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Beiträge & Artikel

Nachrichten vom Montag 25.07.2011

Zeitungsstreik

Von Montag bis Mittwoch dieser Woche sind Zeitungsredakteure in ganz Baden-Württemberg zum Streik aufgerufen. Der Streik ist Teil der Tarifauseinandersetzungen in der Druck- und Medienindustrie, bei denen es um neue Mantel- und Gehaltstarife geht. Der Protest richtet sich vor allem gegen Gehaltskürzungen – um sage und schreibe 25 Prozent für neu eingestellte Redakteure, aber immer noch fünf Prozent für alle. Die Journalisten beklagen außerdem steigenden Arbeitsdruck wegen früherer Personaleinsparungen und sie sehen die Qualität der Tageszeitungen wegen dieser Entwicklungen bedroht. Die Arbeitsbedingungen in den Redaktionen seien so, dass die Presse ihrer öffentlichen Aufgabe nicht mehr angemessen nachkommen könne.

Regionaler Ideenwettbewerb

Die BioRegio Stern zeichnete die Sieger ihres regionalen Ideenwettbewerbs aus. Prof. Hans-Peter Zenner, der ärztliche Direktor der Universitäts-Hals-Nasen-Ohren-Klinik erhielt den Hauptpreis. Seine Projekt ist ein „Rundfensterimplantat mit optischer Strecke“. Das ist der Prototyp eines implantierbaren Hörgeräts, das mit einer geringeren Energieversorgung auskommt. Julia Schütte und Simon Werner vom Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Institut bekamen den dritten Platz. Mit dem Projekt „HepaChip“ entwickelten sie einen organähnlichen 3D-Zellkulturtest, der den Erhalt der natürlichen Leberfunktionen ermöglicht.

Elektromobilität

Oberbürgermeister Boris Palmer sprach letzten Freitag zur Eröffnung einer Fachtagung über Elektromobilität am Geografischen Institut. Tenor seiner Rede war: Elektrische Fahrzeuge sind nur so umweltfreundlich wie der Strom, der sie antreibt Elektroautos im Allgemeinen, findet der Oberbürgermeister im Grunde eine „idyllische Vorstellung“ (Luftreinhaltung, weniger Verkehrslärm). In seinen Augen ist die Umstellung auf Elektroautos allerdings ein eher „langfristiges Projekt“, dass in zehn bis zwanzig Jahren schwer zu realisieren sei. Gründe sind für ihn die immensen Kosten der Elektroautos und die Schwächen des Stromnetzes, welches für Elektroautos noch nicht „gerüstet“ sei. Ein großes Potential sieht Palmer hingegen in den Pedelecs. Das elektrische Fahrrad sei fast so schnell wie ein Auto. Es fahre bis zu 40 Kilometer weit. Man könne es an einer normalen Steckdose aufladen und preislich sei es auch „unproblematisch“. Doch trotz einiger Werbekampagne der Stadt Tübingen findet das Elektrorad bisher keinen reißenden Absatz. Tübingen unterstützt denjenigen, der sich ein Elektroauto kauft, mit einem Zuschuss von hundert Euro, aber nur wenn er gleichzeitig auf Ökostrom umsteigt. Dennoch kann die Elektromobilität, nicht ohne einen intensiven Einstieg in die erneuerbaren Energien gemacht werden. Palmer dazu: „Elektromobilität macht nur Sinn, wenn der Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen wird.“

Gemeinschaftsschule

Die Altinger Grund- und Werkrealschule, die als eine der besten Reformschulen Deutschlands ausgezeichnet wurde, wünscht sich Gemeinschaftsschule zu werden. Beim Landesmodell der Gemeinschaftsschule handelt es sich um ein Modell, das vorsieht alle Kinder gemeinsam, in einem Ganztagesmodell, bis zur zehnten Klasse zu unterrichten. Anschließend kann in einer weiterführenden Schule auch das Abitur gemacht werden. Circa 120 Eltern und Schüler der Altinger Schule besuchten vergangenen Montag die Entringer Gemeinderatssitzung, um sich für die Gemeinschaftsschule stark zu machen. Im Schulumfeld ging die Angst um, die Gemeinde könnte nicht hinter den Plänen stehen. Die überzeugenden Plädoyers der Befürworter und die starken Stimmen aus dem Publikum, machten laut Schwäbischen Tagblatt den stärkeren Eindruck.

Kultur-Fragebogen

Nach den Sommerferien soll das Tübinger Kulturpublikum befragt werden. Doch zuallererst wurde der Fragenbogen von OB Boris Palmer und dem Kulturamt einem Stresstest unterzogen. Zu einer öffentlichen Vorstellung am vergangenen Dienstag, kamen gut 50 ZuhörerInnen. Geprüft wurden die Fragen von Vertretern der Volkshochshcule, verschiedene Filmfestivals, die Musikschule, das internationale Tanzzzentrum InzTanz, Sudhaus, Club Voltair und der Familienbildungsstätte. Ausgewährtet wird die Befragung von dem Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung in Speyer.

Bundesstraßenstau

Tübingens Autofahrer können sich ab diesem Montag auf Staus einstellen. Ab den 25. Juli werden 2,8 km Wegstrecke der B27 von der Kreuzung Schweikhardtstrasse in Richtung Hechingen mit einem neuen Belag versehen. Bis voraussichtlich zum 20. August wird der PKW-Verkehr einspurig durch die Baustelle geführt. Für die LKWs gibt es eine Umleitung. Anschließend geht es mit Belagsarbeiten auf 800 Metern der B28 Richtung Reutlingen in der Hegelstraße weiter. Vom 22. August bis voraussichtlich 7. September wird es hier für den Verkehr Umleitungen und Teilsperrungen geben. Die Baukosten belaufen sich auf ca. 1,1 Millionen € und werden vom Bund getragen

Planungswerkstatt Europaplatz

Die erste Beteiligungsrunde zum neuen Europaplatz ist gelaufen. Nach einem gemeinsamen Rundgang diskutierten die Interessierten über die Entwicklungsziele für den Europaplatz. Wichtige Punkte waren dabei die Umsteigesituation, die Sicherheit und der Europaplatz als Ort der Begegnung und Kommunikation. In fünf Arbeitsgruppen sammelten die Interessierten Ideen und Anregungen für künftige runde Tische. Ein neues Baufeld solle eine kleinteilige Mischnutzung für Handel, Kultur, Wohnen und Begegnung bieten. Die Bussteige könnten eventuell an den Rand weichen, damit der öffentliczhe Raum besser genutzt werden könne. Die Wegbezeichnungen vom Bahnhof in Richtung Schulen und Stadt sollen ansprechend und sicher sein. Nach den Sommerferien geht es weiter mit der Bürgerbeteiligung und der Planungswerkstatt.

Videos im Bus

REUTLINGEN. »Wozu ist Bus fahrengut?« Gute Frage, dachten 30 SchülerInnen der Eduard-Spranger-Schule und begaben sich in den vergangenen Monaten auf die Suche nach Antworten. Diese haben sie nun in 4 Video-Clips und Live-Performences umgesetzt, die ab sofort in 30 von 90 verkehrenden Stadtbussen auf modernen Bildschirmen zu sehen sind. Hier werden Menschen gezeigt, die die Busfahrt nutzen, um zum Fußballspiel zu kommen, um jemanden kennen zulernen oder um Musikinstrumente zu transportieren. Ein einziger Clip mit realen Darstellern zeigt zwei Frauen unterschiedliche Generationen, die sich im Bus treffen und dabei offensichtlich Spaß haben. Bei Eröffnungsfahrt waren nicht nur die Kurzfilme zu sehen. Es gab kurze Kunst – und Akrobatik-Einlagen und musikalische Schmankerl. Kurzweiliger war Bus fahren wohl nie. Aber: Derartige Gesangs-, Trommel-, Akrobatik- und Kunst-Einlagen wird es künftig freilich nicht immer in den Reutlinger Bussen geben, die Clips der SchülerInnen allerdings schon.

Informationsverarbeitung

Multi-Photonen-Fluoreszenz- Mikroskopie heißt die neue Methode, mit der Max-Planck-Wissenschaftler nun dem Großhirn bei der Arbeit zusehen wollen. Bis zu einem Millimeter tief in der Großhirnrinde können damit die Reaktionen der Gehirnzellen bei Wahrnehmungsreizen abgebildet werden. Die Methode soll nun bei Tieren angewendet werden, die gelernt haben, einzelne Objekte zu unterscheiden. Welche Eingriffe bei den Tieren dazu allerdings vorgenommen werden, verrät die Pressemitteilung nicht.

Puzzle für Fortgeschrittene

In Perugias Nachbarstadt Assisi werden Informatik-Tüftler für Kleinteiliges gesucht. Nach dem Erdebeben im September 1997 blieben von den kostbaren Deckenfresken von Großmeister Giotto („Tschotto“) in der Franziskus-Kirche über 300 000 Bruchstücke. Mehr als 500 Restauratoren haben inzwischen in 60 000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden 220 000 Bruchstücke mit Hilfe eines Computerprogramms wieder zusammengefügt. Weitere 80 000 Bruchstücke aus dem Eingangsgewölbe der Basilika sind aber zu klein für das bisher verfügbare Computerprogramm.



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