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Weltfrieden und Geschlechtergerechtigkeit - der iranishe Baha'i-Glaube

Zwei iranische Frauen, Teil der religiösen Baha'i-Gemeinde, waren bei uns zu einem Interview bei fem*rasant zu Gast. Wir redeten mit den beiden Frauen über ihren Glauben, aber auch über die aktuelle Situation im Iran.

Beide Frauen kamen vor über 40 Jahren aus dem Iran nach Deutschland, da sie als Angehörige des Baha'i-Glaubens politisch verfolgt wurden. Auch heute ist dies noch der Fall. In Deutschland sind sie gut angekommen und sie konnten hier lernen, studieren und arbeiten. Auch sozial engagieren sie sich in verschiedenen Gruppierungen, aber auch auf Lesungen zur Situation im Iran sowie über ihre Religion.

 Der Baha'i-Glaube ist in der Mitte des 19. Jahrhunderts im Gebiet des heutigen Irans entstanden, auch, wenn dessen Angehörige nun schon jahrzentelang dort unter dem islamistischen Regime verfolgt werden. Die Hauptlehren des Glauben sind Weltfrieden, sowie Geschlechtergerechtigkeit. Beide Iranerinnen, die bei uns zu Gast waren, genossen dank ihren Baha'i-Familien gute Bildung und berichten, dass deren Eltern sie nicht anders behandelten, nur, weil sie Frauen sind. Natürlich aber gibt es in der Realität dann doch Unterschiede. Vor allem in den älteren Generationen seien patriarchale Ansichten dann doch noch verbreitet.

Die aktuelle Situation im Iran wühle die beiden sehr auf. Sie bangen um das Land, aber natürlich auch um dessen Kultur und die Menschen, die gerade besonders von dem Konflikt betroffen sind. Von der deutschen Regierung und den öffentlichen Medien wünschen sie sich mehr öffentliche Statements, Berichterstattung und humanitäre Hilfe.


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