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Nachrichten vom Freitag 25.02.11

Hörgeräte Revolution

Tübinger Forscher entwickeln ein winziges implantierbares Hörgerät. Bei vielen konventionellen Hörgeräten haben die Patienten Probleme die übetragenen Schallwellen zu verstehen, da diese mitunter verzerrt sein können. Das implantierbare Hörgerät wird direkt ins Mittelohr eingesetzt. Dort werden Vibrationen direkt auf die Gehörschnecke übertragen. Die Klangqualität dieser Geräte sei außerordentlich gut, so Hans Peter Zenner, Direktor der Tübinger HNO- Klinik und Mitgleid des Forscherteams. Das Forschungsprojekt wurde vergangenes Jahr vom Bundesforschungsministerium mit drei Millionen Euro gefördert.

Neue Vorfahrtsschaltung

Tübingens Ampeln seien laut Tü-Bus Geschäftsführer Hans-Jürgen Henning eine „vielschichtige Materie“. Die Angelegenheit ist sogar so vielschichtig das eine mit dieser Materie beauftragte Firma kurzerhand ihre Zusammenarbeit mit der Stadt beendet hat. Leider ohne die Ampeln in der Wilhelmstraße oder in der Reutlingerstraße in einem zufriedenstellendenden Zustand zu hinterlassen. Das bringt Nachteile für den Individualverkehr und bring den Bussen des Stadtverkehrs leider garnichts. Deshalb will OB Palmer eine schnelle Nachbesserung die gleichzeitig auch eine Lösung des Problems darstellen soll. Die Nachbesserung solle laut Palmer hoffentlich nicht noch einen 6-stelligen Betrag kosten. 1,5 Mio Euro hat das Projekt Ampeln nämlich schon verschlungen.

Kulturgut Pausa

Am letzten Wochenende wurde die Tonnenhalle auf dem alten Pausa-Gelände in Mössingen eingeweiht. Der Innenhof des Pausa-Areals trägt nun den Namen „Löwenstein-Platz“. Besondere Ehrengäste waren 11 Nachkommen der Brüder Artur und Felix Löwenstein, die die Mössinger Pausa gegründet hatten und die von den Nazis enteignet wurden. Der 87-jährige Harold Livingston, Sohn von Artur Löwenstein, sprach zur Eröffnung der Halle, in der nun die Bücherei und eine Sozialstation untergebracht ist. Die 86-jährige Doris Angel, Tochter von Felix Löwenstein, berichtete während des darauf folgenden Erinnerungsabends von den künstlerischen Beziehungen zwischen den Pausa-Gründern und dem Bauhaus. Auf großer Leinwand wurden die Fotos ihrer Mitbringsel gezeigt: Decken, die in den zwanziger und dreißiger Jahren in der Pausa bedruckt wurden. Nun hofft nicht nur der 2007 gegründte Löwenstein- Forschungsverein auf ein Pausa-Museum.

Stadtpost- Umbau

Die ehemalige Stadtpost in dem Tübinger Haus an der Ecke Hafengasse/ Neue Straße wurde vor einem Jahr verkauft. Danach zog dort eine Filiale der Buchhandlung Osiander ein. Nun zog sie wieder aus und die neuen Eigentümer begannen mit dem Umbau des Hauses. Wer die neuen Besitzer sind ist noch unbekannt, und auch was genau mit dem Gebäude passieren soll. Allerdings weiß Baubürgermeister Cord Soehlke, das sich die Fassade verändern und das Erdgeschoss eine Verkaufsfläche werden soll. Zusätzlich ist ein neuer, großer Eingang geplant. Umgebaut werden kann das Gebäude ohne weiteres, da es nicht unter Denkmalschutz steht. Die Bauherren müssen sich lediglich an der Altstadtsatzung orientieren. Damit hat die Hafengasse eine weitere Baustelle dazu bekommen. Seit Juli 2010 wird der Spielwarenladen Dauth umgebaut. Und auch in der Pfleghofstraße wird es bald eine Baustelle geben. Die Sigmaringer Firma Steidle möchte dort ein Haus abreißen und dann neu bauen. Allerdings müssen laut Cord Soehlke noch Details geklärt werden, dann kann das Projekt realisiert werden.

Hochwasserschutz

Einstimmig und ohne Diskussionen wurde der Bau des aus mehreren Dämmen bestehenden Hochwasserschutzes für Lustnau beschlossen, hierfür wurden jetzt zum Leid mancher Bürger einige Bäume gefällt. Offizieller Baubeginn des viereinhalb Millionen Euro Projekts ist dann im April. Durch den Bau wir der Verkehr zwischen Lustnau und Bebenausen für etwa 8 Wochen beeinträchtigt werden.

Baustopp im Neckartal?

Der Tübinger Landwirt und langjähriger Stadtrat Peter Bosch spricht sich gegen die Ausweisung neuer Gewerbegebiete im Nerckartal aus. Allenfalls Richtung Lustnauer Sportplatz oder den Traufwiesen sei eine Erweiterungsmöglichkeit des angrenzenden Gewerbegebiets denkbar, sagte OB Palmer gegenüber dem Schwäbischen Tagblatt. Dem grünen Oberbürgermeister ist es jedoch wichtig, den Schaden für Mensch und Natur möglichst gering zu halten. Die Flächen beim Lustanuer Sportplatz sowie die Traufwiesen sind per Verordnung des Landratamtes geschüzt. Es handelt sich um Wasserschuitzflächen. Aus den dortigen Brunnen im Neckartal stammt ein Sechstel des Tübinger Trinkwassers. Peter Bosch sagte des weiteren, dass auf diesen Flächen auch Überschwemmungsgefahr herrsche. Wolle man dort bauen, müsse man erst den Neckardamm erhöhen. Boris Palmer sagte, dass die bereits ausgewiesenen Flächen noch 10 Jahre halten würden. Dannach droht eine neuerliche Auseinandersetzung über die Flächen in Lustnau.

Zankapfel Milchwerk

Ein weiteres städteplanerisches Großprojekt kündigt sich in der Gemeinderatssitzung am Montag an: Die Stadt Tübingen will das Grundstück Rappstraße 21 samt dem Gebäude der einstigen Molkerei erwerben. Eine runde Million Euro, vom Kauf über Abbruch bis zu den Nebenkosten, soll der Rat der Verwaltung dafür genehmigen. Und was hat die Bauverwaltung am westlichen Eingang in die Altstadt vor? Zunächst einmal, sagt Stadtplanungschef Tim von Winning, „wollen wir unsere Gestaltungsmöglichkeit sichern“.


Rennen für Nepal

4085 Euro spendeten gestern Schülerund Schülerinnen des St.-Meinrad-Gymnasiums Tübingen für eine Schule in Nepal. Das Geld sammelten sie mit einem Sponsorenlauf, der ein ganzes Jahr lang dauerte. „Schülerbeine machen Schule“ hieß die Aktion, bei der 270 Schüler der sechsten, siebten und achten Klassen über ein ganzes Jahr hinweg im Sportunterricht Spenden erliefen. „Die Idee war, Schüler in Bewegung zu bringen und zugleich dafür zu sorgen, dass damit weniger privilegierte Kinder Unterstützung bekommen“, erklärte Initiator Christoph Deschler, Lehrer für Sport und Physik. Die Schüler suchten sich Sponsoren, die ihnen pro gelaufenem Kilometer 25 Cent zahlten, und so drehten sie im Sportunterricht Runden im Stadion, machten Strecke bei Staffelläufen oder mit dem Ball am Fuß. Ganz bewusst hatten die Sportlehrer die Aktion nicht auf einen Tag begrenzt. „Das sollte schon trainingswirksam sein“, sagte Deschler, aber auch einen pädagogischen Effekt haben, damit die Kinder und Jugendlichen das Durchhalten mit Blick auf ein hochgestecktes Ziel lernen.

Meistermagier

Vor zwei jahren gewann er in Perking den Weltmeistertitel in der Sparte „Großillusion“, in der elften Tübinger Zaubergala am 20. Februar zeugte er sein Können. Nun verriet Zauberkünstler Julius Frack alias Stefan Zucht das Geheimnis geglückter Magie: Humor. Die Tricks, sagt er, könne man allesamt in Büchern nachlesen. Humor brauche er auch, wenn doch einmal etwas daneben geht oder das Versuchskaninchen aus dem Publikum ihm die Show stehlen möchte. Allerdings darf der Humor nicht am Geweih des Platzhirsches sägen, vor allem nicht bei einer Firmenfeier, wenn der Chef den manipulativen Künsten des Magiers zum Opfer fällt. Aber vielleicht hat Stefan Zucht hinter seiner Erklärung das eigentliche Geheimnis der Magie versteckt: die wirkliche Kunst ist nicht die Manipulation der Gegenstände, sondern die des Publikums.



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