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Beuys Warhol Polke & Co :: Künstlerscheiße :: Teil 2

Eine Konservendose in einer Vitrine. Das Etikett ist drastisch, der Titel deutlich: "Künstlerscheisse". Entsprechend füllte 1961 der italienische Konzeptkünstler Piero Manzoni den Behälter. Jeweils 30 Gramm seiner eigenen Fäkalien gab er in 90 Dosen, von denen eine in der aktuellen Ausstellung "Beuys Warhol Polke & Co" zu sehen ist. Der Künstler verkauft die Dose damals zum damaligen Goldpreis von 30 Gramm Gold. Eine der Blechdosen wurde später für umgerechnet ca. 125.000 Euro verkauft.

Im zweiten Teil unserer Kunst-Soap erfahren sie mehr über den Künstler Manzoni und über die Hintergrundgeschichten seines Schaffens.






Anlässlich des 40. jährigen Bestehens der Kunsthalle Tübingen findet bereits die zweite Ausstellung statt: "Beuys Warhol Polke & Co".

Kunstkurrator Daniel Schreiber beschreibt und erläutert auf seinem Rundgang durch die Kunsthalle die bedeutendsten Werke. In 17 Episoden gibt er Einblicke in die Biografien der Künstler und liefert Hintergründe zur Entstehungsgeschichte ihrer Werke.

1971 eröffnete der Stuttgarter Kunsthistoriker Götz Adriani die Kunsthalle. Er betonte die Bedeutung der Qualität vor Quantität. Nach seinen Vorstellungen sollte die Kunsthalle ein Ort für alles sein, was die Züge schöpferischer Erneuerung trage.  Die Ausstellung "Beuys Warhol Polke & Co"  nimmt darauf Bezug, dass die Kunsthalle in den ersten zehn Jahren ihres Bestehens ein Reflektionsort des zeitgenössischen Kunstgeschehens war. Nicht selten fühlte sich das Publikum von der "Narrenstreichen der Avantgardekunst" verkohlt, wie in einem wütenden Leserbrief zu lesen war.

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3-Manzoni-Scheisse.mp3



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