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Nachrichten vom 19.08.2011

Ökospitze

Im Landkreis Tübingen werden fast 14 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche nach den Richtlinien des Öko-Anbaus bewirtschaftet. Das ist im Landesvergleich der absolute Spitzenwert. Bei Sonnenblumen ist der Kreis Tübingen nicht mehr zu toppen. Ausschließlich Öko-Betriebe bauen hier Sonnenblumen an.

„Go for Zanzibar“

Im Juli öffnete die Tübinger Hilfsorganisation "Go for Zanzibar" zusammen mit der tansanischen Hilfsorganisation "Zanzibar Outreach Program", das erste mobile Zahnarzt-Camp auf Sansibar. "Go for Zanzibar" wurde von Antje Fleischer und Mario Müller im Mai 2010 gegründet mit dem Schwerpunkt auf der Verbesserung der medizinische Versorgung. Eine flächendeckende, zahnmedizinische Versorgung auf Sansibar gibt es nicht und so kam die Idee der mobilen Zahnarzt-Camps. Acht Zahnarztcamps soll es jährlich geben, bei denen weitab der Stadt lebende Menschen von einem Zahnarzt untersucht und behandelt werden. Um diesen Plan umsetzen zu können, braucht die Organisation die Unterstützung von Zahnärzten. Wenn jemand einen Urlaub auf Sansibar plant, könnte er an einem Tag vor Ort behandeln, und an zwei Tagen das lokale, zahnmedizinische Personal weiterbilden, sagte Antje Fleischer.

Lichtteilchen in Wolken

COSCALI ist die Abkürzung für „Collective Scattering of Light“ und der Name eines neuen Forschungsnetzwerkes. Gemeinsam Licht in die Frage, wie Lichtteilchen in einer Gaswolke gestreut werden, wollen Forscherteams in Europa und Brasilien bringen. In Tübingen werden dazu ultrakalte atomare Gase, deren Temperatur nur etwa ein Millionstel Grad über dem absoluten Nullpunkt liegt, mit Lasern beschossen. Der Fachbereich Physik der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Üniversität Tübingen koordiniert das neue Netzwerk, das von der Europäischen Union gefördert wird.

Dammbau in Lustnau

Lustnau bekommt einen Hochwasserschutz: Die Stadt baut nach den teils verheerenden Hochwassern von 1955, 78 und 87 nun einen Damm und ein Auffangbecken, dass man sich wie eine große Badewanne mit einer teils bewegbaren Wand vorstellen kann. Das Becken wird die alte B27 zwischen Lustnau und Bebenhausen kreuzen. Die Wände werden über vier Meter hoch sein und der Bau bis zu vier Millionen Euro kosten. Bei verhältnismäßigen kleinen Hochwassern wird das Becken das Wasser vollständig auffangen. Bei größeren läuft es irgendwann über. Aber selbst dann sollen die Lustnauer fast fünf Stunden mehr Vorwarnzeit als zuvor haben, um ihr Hab und Gut in Sicherheit zu bringen. Widerstand regt sich bei Naturschützern und einigen Bürgerinitiativen.

Neue Broschüre

Wohin mit den Kindern, wenn die Eltern berufstätig sind? Mit einer neuen Info-Broschüre macht die Gemeinde Kusterdingen Eltern die Orientierung leicht. Nicht nur die Rahmenbedingungen wie Öffnungszeiten und Zahl der Plätze in den verschiedenen Einrichtungen werden darin genannt. Fast jedes Kinderhaus ist auch mit einem Foto und einem Portrait seiner Leiterin vertreten und jedes nennt auch seine pädagogische Orientierung und seine Besonderheiten. Erhältlich ist die 27-seitige Broschüre im Rathaus Kusterdingen und in den Verwaltungsstellen der Ortsteile.

Selbst ist der Sportplatzbauer

80 Mitglieder des SSC Tübingen leisteten in den letzten zwei Wochen 1.500 ehrenamtliche Arbeitsstunden beim Bau ihres neuen Sportplatzes. Sie verbauten 200 Tonnen Natursteine zur Befestigung des Hanges. Dadurch kostet die Befestigung nur noch die Hälfte, 40 statt 80.000 Euro. Die Eigenleistung war ein Versprechen an die Stadt. Die hatte zwar schon vor vier Jahren den Bau des Platzes beschlossen, doch die Finanzkrise und das Haushaltsloch verhinderten den Plan fast noch. Eine weitere Bedingung der Stadt war der Umweltausgleich. Ein neues Biotop musste angelegt werden, Eidechsen und Pflanzen wurden umgesiedelt. Die künftige Pflege übernimmt die SSC-Jugend. Einweihung des neuen Platzes wird im Oktober sein. Dann soll auch eine neue Tribüne auf dem Holderfeld stehen.

Förderantrag kommt bald

Die Pläne für die Regionalstadtbahn werden konkret: Der Reutlinger Landrat Thomas Reumann möchte sehr bald den Förderantrag stellen. Noch 2012 soll der fertige Antrag rausgehen. Reumann ist überzeugt, da ein großer Teil des Schienennetzes schon liegt und nur ca. 30% neu gebaut werden müssen, dass die ersten Stadtbahnen schon 2015 oder 16 rollen könnten. Dann wird aber das ganze Netz noch lange nicht fertig sein - die Fertigstellung des insgesamt mit 564 Millionen Euro veranschlagten Projekts wird nicht vor 2020 sein. Ob sich Reumann mit seinen Plänen, die Vorgänge zu beschleunigen durchsetzen kann, werden Gemeinde- und Kreisratstagungen in den nächsten Monaten zeigen.

Standortsuche stockt

Der Regionalverband Neckar-Alb sieht sich bei der Standortsuche für Windräder von der neuen rot-grünen Landesregierung ausgebremst. Die alte Landesregierung hatte den Regionalplan des Verbandes wegen zu weniger Standorte abgelehnt. Kurioserweise akzeptiert die neue Regierung den neuen Plan nun nicht, weil deren neue Vorgaben bestimmen, daß darin nur noch Vorranggebiete und keine Ausschlussgebiete für Windanlagen mehr angegeben werden dürfen. Da fürchten die Regionalplaner jedoch um Naturschutz und Tourismus. Städte und Gemeinden sähen sich zudem ohne Ausschlussgebiete zunehmend mit Anträgen von privater Seite konfrontiert. Sollte die neue Regierung weiterhin auf ihrem Verzicht auf Ausschlussgebiete beharren, so rücke die endgültige Ausweisung neuer Standorte noch einmal in weitere Ferne, befinden die Regionalplaner. Und das mit einer rotgrünen Regierung. Bemerkenswert.

Kindergartenplatzvergabemodi

Durch das vom Gemeinderat jüngst beschlossene "Sofortprogramm" wird jedes Kindergartenkind in Tübingen, das ganztags eine Betreuung braucht, ab September einen Ganztagsplatz bekommen. Das lässt sich die Stadt eine million Euro kosten. In den sädtischen Kinderhäusen, den Kindergärten der Kirchen und den Einrichtungen verschiedener freier Träger und Initiativen, die allesamt aus der Stadtkasse finanziert werden, gibt es momentan 919 Plätze für unter Dreijährige und 2349 Plätze für über Dreijährige.

Mülleimer sucht Aufgabe

Ein neues Müllkonzept wird ab Januar 2013 im Landkreis Tübingen umgesetzt. Denn die kleinen runden Tonnen mit 35 und 50 Litern gelten nach den europäischen Vorschriften und Normen nicht mehr. Wer solch einen Mülleimer schon jetzt im Keller stehen hat, kann diesen an Neubürger im Landkreis abgeben, damit sie noch bis 2013 genutzt werden können. Die Tonne kann kostenlos beim Entsorgungszentrum in Dußlingen abgegeben werden oder über die Gebrauchtwarenbörse im Internet angebeoten werden.



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