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Connect! 2017 - Mitwirkende, Gestalter und Träumer

Das Connect! Festival 2017 war ein voller Erfolg. Daran waren viele Vereine, Ehrenamtliche und kreative Köpfe beteiligt. Mit einigen der Mitwirkenden haben wir über ihre Art der Mitgestaltung des Festivals gesprochen. Achtung: es wird bunt, kreativ und leidenschaftlich!

Das große, weiße Ei im Eulennest sprang einem auf dem connect! Festival sofort ins Auge. Aus dem Ei schlüpften aber keine Baby-Eulen, sondern die Albträumer. "Kulturschaffende gegen Rassismus" lautet ihr Motto. Der Verein richtet sich an Kultur- und Kunstinteressierte, die sich gegen jegliche Arten von Diskriminierung einsetzen. Jugend- und Subkulturen werden unter einem Dach vereint und bekommen Freiraum sich zu entfalten. Das Albträumer-Kollektiv besteht aus Träumern für eine bessere Welt. Und eine bessere Welt könne nur durch die Verbindung von Kunst und Kultur entstehen.

Jenny ist nicht nur Albträumerin, sondern auch Fotografin. Auf dem connect! Festival filmte sie aber hauptsächlich. Viel Glitzer, schöne Menschen und schöne Momente. Das besondere am connect! Festival sind die Menschen, meint Jenny. Neue Leute kennenzulernen, sich zu connecten und vor allem auch alte Bekannte wiederzusehen. Aus ihren Aufnahmen entstand eine Aftermovie.

Espresso, Cappuccino, Latte Macchiato - alles, was das das Kaffeeherz höher schlägen lässt, gab es im Kaffeemobil. Wir wollten wissen, wie man zu so einem Hingucker kommt. Begonnen hat der Kaffeemann mit einer Theke. Dann wurde ihm das Kaffeemobil angeboten. Diese Möglichkeit ließ er sich nicht entgehen. Jeder liebt italienischen Kaffee. "Klar ist das romantisch", meint er und lacht. Normalerweise stehen Feste, Hochzeiten und ein paar Märkte auf seiner Liste. So war das connect! mal was anderes.

Eine Hauptattraktion für Kinder und Erwachsene waren sicherlich die "Schwarzlichtspiele", auch genannt "Grusel Gewusel". Am Eingang der "Höhle" gabs erstmal einen Zauberstempel. "Damit dir nichts passiert", sagte Balu, Mitinitiator der Schwarzlichtspiele. Dann taucht man in eine Zauberwelt ein. Im Dunkel der Höhle wird man zunächst von bunten, leuchtenden Farben überwältigt. Selbstgemalte Bilder von Phantasiewelten in leuchtenden Farben und Formen. Immer wieder fallen einem neue, liebevoll gestaltete Details ins Auge. Die Kunst ist jedoch nur Nebensache. Sie dient der Dekoration und Stimmung. Im Zentrum steht das Spielen. Vor elf Jahren begannen verschiedene KünstlerInnen diverse Spiele selber zu bauen und zu gestalten. Von Brettspielen, über Tischtennis und -curling bis hin zu einem vierseitigen, wendbaren Billardspiel. Man konnte sich regelrecht in der Farb- und Spielvielfalt verlieren.

Im Mobilen Wohnzimmer fanden bis in die Nacht hinein verschiedene Veranstaltungen statt: Kinderschminken, Figurentheater, ein Film über die G20-Demonstrationen und Theater. Das Stadtmuseum Tübingen ist Initiator des Mobilen Wohnzimmers und wir haben mit Anja, die dort Praktikum macht, über das Projekt gesprochen. Das Mobile Wohnzimmer ist ein Wohnzimmer, das auf einem Anhänger befestigt wurde. Verschiedene Künstler haben das Wohnzimmer entworfen. Es fährt seit Mai im Französischen Viertel, in der Wagenburg und in den Wennfelder Gärten herum. Ziel ist es mit den Bewohnern ins Gespräch zu kommen und mit ihnen über Themen, die sie bewegen, zu reden. Ein Stimmungs- und Stimmensammler und eine partizipative Ausstellung, in der die Menschen und nicht das Museum erzählen, wie die Viertel sind und wie sie sich gewandelt haben. Im französichen Viertel standen die Kasernen der französischen Besatzer und in den Wennfelder Gärten lebten Menschen, die am Rande der Gesellschaft standen, in Sozialwohnungen. Was nun aus dem Experimentviertel und den Wennfelder Gärten geworden ist und wie sich die Lebensqualität dort verändert hat, das wird nun im Mobilen Wohnzimmer aufgegriffen. Verschiedene Veranstaltungsformate werden dort angeboten: Theater, Workshops und ein Straßenmuseum. Die Zeit des Mobilen Wohnzimmers neigt sich bereits dem Ende zu. Am 17. September dieses Jahres findet die Abschlussveranstaltung in Form eines Picknicks statt. 2018 wird das Mobile Wohnzimmer im Stadtmuseum ausgestellt.

 


Audio

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Kaffeemobil-MobilesWohnzimmer.mp3


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GruselGewusel-Albtraeumer-Jenny.mp3



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