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Tübinger Woche für Suffizienz

Die 1. Tübinger Woche für Suffizienz möchte das westliche Wohlstandsmodell kritisch hinterfragen, seine Auswirkungen auf die Lebensbedingungen im globalen Süden aufzeigen und alternative Konzepte für ein "Gutes (Zusammen-)Leben" entwerfen.

Suffizienz ist eine von drei Strategien für eine nachhaltige Entwicklung und neben Effizienz und Konsistenz die Strategie der Genügsamkeit. Das beinhaltet nicht unbedingt Verbote und Verzicht, sondern es geht frei nach dem Motto "Weniger ist Mehr" etwa um kreative Formen gemeinsamer oder längerer Nutzung.

Die Organisator_innen der 1. Tübinger Woche für Suffizienz möchten den westlichen Lebensstil hinterfragen, ob diese Art zu Leben denn auf die ganze Welt übertragbar sei. Gleichzeitig möchten sie eine Rückbesinnung anstoßen auf das, was es wirklich braucht, um gut leben zu können.

Franziska und Biggi leben die Suffizienz im Alltag über ihre Teilnahme am privaten Carsharing und an der Lebensmittelversorgung durch lokale Produzierenden. Das Modell der Lebensmittelkooperative bezieht selbstorganisiert von verschiedenen Produzenten ihr Gemüse bis hin zu fairem Obst. Bei der Solidarischen Landwirtschaft kommen die Lebensmittel von zwei Bauernhöfen, bei denen die Mitglieder auch regelmäßig als Erntehelfer oder Ähnliches aktiv sind.

Seit Herbst sind fünf Gruppen dabei, das Programm für die Woche der Suffizienz zu gestalten. Das Wohlstandstribunal stellt das westliche Wohlstandsmodell anhand der Bereiche Klima, Ernährung und Kleidung auf die Anklagebank. Zeug_innen berichten von den globalen Auswirkungen des hiesigen Konsums, doch auch die Industrie darf sich verteidigen. Biggi und Franziska müssen beide diese schwere Aufgabe für Kleidung und Energie übernehmen.

Der Film "Der Fall Mubende und der bittere Geschmack der Vertreibung" zeigt den Kampf von Menschen aus Uganda gegen den Landraub durch die Armee im Namen einer Kaffeeplantage, die auch für eine deutsche Tochterfirma produziert.

Es gibt  den Vortrag "Suffizienz - Utopien eines zukünftigen Lebens in der Stadt", ein Workshop zum Thema "Buen Vivir & Suffizienz" behandelt den indigenen Entwurf für ein gutes Zusammenleben - "Buen Vivir" und beim Markt des Guten Lebens gibt es am Samstag, den 24. Juni ab 13 Uhr Infostände, Livemusik, eine Kleidertauschbörse und iranisches Essen.


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suffizienzwoche.mp3





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