Login

 Infos und Regionales


LOKALMAGAZIN


Beiträge & Artikel

Libertäre Queerulant*innen und Queere Hochschulgruppe

Das Ziel, das Prinzip der Zweigeschlechtlichkeit und der Hetero-Normativität zu stören, eint die Libertären Queerulant*innen und die Queere Hochschulgruppe Tübingen. Je ein Vertreter beider Gruppen war bei uns zu Gast. Marco Kammholz von den Queerulant*innen verortet seine Gruppe politisch im linken, teils anarchistischen Bereich. Er nennt sie "praxisorieniert" und "weniger akademisch". Akademischer ist selbstverständlich die Hochschulgruppe, vertreten durch Samantha Gorzelniak.

Sie kämpfen dagegen, sich im Alltag - auf Formularen wie auch Toiletten - immer als entweder männlich oder weiblich einordnen zu müssen. Samantha stört dieses "Zwei-Schubladen-System", sie will "unendlich viele Schubladen aufmachen", in der Hoffnung, dass Schubladen am Ende nicht mehr wichtig in ihrer Bedeutung sind. In diesem Sinne gehen die Gruppen weit über das allseits bekannte schwul-lesbische Spektrum hinaus und wollen bi-, inter- und transsexuelle sowie queere Menschen ansprechen und einschließen. Was das alles genau ist, und welche Probleme solche Menschen haben, berichten Marco und Samantha im Interview. Außerdem sprechen sie über Schönheitsideale, Sexismus und den Versuch, eigentlich beleidigende Begriffe umzudeuten.

Zwei gemeinsame Aktionen beider Gruppen hat es bisher gegeben. Die erste war ein Kiss-In am Tübinger Holzmarkt am Tag gegen Trans- und Homophobie. Wir waren vor Ort und haben uns mit Organisatoren, Zuschauern und Küssern unterhalten. Den Bericht könnt Ihr hier anhören.





Die zweite gemeinsame Aktion von Libertären Queerulant*innen und Queerer Hochschulgruppe ist die "Initiative offene Räume". Zum Beispiel Bars und Läden, die in ihren Räumen gegen Trans- und Homophobie eintreten, werden an der Tür durch einen Aufkleber gekennzeichnet. Dass die Gruppen das für nötig halten, zeigt wohl, dass es immer noch  Diskriminierung Homo- und Transsexueller in Deutschland gibt. Im Interview schauen wir aber auch über den mitteleuropäischen Tellerrand hinaus nach Osteuropa, wo es Angriffe auf CSDs gibt. Das ganze Interview gibt es hier zum Nachhören.




Audio

Download (56,83 MB)
Interview-Queer-Gruppen.mp3


Download (6,07 MB)
Beitrag-Kiss-In.mp3





Freies Radio Wüste Welle, Hechinger Str. 203, 72072 Tübingen :: +49 7071 760 337 :: buero@wueste-welle.de