltern und Schüler. An die Eltern richtet sich das Kursangebot „Mama lernt Deutsch, Papa auch.“. Hier wurde das Honorar für die Lehrkräfte erhöht. Über 22 000 € stehen für die insgesamt 8 Träger der Sprachkurse bereit.

Neue Erkenntnisse

Bei einem Vortrag im Hohenzollerischen Landesmuseum stellte Erich Lieb ein digital konstruiertes Luftbild des Zollern vor. Zu sehen war ein kahler Berg mit einem unübersehbaren, schnurgeraden Weg, der mit einer „Schieß-Statt“ auf einer Flurkarte von1863 übereinstimmt. Die Übungsanlage war für die auf dem Hohenzollern stationierten Wachmannschaften angelegt worden. Erstellt wurde das Luftbild aus einem Flugzeug heraus. Dabei wurde die Erdoberfläche von Laserstrahlen vermessen. Die erhobenen Daten ermöglichen hochauflösende dreidimensionale Abbildungen, die den exakten Geländeverlauf ohne jede Vegetation wiedergeben.

Neues Licht

Wie wichtig eine Straßenlampe ist, um die Nacht zu erhellen, fällt Otto Normalverbraucher erst dann auf, wenn die Lampe kaputt ist und kein Licht mehr gibt. Deshalb gehört zu einer gut funktionierenden, städtischen Infrastruktur ganz selbstverständlich auch die Straßenbeleuchtung. 2 700 Lampen sorgen im ganzen Pfullinger Stadtgebiet auch bei Dunkelheit für gute Sicht an Durchgangsstraßen und in den Wohngebieten. Die Hälfte davon soll im Laufe dieses Jahres durch moderne, energiesparende LED-Leuchten ersetzt werden. Das hat der Gemeinderat am Dienstag beschlossen. Investiert werden dafür knapp 850000 Euro.

Neue Bewohner

In der Rottenburger Weggentalstraße möchte das Landratsamt wie berichtet 56 Asylsuchende unterbringen. Die Linken der Kreisverwaltung schlagen in ihrem Antrag vor, Kontakt mit dem Kloster Weggental und dem Priesterseminar aufzunehmen. Beide Gebäude haben verhältnismäßig wenige Bewohner, sodass hier im Moment jedem Bewohner 100 Quadratmeter zur Verfügung stehen. Der offizielle Raum-Anspruch eines Asylsuchenden liegt bei 4,5 Quadratmetern. Laut den Linken könnte man bei den Franziskanermönchen und katholischen Kirchen offene Türen einrennen.

Falsche Hoffnungen

Der französische Sportartikel-Händler Decathlon wollte eine Filiale im Marktkauf eröffnen. Laut dem Händler habe die Tübinger Verwaltung mittlerweile eine ablehnende Haltung eingenommen. OB Palmer sei von Anfang an besorgt um die Tübinger Innenstadt gewesen, die durch die Ansiedlung geschwächt werden könnte. Laut einem Gutachten besitze der Decathlon kein so genanntes „innenstadt-relevantes Sortimet“, was nach dem Tübinger Zentren- und Märktekonzept der Innenstadt schaden könnte. Die Stadtverwaltung kritisierte dieses Gutachten unter Berufung auf Informationen, die sie vom Sportgeschäft Intersport erhalten habe. Der Handels- und Gewerbeverein ist ebenfalls Gegner der Decathlon Ansiedlung und lud zu einem nicht öffentlichen Treffen im Rathaus. Bei diesem Treffen sollten die Stadträte „indoktriniert werden“, so CDU-Mitglied Albrecht Kühn. Allerdings sah Palmer die Veranstaltung nicht als Verfahrensfehler. Baubürgermeister Cord Soehlke, der zunächst Befürworter des Projekts war, sieht nun eine Schwächung der Innenstadt durch Decathlon.

Hochbegabte unter sich

Das Uhlandgymnasium hat einige besonders laute Schulklassen: Seit fünf Jahren gibt es hier einen Hochbegabtenzug. Die Schüler seien offener für Neues, leichter zu begeistern, aber auch schneller gelangweilt, berichten die Lehrer. Was in anderen Klassen funktioniert, kann hier zu ganz anderen Ergebnissen führen. Die Schüler im Hochbegabtenzug des Uhlandgymnasiums sind eher an Naturwissenschaften interessiert. So ist die neunte Klasse in Biologie bereits auf Hochschulniveau. Allerdings passt der Schulversuch nicht zur neuen Schulpolitik. Wie es mit dem Hochbegabtenzug am Uhlandgymnasium weitergeht, ist deshalb noch nicht klar. Erst einmal muss sich zeigen, wie die Klasse sich in einem Jahr wieder in die Oberstufe integrieren wird.

Inka-Sonnenpriester

Letzte Woche besuchte der Inka-Sonnenpriester Naupany Puma das Kino Arsenal in Tübingen. Im Anschluss an den Film "PACHAKÙTEC – Zeit des Wandels" hielt er vor dem Kino-Publikum eine Zeremonie mit Gesang und Flötenmusik ab. Der Film zeigt Puma auf einer Mission, auf die er sich im Jahr 2007 begab. In jenem Jahr beginnt nach dem Glauben seines Stammes ein neuer Zeitabschnitt. Seither pilgert Puma um die Welt, tauscht sich mit anderen Priestern aus und kommuniziert mit Condoren. Der in Ecuador geborene Sonnenpriester lebt zeitweise in Deutschland. Den Kinofilm über seine Pilgerreise sahen bisher 22.000 Zuschauer.



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