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AKTUELL 20.08.2018
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Mit Pauken und Trompeten in die Feiertage


Unter dem Motto "Ein Schritt zurück? Nein! Anlauf fürs neue Jahr!" zogen die Studierenden, die seit etwa sechs Wochen den Tübinger Kupferbau besetzt gehalten hatten, am vergangenen Donnerstag vorerst aus. Die Besetzer wurden diesmal nicht von Uni-Leitung und Polizeigewalt zum Auszug genötigt, sondern zogen freiwillig in die „Weihnachtsferien“.



Besinnlich war der Auszug allerdings nicht. Nach einer studentischen Vollversammlung, dem Plenum zusammen mit Vetretern des Rektorats und einer Auszugsparty mit „Los Franco Neros“ am Mittwoch abend fand am Donnerstag im direkten Anschluss an den Auszug eine weitere Demo in Tübingen statt.
Die mehr als 300 Teilnehmenden zogen durch die Tübinger Innenstadt und machten noch einmal mit Transparenten und Sprechchören auf ihre Forderungen und den Notstand im deutschen Bildungssystem aufmerksam. Am Zinser-Dreieck entstand dann nochmal eine spontane Sitzblockade, die allerdings aufgrund der eisigen Kälte nur etwas mehr als eine Viertelstunde andauerte. Die Studierenden betonten, dass der Auszug alles andere als eine Kapitulation darstellen soll. Niemand solle glauben, dass wichtige Forderungen der Protestierenden seitens Uni oder Politik erfüllt worden seien. Vielmehr fahre die Politik eine Hinhaltetaktik, der die Massenmedien großteilig auf den Leim gingen.



Nach einem kalten Winter sei also ein heißer Frühling zu erwarten, was die Studierendenproteste angeht. Mehr über die Besetzung und die politischen Forderungen gibt es im neuen Rätetä Nr. 55, das in Tübingen ausliegt und auch zum Download bereitsteht auf tuebingenbrennt.de, dazu gibt es Informationen bei tuewas.org, fsrvv.de und bei Twitter: @tuebingenbrennt

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