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Nachrichten vom 27.02.2012

Kurzparken zum Null-Tarif

Nach Plänen der CDU sollen Parkautomaten in der Tübinger Innenstadt zukünftig mit einer so genannten „Brötchentaste“ ausgestattet werden. Parken für schnelle Erledigungen und kurze Einkäufe ist dann für 30 Minuten kostenlos. Das Gratisparkticket soll kundenfreundlicher sein und zu einem positiveren Image der Stadt beitragen. In anderen Städten wie Berlin Spandau oder Rüsselsheim hat sich die zusätzliche Taste bereits bewährt und etabliert. Zur Umrüstung der Parkautomaten auf das neue System fordert die CDU unter anderem 20.000 Euro im Investitionsetat.

Tübingen wächst

Die Einwohnerzahl von Tübingen übersteigt erstmals die 89.000-Marke. Zu Beginn des laufenden Jahres waren 89.092 Bürger mit Hauptwohnsitz in Tübingen gemeldet. Die Einwohnerzahl stieg bereits das vierte Jahr in Folge. Damit verzeichnet die Stadt den größten Zuwachs unter allen Kommunen in der Region. Gründe dafür sind die Ausgewogenheit von Zuzügen und Wegzügen, mehr Geburten als Sterbefälle und ein anhaltend starker Wohnungsausbau. Vor allem die Zahl der Studenten trägt zur Erhöhung der Bevölkerung bei: Seit 2000 stieg die Zahl der Studienanfänger um 50 Prozent.

Alte Aula-Aura

Nach viereinhalb Jahren ist jetzt die Sanierung der Alten Aula der Uni Tübingen abgeschlossen. Mehr als fünf Millionen Euro kostete es, den Brandschutz und die Statik zu modernisieren. Dazu kam die Restaurierung der hölzernen Kasettendecke im Saal. Außerdem ist die Alte Aula jetzt barrierefrei erreichbar. Ein hölzerner Aufzugsschacht passt sich den Bewegungen des Gebäudes an. 1547 ist der Bau entstanden, im 18. Jahrhundert bekam er seine prägende Barockfassade und das Mansardendach. Heute residiert in der Alten Aula das Institut für Erziehungswissenschaft. Die 1.200 Pädagogikstudenten haben in vier Bibliothekssälen 60.000 Medien zur Auswahl.

Einschränkungen für Universitätsrat

Der Universitäts- oder Hochschulrat der Uni Tübingen ist in der Öffentlichkeit kaum bekannt. Und doch hat er weitreichende Kompetenzen und ist regelmäßig an richtungsweisenden Entscheidungen der Uni beteiligt. Er wählt den Rektor und beaufsichtigt die Geschäftsführung, beschließt Entwicklungspläne und den Haushaltsentwurf. Er besteht aus Studenten, Professoren, Mitarbeitern aus der Verwaltung - aber auch externen Mitgliedern von Instituten und aus der Wirtschaft. Und eben diese externen Mitglieder stören die rot-grüne Koalition in Stuttgart. In ihrem Koalitionsvertrag wurde eine Abschaffung dieses und ähnlicher Gremien im Land festgelegt. Man wolle weiterhin externe Expertise in die Entscheidungen einfließen lassen, aber solchen Gremien die Entschlusskompetenzen nehmen. Unter den Mitgliedern des Rates sieht man keine Gefahr von Interessenkonflikten. Vielmehr besteht die Befürchtung, dass die Mitglieder sehr viel weniger Zeit und Arbeit aufwenden würden, wenn sie nicht im Gegenzug auch an Entscheidungen beteiligt wären. Darüber hinaus treffe das Gremium keine Entscheidungen alleine. Unirektor Engler wollte sich zu der Diskussion nicht äußern.

Ökologischer Ausgleich

Wer ein Haus im Neubaugebiet bauen möchte, muss seinen Eingriff in den Naturhaushalt mit Geld bezahlen. Die Gemeinde bucht das dann auf ein Öko-Konto, mit dem eine ökologische Aufwertung von größeren Naturstücken finanziert werden soll. Der Gemeinderat Poltringen entschied sich für die Aufwertung der Ammer. Vom alten Wehr bis zur Sandmühle könnte ein fünf Meter breiter Uferrandstreifen entstehen. Die Mauer am Ufer könnte ein Steinvorschüttung bekommen. Aus den Baugebieten in Poltringen, Entringen und Altingen sind knapp 200 000 Euro zusammen gekommen. Wie viel die Bachaufwertung insgesamt kosten könnte ist noch nicht klar.

Kahlschlag

Vergangene Woche fühlten sich viele Mössinger lieb gewordener Freunde in ihrem Naherholungsraum beraubt: 45 prächtige Bäume wurden am Mössinger Schulzentrum gefällt. „Es ging kein Weg daran vorbei.“ versichert der Stadtbaudirektor Mössingens. Auf dem gerodeten Areal entsteht ein neues Schulgebäude mit dazu gehörigem Parkplatz. Auch im Kusterdinger Gemeindewald ist Kahlschlag angesagt: die Erddeponie braucht Platz. Hier trauert selbst der Revierförster, denn unter den zu fällenden Bäumen ist auch eine ca. 160 Jahre alte Eiche. Bis April hat sie als einziger Baum noch eine Gnadenfrist, bis ihr letzter tierischer Untermieter aus dem Winterschlaf erwacht ist. Ein kleiner Trost bleibt: auf den aufgeschütteten Flächen der Deponie wird wieder Wald entstehen.

Saubere Energie

1,6 Millionen Kilowattstunden verbrauchten die 130 Pumpen im Klärwerk Dusslingen im vergangenen Jahr. Damit würde die Kläranlage zu den größten kommunalen Stromverbrauchern gehören – wenn sie nicht 80 % des Strombedarfs in zwei Blockheizkraftwerken selbst erzeugt hätte. Seit diesem Jahr ist das Klärwerk jetzt mit zwei Gasturbinen völlig autark. Den Rohstoff für die Gasturbinen liefern die dampfenden Fäkalien. Das gibt ebenso Stoff für weitere Überlegungen: vielleicht könnte der ehemalige Stromfresser sogar zum Nahwärmeversorger werden?

Maut für Straßenbau?

Die IHK Reutlingen fordert, dass die Mauteinnahmen der B27 direkt für ihren Ausbau eingesetzt werden sollen. Pro Jahr soll man durch die Maut auf der B27 3,5 Millionen einnehmen können. Dieses Geld wird dringend für den Ausbau benötigt. Die Spuren, die noch nicht vierspurig sind, sollen ausgebaut werden. Das betrifft den Abschnitt zwischen Nehren und Bodelshausen. Der Ausbau dieses Abschnittes soll 42 Millionen kosten. Wenn Rammsauer zusagt und die Mauteinnahmen der B27 für deren Ausbau nutzt, könnte das Geld in 12 Jahren eingespielt werden.

Schüler-Bigband

Seit letztem Herbst besteht ein Bigband-Projekt an der Burghofschule in Ofterdingen. Fünftklässler können seitdem wählen, ob sie am Kunstunterricht teilnehmen oder ein Musikinstrument in der Band spielen wollen. Leiter des Projekts ist der Musikpädagoge Martin Bieder von der Jugendmusikschule Steinlach. Er will den Schülern beibringen, sich musikalisch aufeinander zu beziehen und einander gut zuzuhören. Dabei vermittelt er anhand von Populärtiteln wie "Smoke on the Water" von Deep Purple natürlich auch rhythmische und tonale Grundlagen.

Barrierefrei

In der Kaiserstraße in Baisingen soll ein barrierefreies Mehrfamilienhaus mit Aufzug entstehen. Im Ort ist es das erste seiner Art. Ein Herrenberger Bauunternehmen hatte das Projekt im November im Ortschaftsrat vorgestellt. Im Juni soll Baubeginn sein. Die Grundstückfläche von 358 Quadratmeter hat die Firma mit einem Mehrfamilienhaus mit vier Wohnungen zwischen 73 und 108 Quadratmeter Wohnfläche und jeweils drei bis vier Zimmern geplant. Absätze oder Stufen gibt es in den Wohnungen nicht. Stattdessen sorgen beispielsweise bodengleiche Duschen für Barrierefreiheit und sollen die Wohnungen auch für Rollstuhlfahrer geeignet machen.

Mundart-Wochen

Vom 2. bis 17. März sind die 37. Reutlinger Mundartwochen. Seit den 70er Jahren stehen sie für ein Programm aus Musik, Kabarett, Theater und gepflegtem Schwäbisch. Die Mundartwochen wollen unterschiedliche Dialekte zu Gehör bringen und pflegen. Jedes Jahr sind neue Künstler dabei oder bekannte Künstler mit neuem Programm. Wilhelm König ist Mundartdichter, Vorsitzender der Mundartgesellschaft Württemberg und Organisator der Reutlinger Mundartwochen. Am 2. März wird er bei uns im Lokalmagazin zu Gast sein.

The Voice of Reutlingen

In einem Monat, am 24. März, findet im Reutlinger Jugendcafé am Federnseeplatz der Gesangswettbewerb „The Voice of Reutlingen“ statt. Laut Leiterin des Jugendcafés, Nicole Ittner, werden hier ausschließlich die gesanglichen Fähigkeiten der Teilnehmer beurteilt - ganz wie beim Vorbild, der Casting-Sendung „The Voice of Germany“. Dem Gewinner werden Gesangsunterricht und eine Aufnahme im Tonstudio finanziert. Teilnahmeberechtigt sind alle 14 – 21jährigen Jugendlichen aus dem Raum Reutlingen, die sich bis zum 17. März mit einer CD oder einem Video im Reutlinger Jugendcafé bewerben.



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