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Nunca Mas :: Koalition gegen Straflosigkeit in Argentinien

Die Koalition gegen Straflosigkeit in Argentinien kämpft seit Jahren dafür, dass die Mörder der argentinischen Militärdiktatur vor Gericht und die Wahrheit ans Licht kommt.

Justicia y verdad, Wahrheit und Gerechtigkeit für die Verschwundenen und ermordeten Opfer der Militärdiktatur in Argentinien; das ist es, was die Mitglieder der Menschenrechtsgruppe "Koalition gegen Straflosigkeit" zu ihrer erfolgreichen Arbeit motiviert.

Cornelia Hermanns wohnte im Nachbarhaus der Tübingerin Elisabeth Käsemann, die 1977 von der Junta in Argentinien ermordet wurde und ist der Familie freundschaftlich verbunden.

Die "Koalition gegen Straflosigkeit" hat mit ihrem beharrlichen Einsatz dazu beigetragen, dass die Fälle der Verschwundenen in Argentinien vor Gericht kamen und die Täter verurteilt wurden.

Nach dem Putsch von 1976 etablierte die Junta ihr perfides System von Folter und Verschwinden lassen. Unter dem Vorwand, eine linke Guerilla bedrohe die allgemeine Sicherheit, wurde die gesamte Oposition ins Visier genommen.

Beim "argentinischen Tod" erfuhren die Angehörigen nichts über den Verbleib der Opfer, sie verschwanden erst in den Folterkellern der Armee und wurden dann nachts aus Flugzeugen in den Rio de La Plata geworfen.

Nach dem Ende der Diktatur 1983 lieferte eine Wahrheitskommission ausführliche Berichte über den Staatsterrorismus, im Verlauf der Jahre kam es allerdings zu einer Generalamnesie für die Täter.

Erst 2009 begannen auf internationalen Druck wieder Prozesse gegen führende Mitglieder der Junta. Europäische Staatsbürger kamen in der Diktatur zu Tode und deren Regierungen wurden von den argentinischen Menschenrechtsgruppen aufgefordert, vor Gericht zu ziehen.


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