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LOKALMAGAZIN


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Nachrichten vom Montag 28.02.2011

Deutschland- Stipendium

Die Universität sucht aktuell Geldgeber fürs Deutschlandstipendium. Die Kosten des Stipendiums teilen sich Bund und private Stifter. Wer begabt und vielleicht noch gesellschaftlich engagiert ist, soll die Chance auf 300 Euro im Monat haben. Stipendiat wird nur wer sehr gute Noten vorzuweisen hat, so schreibt es der Gesetzgeber vor. Auch können weniger als 1% aller Studenten einer Universität das Stipendium bekommen.

Neues Gymnasium

Für Nehren, Dusslingen und Gomaringen entsteht zur Zeit das Neue Karl- von-Frisch Gymnasium auf dem Höhnisch. Ausgelegt ist das Gebäude auch für Ganztages-Betreuung und es soll von über 800 Schülern genutzt werden.

Ökologisches Jahr

Derzeit suchen vier Tübinger Einrichtungen Freiwillige für das ökologische Jahr. Eine Einrichtung ist zum Beispiel das Tübinger "Ökomobil". Es fährt durch den gesamten Regierungsbezirk, um Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Natur näher zu bringen. In Baden Württemberg beginnt das "FÖJ" (Freiwilliges ökologisches Jahr) immer zum 1. September. Wer die Schule beendet hat und zwischen 16- 27 Jahren ist, darf mitmachen. Die Freiwilligen erhalten rund 180 Euro Taschengeld im Monat, sowie Wohnungs- und Verpflegungsgeld. Bei der Bewerbung gilt, je früher man sich bewirbt desto besser. So erhöht man die Chancen einen Platz in der bevorzugten Einrichtung zu ergattern.

Intendanz ungewiss

Die LTT Intendantin Simone Sterr hat überraschend um Bedenkzeit gebeten. Ihr Vertrag soll um Zwei Jahre verlängert werden. Schuld daran hat die zugespitzte finanzielle Situation.

Spielsüchtig

Streetworker stellen in Tübingen einen besorgniserregenden Trend zur Spielsucht fest. Unter der Woche ist das Büro der Sozialpädagogen Dirk Steurer und Barbara Bertelsmann Anlaufstelle für Jugendliche im Alter von 14- 27 Jahren, die verschiedenste Probleme haben. Die beiden arbeiten jedoch auch auf der Straße, sie spüren Treffpunkte von Jugendlichen auf und versuchen die Atmosphäre solcher Plätze einzufangen . Voraussetzung ist, dass die Jugendlichen ihre Anwesenheit aktzeptieren. Es handelt sich um eine "aufsuchende" Arbeit. Ein Treffpunkt in Tübingen ist der Europaplatz, dort finden sich gute infrastrukturelle Voraussetzungen. Ein Supermarkt, ein Schnellimbiss und Möglichkeiten sich unterzustellen, locken die Jugendlichen auf den Europaplatz. Die zwei Streetworker beobachten mit Sorge, dass immer mehr Jugendliche, vorallem Jungen, an den Spielautomaten hängen bleiben, die in Bahnhofsnähe aufgestellt sind. Die Jugendlichen würden oft ihren kompletten Lebensunterhalt für einen Monat verzocken, so Dirk Steurer. Ein Jugendcafe am Europaplatz halten beide für ein sinnvolles Angebot, vielleicht sogar mit der Möglichkeit etwas zu essen.

Klimaschutz

Bis 2012 wird die Agentur für Klimaschutz vom Landkreis, den Stadtwerken Mössingens, Rottenburgs und Tübingens sowie von der Handwerks- und Architektenkammer finanziert. 4 Angestellte teilen sich dort 2,8 Stellen. Die ursprüngliche Aufgabe der Agentur war die Beratung von Haus- und Wohnungseigentümern. Obwohl die Anfragen von Interessenten zurückgingen, konnte die Agentur Investitionen in Höhe von geschätzten 20 Millionen anstoßen. Inzwischen sieht sich die Agentur eher als Kommunikationsmotor für die Energiewende. Unter der Leitung von Bernd Thomas Hamm wurde der Jugend-Klimagipfel in Rottenburg angestoßen, die Energie-Sparhelfer koordiniert und eine breite Vernetzung betrieben. Nun sollen für ein integriertes Energiekonzept Neckar-Alb konkrete Projekte entwickelt werden.

Vier Häuser gekauft

Die 4 Häuser in Tübingen, die als weiters alternatives Wohnprojekt mit dem Modell des Freiburger Mietshäuser Syndikat finanziert wurden, sind nun in den Besitz der neuen Eigentümer übergegangen. Am Ende der Planungsphase hatten wir Ende letzten Jahres zukünftige Bewohner der Wohngemeinschaften im Lokalmagazin als Gäste eingeladen.

Akuter Bewerbermangel

Nach Schätzungen des Instituts der deutschen Wirtschaft fehlen in in Deutschland derzeit 50 000 Fachkräfte in der Altenpflege. Tendenz steigend. Viele Fachkräfte zieht es ins Ausland. Die Schweiz liegt im Südwesten auf Platz eins. Während das Angebot an Fachkräften stagniert, steigt gleichzeitig die Nachfrage.

Mitglieder gesucht

Das Tübinger Werkstadthaus im Französischen Viertel sucht Unterstützer und neue Mitglieder. Das Haus als „Werkstadt für Eigenarbeit“ gibt es seit 2002, und wird von Ehrenamtlichen getragen. Mittlerweile kann der Verein die Kosten aus den Nutzungsgebühren, der Raumvermietung für Seminare und Feste und dem städtischen Zuschuss nicht mehr aufbringen. Die Miete, Nebenkosten, die Wartung der Maschinen und für neue Geräte werden jeden Monat 1.500 Euro gebraucht. Das Werkstadthaus bietet für Hobbyhandwerker- und Künstler eine Werkstadt und die verschiedensten Werkzeuge, wie Sägen, Schrauben, Schleifmaschinen, Töpferscheibe und Brennofen, große Tische und einen unempflindlichen Boden! Zusätzlich kann man von Ehrenamtlichen Helfer- und Helferinnen eine Anleitung zum jeweiligen Handwerk bekommen. Zweimal in der Woche gibt es eine Kinderwerkstadt. Im Untergeschoss entsteht im Moment eine Snowboard-Presse, die sich Jugendliche zusammenschreinern. Kommen kann jeder, der etwas werkeln möchte. Die Fördermitgliedschaft gibt es ab 4 Euro im Monat. Im übrigen ist das Werkstadthaus für alle aus Tübingen und auch Auswärts offen.

Wettbewerb

Am vergangenen Montag überreichten Mitarbeiter von dm-Drogerie Markt fünf Projektgruppen aus Reutlingen und Umgebung Urkunden und Schecks über je 1000 Euro. Drei weitere Projekte fördert dm mit insgesamt 750 Euro. Sie alle waren dem Aufruf von dm-Drogerie Markt und der Deutschen UNESCO-Kommission gefolgt und hatten sich mit ihren nachhaltigen Ideen beim Wettbewerb "Ideen Initiative Zukunft" beworben. Deutschlandweit beteiligten sich mehr als 4500 Gruppen an dem Wettbewerb. Daraus nominierte die Jury aus Experten von dm und der Deutschen UNESCO-Kommission rund 2800 für Kunden-Abstimmungen in den dm-Märkten.

Abholzung

Diese Abholzaktion fand auch den Beifall der Anrainer und Spaziergänger: die Stadt Reutlingen läßt am Mittelstädter Buchbach 100 Pappeln fällen. In den Nachkriegsjahren pflanzte man schnellwachsende Bäume. Jetzt werden die Kronen der ca. 30 m hohen Pappeln bereits morsch und zur Gefahr für Spaziergänger und die Pächter der angrenzenden Gütle. Durch ihre flachen Wurzeln können sie auch Stürmen nicht gut widerstehen. Jetzt sollen statt der für einen Bachlauf ganz und gar nicht naturnahen Pappeln die viel naturgemäßeren Eschen, Erlen und Eichen zum Zuge kommen.

Kriminalitätsbericht

Ein Rückgang der Straftaten um 9,3 Prozent, Tiefstand bei der Jugendkriminalität, dazu eine Aufklärungsquote, die mit 61,8 Prozent satt über dem Landesdurchschnitt liegt: Die Bilanz der Polizeidirektion Reutlingen fällt positiv aus - und das, obwohl sie im vergangenen Jahr mit weniger Personal auskommen musste. "Wir sind sehr zufrieden", zog der Leitende Polizeidirektor Franz Lutz bei der Vorstellung des Kriminalberichts Bilanz. Die fiel freilich nicht rundum positiv aus: Sorge macht weiterhin die Gewaltkriminalität, die sich zunehmend auch gegen Polizeibeamte richtet.



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