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Louka - Bittersüß wie Lametta

Louka, Newcomerin in der deutschen Pop-Musik, spielt am 24.9. im Sudhaus. Wir haben nach Berlin telefoniert und mit ihr geredet. Wie aus Visionen von Berlin ihr Album "Lametta" wurde und wie sie ihre Songstexte bastelt erzählt Louka in diesem Interview.

Louka brachte dieses Jahr ihr erstes Album "Lametta" heraus. Während die meisten bei Lametta an Weihnachten denken, verbindet sie damit Berlin. Bittersüß, wie Lametta - das assoziiert Louka mit der Stadt. Sie hatte bestimmte Visionen von Berlin, als sie vor drei Jahren dorthin zog. Schillernd und rosig hatte sie sich das Leben in der Großstadt ausgemalt. Der bittersüßen Wahrheit gab sie in ihrem Album nun eine Stimme.

Auf der Suche nach ihrem Platz in der Großstadt, sammelte sie in einem Notizbuch viele bunte Eindrücke in Form kleiner Zeilen. Man müsse nur spazieren gehen und könne danach ein Buch schreiben. Aus den gesammelten Zeilen bastelte Louka zwar kein Buch, aber dafür jede Menge Texte. Das sei wie puzzeln. Ihr ästhetischer Anspruch ist es, aus den Texten Collagen entstehen zu lassen. Sie will Bilder malen, die jedem individuellen Interpretationsfreiraum lassen.

Für die musikalische Untermalung der Texte sorgt ihre Band. Zu dieser gehören Jürgen (Schlagzeug), Hannes (Gitarre) und Johann (Bass, Synthies). Oft tritt sie mit Johann, der multiinstrumental begabt ist, im Duo auf. In Jamsessions entstehen Melodien und Rythmen, auf die Louka dann die Texte bastelt. Loukas Instrument ist ihre Stimme, die sie gekonnt einzusetzen weiß.

Mit ihrem Album tauchte Louka in das Musikgeschäft und in die Deutsch-Pop-Szene ein. Wie man in diesem Haifischbecken überlebt? Es sei zwar ein großes Becken, in dem man schwimmen lernen muss, aber dafür "macht es schon Spaß". Louka setzt sich eher mit Charme, als mit Ellenbogen durch. Musik kommt schließlich aus dem Herzen, weshalb sie freundschaftliche Beziehungen zu ihren KollegInnen pflegt.

Am liebsten lässt sich Louka in die Musik hineinfallen. Erst gestern stand sie beim Lollapalooza Festival vor der Bühne und verlor sich in der Musik. "Irgendwann möchte ich da auch mal auftreten.", dachte sie in dem Moment leise. Eines Tages wird dieser große Traum vielleicht laut. Das Laute und das Leise, genau das ist es, was für Louka die Dynamik in der Musik ausmacht. Wir freuen uns auf Loukas Konzert am 24. September im Sudhaus und sind gespannt, ob die Bundestagswahl genauso bittersüß klingt, wie ihre Musik.


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InterviewLouka.mp3



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