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Nachrichten vom 24.10.2011

Neues Gebührensystem

Tübingen bekommt ein neues Abrechnungssystem für den Müll. Das hat der Kreisrat am vergangenen Mittwoch beschlossen. Mit der Änderung, die Ende 2012 in Kraft treten wird, kommen auch neue Mülltonnen. Diese werden andere Größen haben und mit RFID-Chips ausgestattet sein. So können die Tübinger entschieden, wie oft sie die Mülltonnen raustellen, zwischen 12 mal und 26 mal im Jahr können abgerechnet werden. Jede Leerung wird durch den Chip automatisch registiert und dann abgerechnet. Es werden Einsparungen in der Größenordnung von 200.000 Euro im Jahr erwartet. Sie sollen unter anderem benutzt werden, um die Gebühren für Biomüll abzusenken. Die neuen Mülleimer sollen kostenlos ausgegeben werden und können dann einmal getauscht werden, wenn man sich für eine falsche Größe entschieden haben sollte.

Neuer Verkehrsverbund

Ab dem ersten Januar 2012 wird es im Sendegebiet das neue Metropol-Tages-Ticket geben. Damit kann man dann einen Tag lang in neun Verkehrsverbunden unterwegs sein. Ähnlich wie das Baden-Württemberg-Ticket, bloß billiger. Die Kreistage von Tübingen und Reutlingen stimmten jetzt einer Kostenübernahme zu. Vorher schon hatte das Land eine Beteiligung an der Finanzierung zugesichert. Die Verkehrsverbunde und Landkreise müssen der Bahn Einnahmeverluste ersetzen, die durch das Metropol-Ticket entstehen. Ab 2013 soll es dann neben dem Tages-Ticket auch eines für einfache Fahrten geben.

Auto-Immunität

Multiple Sklerose und Psoriasis zählen zu den häufigsten Autoimmunerkrankungen. Tübinger Forscher einer Arbeitsgruppe um Oberarzt Kamran Ghoreschi und Prof. Martin Röcken, haben jetzt einen für die Therapie dieser Krankheiten wohl entscheidenden Wirkmechanismus aufgeklärt. Die Forscher haben herausgefunden, wie sich die Dendritischen Zellen des Immunsystems so umerziehen lassen, dass sie nicht mehr körpereigene Zellen angreifen. Vielmehr werden die Dendritischen Zellen dazu gebracht, vor einer Gewebezerstörung zu schützen.

Neues Milchwerk

Nach langem Warten hofft das Tübinger Milchwerk nun auf den dringend benötigten Zuschuss der EU. Mit Hilfe dieses Zuschusses kann auf dem Birkenhof in Bodelshausen das Milchwerk endlich gebaut werden. Doch nicht nur dank der Zuschüsse kann das Milchwerk gebaut werden. Zu dem dreiviertel Millionen Euro Projekt kommen auch zahlreiche Zuschüsse von Investoren. Doch leider hat die Bauern Gmbh auch mit Problemen zu kämpfen. Die Großmolkerei Allgäuer Käsereien betrieb bis Ende 2009 das Tübinger Milchwerk. Doch kam es zu finanziellen Schräglage und das machte es für die Bauern Gmbh unmöglich weitere Verträge abzuschließen. Doch die finanzielle Lage habe sich seit September verbessert. Doch auch die Bauern sind Probleme. In den langen Jahren des Wartens gaben sie immer wieder ihren Milchanteil an das Werk müssen aber diesen jetzt noch mit Abschlag zurück kaufen. Alles müsse jetzt verhandelt werden und vor allem muss abgewartet werden.

Kulturlandschaftspreis

Der schwäbische Heimatbund hat jetzt Vereine für die Pflege und den Schutz der Kulturlandschaft ausgezeichnet. Den Kulturlandschaftspris gibt es für Projekte, die traditionelle landwirtschaftliche Bewirtschaftungsformen erhalten oder reaktivieren. Zwei der Preisträger sind aus dem Sendegebiet. Die Pfullinger Bergwacht hat nach 50 Jahren den Terassenweinbau reaktiviert. Der Nehrener Obst- und Gartenbauverein erhält den Kulturlandschaftspreis für seine vorbildliche Kinder- und Jugendarbeit.

30 Jahre Frauen- Selbsthilfegruppe

Vor dreißig Jahren wurde in Reutlingen die Frauenselbsthilfegruppe nach Krebs gegründet. Im selben Jahr wurde bei Verena Stub Brustkrebs diagnostiziert, der Knochen- und Lebermetastasen bildete. Heute ist sie mit 69 Jahren die Vorsitzende des Vereins, dem sie sich damals anschloss. Bei der Feier zum dreißigsten Geburtstag des Vereins verlieh Oberbürgermeisterin Barbara Bosch ihr für ihr ehrenamtliches Engagement die Landesehrennadel. Verena Stub enfagagiert sich auch in der Sterbebegleitung und hat 2010 den Verein „Sonnenstrahlen“ gegründet, der sich um Kinder schwer kranker Eltern kümmert.

Mehr Integration

Der Deutschkurs in der Fachhochschule Rottenburg ist etwas Besonderes. Er heißt ‚Integrationsbegleitung für besondere Lebenslagen‘. Hier lernen die 20 Frauen, welche von 4 Kontinenten kommen, nicht nur die Vokabeln und Grammatik der deutschen Sprache sondern auch Kontenpunkte, sozialer Netzwerke kennen. Viele Frauen wollen verstehen, was die Lehrer ihrer Kinder von ihnen wollen aber auch ihre Kinder mit dem Erlenen der deutschen Sprache unterstützen. Das Projekt wurde staatlich gefördert. Die Fachhochschule bekam 300.000 Euro, dafür mussten die Teilnehmerinnen nichts zahlen. Doch wird dieser Kurs erstmal der letzte sein, denn es fehlen die Gelder. Doch man sei, nach dem Regierungswechsel in Stuttgart optimistisch eingestellt.

Wegweiser für Ältere

Der Stadtseniorenrat Tübingen hat eine aktualisierte Fassung seines "Tübinger Wegweiser für ältere Menschen und deren Angehörige" vorgelegt. Für die Tübinger Senioreninnen und Senioren ist er ein unentbehrlicher Wegbegleiter im Alltag. Auf insgesamt 90 Seiten finden die Bürger und Netzwerker in übersichtlicher Gliederung Informationen über das Angebot der Seniorenclubs, über Beratungsstellen, Gesundheitsdienste, Wohnberatung sowie Dienstleistungen wie ambulante Hilfe, Reparaturdienste für Senioren und seniorenfreundliche Handwerksbetriebe. Neu dazugekommen sind die Stadtteil- und Bürgertreffs: Den Anfang machte 2009 Derendingen, 2010 öffnete der Stadtteiltreff Waldhäuser Ost im Einkaufszentrum der Nordstadt, seit diesem Jahr gibt es auch in der Südstadt einen Treffpunkt im Janusz-Korzak-Weg. Die Neuauflage des Wegweisers war auch notwendig, weil die Ausgabe aus dem Jahr 2010 schon längst vergriffen ist.

Umberto Eco

Am vergangenen Donnerstag war Umberto Eco zu Gast in Tübingen. Bei der Veranstaltungsreihe "Literatur im Foyer" des SWR signierte er Exemplare seines neuen Buchs "Der Friedhof in Prag" und plauderte über das Böse und die große Faszination, die es auf die Menschheit ausübt. Der Autor, der gerne Historisches in seinen Romanen verarbeitet, ist schon seit Jahrzehnten auf der Spur des Bösen und das mit einem ungewöhnlichen Motto: "Hass ist mächtiger als Liebe", sagt Eco. Ein echter Optimist.

Besuch in Bouaké

Margit Fausel, Leiterin der Abteilung Städtepartnerschaft beim Kulturamt Reutlingen, besuchte als erste Vertreterin der Reutlinger Stadtverwaltung nach Bouaké, der afrikanischen Partnerstadt. Begleitet wurde sie von Wolfgang Bauer, dem Initiator eines Projektes zur Sanierung der des Männerzentrums Nimbo der Association Saint-Camille. Vor Ort wurde Margit Fausel von Sidiki Boubakar Touré, dem vierten Bürgermeister der Stadt und Beauftragter für die Stadtepartnerschaft. Unterstützung von Reutlingen wünscht sich das Stadtoberhaupt für zwei Schwerpunkte. Zum einen zur Beseitigung des Müllentsorgungsproblems und zum anderen im Straßenbau.

Reutlinger zum Südpool

Der Reutlinger Armin Wirth möchte gemeinsam mit seinem österreichischen Partner Dieter Staudinger quer durch die Antarktis surfen. Am 8. November soll die Reise an der russischen Basis Nove nahe Cape Town losgehen. Mit einem Schlitten, vor den ein Lenkdrachen gespannt ist, wollen die beiden den 2200 km entfernten Südpol erreichen. Vor zwei Jahren mußte ein erster Versuch wegen fehlendem Wind abgebrochen werden. Armin Wirth unternimmt seit seinem 16. Lebensjahr Abenteuerreisen, sein Studium finanzietrte er sich als Expeditionsleiter. Inzwischen ist er Unternehmer und finanziert sich so die teure Expedition.



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