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Luzia Köberlein über "Vote D"

Luzia Köberlein leitet die Stabstelle für Gleichstellung und Integration der Stadt Tübingen. In Kooperation mit Minor, dem Projektkontor für Bildung und Forschung, managt sie das Projekt "VOTE D" zur Wahlbeteiligungssteigerung von Deutschen mit Migrationshintergrund im Tübingen.

Die Wahlbeteiligung in Tübingen ist erfreulicherweise in den letzten Jahren sehr hoch gewesen. Allerdings zeichnet sich ab, dass Deutsche mit Migrationshintergrund in Tübingen und landesweit deutlich seltener zur Wahlurne schreiten, als Deutsche ohne Migrationshintergrund. Dieser Problematik will Vote D entgegenwirken.

Im Detail geht es darum, durch dieses Projekt Bürger_innen mit Migrationhintergrund direkt anzusprechen und zur aktiven Wahl zu animieren. Initiiert wurde Vote D von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

Tübingen ist eine von fünf Modellstädten, in denen das Projekt durchgeführt wird. Die Organisation Minor-Projektkontor und Frau Köberlein sorgen durch dieses Projekt dafür, dass Wahlvorgänge erklärt und politische Arbeiten nahegebracht werden. Vorträge, Schaubilder und Blicke hinter die Kulissen der lokalen Politik sollen das Vertändnis fördern. Die Erklärungen sind zum Beispiel konkret auf Bürger_innen in Tübingen zugeschnitten.

Das Projekt hat fünf verschiedene Partner, die jeweils auf andere Art die Animation zur aktiven Wahlbeteiligung fördern: Die Wüste Welle sorgt für die Präsenz des Themas in ihren Sendungen, es stellen Menschen mit Migrationshintergrund das Projekt vor; der Gemeinderat schickt Briefe mit Wahlaufrufen an neue Tübinger Bürger_innen; der Integrationsbeirat besucht Migrantenorganisationen und informiert vor Ort durch Vorträge oder Diskussionsrunden; die Volkshochschule produziert zur Zeit mit Migranten einen Werbespot als Wahlaufruf. Dieser soll in den örtlichen Kinos laufen; als fünften Partner ist die Stadt selbst zu nennen: Sie veranstaltet vom 23.-30.09.2017 die diesjährige interkulturelle Woche und öffnet am ersten Tag die Türen des Rathauses, damit hinter die Kulissen einer Wahl geblickt werden kann.

Die siebenköpfige Stabstelle für Gleichstellung und Integration begleitet, stets mit Partner_innen zusammen, eine Vielzahl weiterer Projekte. Unter anderem läuft gerade von und mit der Stadt eine Kampagne für ein sicheres Nachtleben in Tübingen an. Mit dem Motto "Nein heißt nein" koordiniert das Tübinger Ordnungsamt Schulungen für Bar-, Disko- und Sicherheitspersonal. Frauen sollen sich dadurch in Zukunft besser an das, durch die Schulung vorbereitete, Personal wenden können und von ihrem Recht auf Anzeigen von sexueller Belästigung Gebrauch machen.
Ein weiteres Projekt ist "Miteinander Leben in Vielfalt". Freiwillige Helfer_innen im Kontext der Flüchtlingshilfe sollen darin gestützt und gefördert werden.


Audio

Die Kurzversion zu VoteD

Download (13,29 MB)
lucia_koeberlein_zu_vote_d.mp3


Das Interview mit Luzia Köberlein zum Projekt VOTE D

Download (68,31 MB)
11-00-02.mp3





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