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Lindenhof-Intendant Stefan Hallmayer zum Sommertheater

Das Theater Lindenhof ist 2017 mit dem Tübinger Sommertheater an der Reihe. Ab dem 19. Juli gibt es 20 Aufführungen von "In weiter Ferne, der Mensch. Hegel Hölderlin Schelling Tübingen." in der alten Güterbahnhofshalle.

Das Theater Lindenhof hat 1986 das Tübinger Sommertheater begonnen und ist seither im Wechsel mit dem Zimmertheater und dem LTT alle drei Jahre mit der Inszenierung an der Reihe. Schon mehrfach war Hölderlin ein Thema, dieses Jahr ist er im Bunde mit seinen philosophischen Zeitgenossen Hegel und Schelling.

"In weiter Ferne, der Mensch. Hegel Hölderlin Schelling Tübingen." spürt den jungen Protagonisten in Anlehnung an die damalige Zeit aus einer heutigen Perspektive nach. Markus Bauer schrieb das Stück als Auftragsarbeit und schafft einen Denkraum für Ideen, wie es gewesen sein könnte.

Hegel, Hölderlin und Schelling studierten an der Kaderschmiede der evangelischen Theologie, am Stift und waren komplexe Denker mit Weitblick. Sie prägten den Begriff des "Reich Gottes" als Sehnsucht nach einer besseren, humaneren Welt. Jeder Mensch habe einen individuellen Wert und man müsse den Staat infrage stellen oder gar abschaffen, um dies zu erreichen lautet die revolutionär anmutende Botschft der drei Denker.

Schauplatz des Sommertheaters sind die Lagerhallen des ehemaligen Güterbahnhofs, um die herum gerade ein neues Viertel entsteht. Das Publikum erschließt sich die sehr lange Halle aus zwei Räumen über den fast 100 Meter langen Bahnsteig und landet dann in der kleineren Halle, wo der Diskurs darüber beginnt, wie es gewesen sein könnte. Der Diskurs wird wie eine Untersuchung in der größeren Halle dann mit verschiedensten theatralen Mitteln fortgesetzt.




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