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Nachrichten vom 17.7.09
Vor der eigenen Tür kehren
Die städtischen Müllmänner sollen bleiben. Dafür möchte die Stadt Tübingen eine EU-weite Ausschreibung umgehen. Nach dem Vertragsende zwischen Stadt und Landkreis müsste der Kreis 2012 eigentlich die Müllabfuhr in der ganzen EU ausschreiben. Der städtische Entsorgungsbetrieb mit 19 Mitarbeitern sei teurer, als Unternehmen auf dem freien Markt. Allerdings unterstützen die Müllmänner auch den Winterdienst, der sonst wiederum teurer wäre. Alternativ zur Ausschreibung könnte der Kreis die Abfallentsorgung an Tübingen zurück übertragen. Dafür müsste Tübingen eine neue Verwaltung für Abfallwirtschaft aufbauen und neue Preise machen. Eine weitere Möglichkeit wäre ein gemeinsamer Zweckverband von Stadt und Kreis. Die Müllgebühren blieben dann kreisweit gleich und es fielen keine neuen Verwaltungsstellen an. Der neu gewählte Kreistag muss sich nun mit der Stadt und dem Gemeinderat abstimmen, wer künftig in Tübingen den Müll einsammelt.
Stadt profitiert vom Streik
Die Stadt Tübingen hat durch den Streik der Erzieherinnengehälter eingespart. Trotz der Bemühungen der Stadt, gut erreichbare Ersatzbetreuungen anzubieten, sei nicht alles glatt gelaufen, so die Fachbereichsleiterin Uta Schwarz-Österreicher. Die Stadtverwaltung sei vor allem anfangs oft zu spät informiert worden. Die vom Streik betroffenen Eltern bekommen jedoch nur die Verpflegungskosten zurückerstattet. Die Einsparungen kämen aber dem Sachbudget der einzelnen Einrichtungen zugute. Sie bedauerte, daß die Gewerkschaft „Verdi“ bislang eine Notvereinbarung bei weiteren Streikaktionen ablehne.
Fit im Alter
Letzten Samstag startete die Tübinger Aktionswoche für Ältere. Ganz nach dem Motto „Gesund und aktiv älter werden in Tübingen“ strömten hunderte Senioren in den Alten Botanischen Garten. Dort wurden zahlreiche Sportarten angeboten: Von tanzen, walken und Boule spielen bis hin zu griechischem Volkstanz und Tai Chi. Bei der Familienbildungsstätte wurden Akupressurpunkte gedrückt, das Rote Kreuz warb mit 80 Seniorengymnastikgruppen im ganzen Landkreis, und beim Alpenverein hing das Jahresprogramm der Seniorenwanderungen aus. Dass Sport Spaß macht, war bei den fröhlich plaudernden Senioren jedenfalls nicht zu übersehen. Die Aktionswoche mit einer Vielzahl von kostenlosen Sport- und Bewegungsangeboten läuft noch bis heute (Freitag).
Der Wärme-Kanal
Die Stadt Tübingen hat eine neue Energiequelle erschlossen: die Wärme, die im Abwasser steckt. Denn unser Abwasser hat selbst im tiefsten Winter oft mehr als 10°C. Das wird ab jetzt genutzt: und zwar mithilfe eines Wärmetauschers in der Sohle des Abwasserkanals. Zum Einsatz kommt diese neue Technologie zuerst in der Aischbachschule und im Kinderhaus Weststadt. Die Stadtwerke werden die Anlage bauen und betreiben. Rund 250 000 Euro sollen dabei in Wärmepumpe, Wärmetauscher und die notwendigen Tiefbauarbeiten investiert werden. Was das Projekt bundesweit einmalig macht: In Tübingen soll dem Abwasser genau dort die Wärme entnommen werden, wo man sie auch verbraucht. So wird ein komplettes Bildungszentrum beheizt. In anderen Städten dagegen waren die Wärmetauscher immer nahe bei der Kläranlage installiert worden. In Tübingen soll nun ein einfacher Kreislauf die ansonsten nutzlos zur Kläranlage abfließende Wärme verfügbar machen. Vorab werden auf der Sohle des Kanals Metallplatten verlegt. Darunter strömt in einem geschlossenen Kreislauf kühleres Wasser, das durch das Abwasser im Kanal angewärmt wird. Über Förderpumpen wird das erwärmte Wasser zur Wärmepumpe und zum Verbraucher transportiert. Das dort wieder abgekühlte Wasser wird zurück in die Kanalsohle gepumpt. Standort für die Technik soll der frühere Heizraum der Aischbachschule werden. Die Stadtwerke jubeln über die hohe Effizienz des Modellprojekts: Die einzige zusätzliche Energie, die in dem ganzen Prozess nötig ist, brauchen die Förder- und Wärmepumpen. Diese sollen mit Erdgas betrieben werden. Auf diesem Weg hat das Gas einen Wirkungsgrad von über 150 Prozent. Außerdem soll bald auch das ehemalige Egeria-Areal mithilfe dieser Technologie beheizt werden können.
Smarties für Jungforscher
Tübingens Kinderuni bot am letzten Samstag 200 Jungforschern zwischen sieben und zwölf Jahren in Labors, Instituten und Hörsälen schmackhafte Kostproben um Appetit zu machen auf die Wissenschaft. Da zog zu diesem sechsten Kinderforschertag beispielsweise ein Modellauto räderlos seine Bahnen – ein Supraleiter und flüssiger Stickstoff machten es möglich. Und mit flüssigem Stickstoff wurden Seifenblasen und Äpfel glashart gefroren. Und Joghurt in Speiseeis verwandelt. Die Smarties dienten zur Erklärung, was Temperatur eigentlich ist. So bekommt man doch auch als ausgewachsenes Kind noch Appetit auf Wissenschaft....
Radio mit allen Sinnen
Das Tübinger Stadtfest bietet in diesem Jahr ein Novum: Zum ersten Mal überträgt das Freie Radio für Tübingen und Reutlingen live aus der Innenstadt. Die Wüste Welle wird an beiden Tagen des Stadtfests von 16 bis 22 Uhr die Vereine vorstellen, mit den Vertretern der Partnerstädte plaudern und Umfragen aus der Stadt und Musik von der Schöner-Wohnen-Bühne senden. Wir bringen die Atmosphäre des Stadtfests in die Wohnzimmer unserer Hörer. Unser mobiles Studio steht in der Kornhausstraße vor dem Stadtmuseum. So können die Besucher des Stadtfests das Freie Radio nicht nur hören, sondern auch sehen. (Vor dem Anfassen bitte fragen.) Die Höhepunkte des Programms: Am Freitag feiert die Wüste Welle ihren 14. Geburtstag und ihr könnt mitfeiern, ob in der Stadt oder on air. Und am Samstag Nachmittag ab halb fünf bekommen wir Besuch von den Vertretern der Partnerstädte Monthey, Perugia und Petrosawodsk. Das Stadtfest beginnt heute, am Fr. dem 17.7.2009 in der Tübinger Innenstadt. Um 17 Uhr findet die offizielle Eröffnung durch Oberbürgermeister Boris Palmer statt.
Partnerstädte bleiben unsichtbar
Der Tübinger Jugendgemeinderat ist mit einer Initiative vor dem Gemeinderat gescheitert. Angeregt durch ein Bild des Tübinger Marktplatzes in Petrosawodsk, wollten sie die Tübinger Partnerstädte auf Schautafeln mit Bildern und Text präsentieren und so in das Tübinger Stadtbild einfügen. Vorschläge für Orte waren der Bahnhof und einige andere Plätze. Der Vorschlag scheiterte vor allem aus Kostengründen vor dem Tübinger Gemeinderat. Die Kosten wurden zwischen 10.000 und 20.000 Euro geschätzt.OB Boris Palmer lobte zwar die Idee für das Projekt, hielt aber den Daumen weiter fest auf der Portokasse.
Ausgezeichnete Jugend
50 Jugendliche wurden für ihr Engagement in Mössingen geehrt. Die Sprecherin der Mentoren Ute Drews lobte Mössingen als attraktivste Stadt was Jes-Projekte anbelankt.Seit Dezember 2008 ist Mössingen eine von 39 baden-württembergischen Gemeinden die sich offiziell „Jes-Kommune“ nennen dürfen. Von 600 Jugendprojekten im ganzen Land Baden-Württemberg sind 100 allein in Mössingen realisiert worden. SPD-Fraktionschef Dr. Dieter Schmidt welcher stellvertreten für OB Werner Fifka die Urkunden und Kinokarten für die Jugendlichen überreichte, würdigte auch die Mentoren die den Jugendlichen mit Rat und Tat zur Seite standen. Beim Projekt „Mädchennachmittage im Mädchencafé“, betreut von Susanne Wiech-Balduf, kochten, spielten und bastelten neun Mädchen mit Erst- bis Fünfklässlerinnen. Und auch mit Senioren im Altersheim. Im Januar gab‘s dafür in Tübingen sogar den Lilli-Zapf-Preis.
Zu den Projekten, die zertifiziert wurden, gehören zum Beispiel:
- „Engagement im Mütter- und Familienzentrum“ mit Mentorin Dr. Erika Klapper,
- Das Projekt Tischmanieren mit den Mentorinnen Rita Pehlke-Seidel, Sabine Goller und Meike Stumpf
- Die Pflege der Rindenschrotbahn und Veranstaltung von Rekordläufen
- Das Großprojekt „Dirt-Bike-Anlage“ mit 18 Jugendlichen mit Betreuer Thomas Niederich
- Und das Projekt „Hip-Hop-Jam“ mit Mentor und Jugendpflegeleiter Thomas Häussler. Im Zusammenhang mit diesem Hip Hop projekt wurde auch im Landratsamt Tübingen 18 Jugendlichen und jungen Erwachsenen zusätzlich zum Mössinger Jes-Zertifikat eine Bürgermentorenurkunde verliehen.
Uff d'r schwäbsche Eisabahn
Die Ammertalbahn feierte am Samstag am Entringer Bahnhof ihr 100 Jähriges Bestehen. Bis zum 31. Juli 1999 war die Trasse von Tübingen nach Herrenberg 33 Jahre lang stillgelegt. Nun zählt sie aber wieder zu den ganz wichtigen Verkehrsadern der Region. Beim Festakt im vollen Zelt tummelten sich Landräte, Bürgermeister, Landtags- und Bundestagsabgeordnete. Landrat Walter war mit der Bahn bis nach Entringen gefahren, und traf dort seinen Böblinger Kollegen Roland Bernhard. „Beiden Kreisen ist die Bahn lieb und teuer“, so Walter. Tübingen und Böblingen subventionieren die Strecke im Verhältnis 4:1. In Zukunft wird über eine Elektrifizierung der Bahnstrecke nachgedacht. 5000 Fahrgäste täglich waren 1999 geplant, mit 8000 Fahrgästen die 2008 die Ammertalbahn in Anspruch nahmen ist die Strecke mehr als ausgelastet.
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