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Bundestagswahl - Wie funktioniert sie? Warum ist sie wichtig?

Alle 4 Jahre wird in der Bundesrepublik eine neue Besetzung des Bundestags gewählt, dadurch wird indirekt auch der neue Kanzler*in festgelegt. Gewählt wird der Bundestag mittels zwei Stimmen, die jeder Wähler hat. Zur Auswahl stehen politische Parteien und ihre Direktkandidaten.

Die Bundesrepublik Deutschland ist eine föderale repräsentative Demokratie. Wie in jeder Demokratie werden Vertreter des Volkes in ein Parlament, das ist der Bundestag, gewählt. Üblicherweise organisieren sich die Vertreter mit ähnlichen Ansichten jeweils in Parteien, die dann zur Wahl stehen. Die Parteien im Bundestag schlagen neue Gesetze vor, bespreche diese und wählen den neuen Bundeskanzler*In. Das tun sie vier Jahre lang, dann muss laut Verfassung eine neue Wahl stattfinden.

Für die Bundestagswahl hat jeder Wähler zwei Stimmen. Mit der ersten Stimme wählt man direkt einen Kandidaten aus der Region, der im Bundestag als Abgeordneter sitzen darf, wenn er die Mehrheit aller Wählerstimmen aus der Region bekommt. Dieser Direktkandidat kann einer Partei angehören, doch es gibt auch viele freie Kandidaten, die nicht Mitglieder einer Partei sind. Mit der zweiten Stimme wählt man eine Partei, die dann ihre abgeordneten Mitglieder in den Bundestag schickt.

Die Parteien geben meistens vor der Bundestagswahl an, welche Standpunkte, Kandidaten und Ideen sie haben. Dazu geben sie meistens bekannt, welchen Politiker sie als Bundeskanzler möchten oder welchen Kandidaten sie selber stellen. Diesen Kandidaten für den Kanzlerposten nennt man den"Spitzenkandidaten" einer Partei. In der Zeit vor der Wahl machen sie viel Werbung mit ihren Ideen, Lösungsvorschlägen für Probleme oder den Gesichtern und Zitaten ihrer Spitzenkandidaten, um Wähler von sich zu überzeugen. Das nennt man Wahlkampf. Im Fernsehen sieht man vor den Wahlen deshalb viele Werbespots und Diskussionen mit den Kandidaten über politische und gesellschaftliche Probleme.

Dass jeder Wählen geht ist wichtig, denn nur so regiert wirklich der Wille der Mehrheit und auch die Minderheiten werden durch Parteien in der Opposition in ihrer wahren Bedeutung abgebildet. Nur so spricht das Parlament mit der Stimme der Bürger. Wahlberechtigt sind alle Staatsbürger ab dem 18. Lebensjahr, die mindestens seit drei Monaten in Deutschland leben. Besonders Deutsche mit Migrationshintergrund sollen im Rahmen des Projektes Vote-D zur Wahl animiert werden. Nur wenn alle wählen ist der Bundestag repräsentativ und die Demokratie erfolgreich.

Die Beiträge werden im Rahmen des Projekts „Vote D – Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund an der Bundestagswahl 2017“ veröffentlicht. Das Projekt wird durch die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration sowie Minor - Projektkontor für Bildung und Forschung gefördert.


Audio

Das Interview mit Luzia Köberlein zum Projekt VOTE D

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Interview_Luzia_Koeberlein_11-00-02.mp3


Umfrage: Warum ist wählen gehen wichtig?

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Umfrage_Gruende_waehlen_zu_gehen_und_ist_Waehlen_wichtig.mp3


Umfrage: Was halten Tübinger vom Wahlkampf?

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Umfrage_tuebinger_Wahlkampf_finale_Version.mp3


Die Wahl erklärt

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Wahl_erklaert_in_einer_Minute.mp3


Die Wahl erklärt auf Arabisch

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Wahl_erkaert_arabisch.mp3


Die Wahl erklärt auf Türkisch

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Wahl_erklaert_tuerkisch.mp3





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