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BUFDI's und Freiwillige des AK Paten vom Franz K

Mai und Ahmad berichteten von ihrer Zeit als Freiwillige. Dabei gingen sie auch darauf ein, was es bedeutet den Freiwilligendienst als Geflüchteter zu machen. Auch Oscar und Mohammad erzählten von ihren Erfahrungen beim Franz K. Dabei stellten sie den Arbeitskreis vor. Sie berichteten von der Zusammenarebeit und wie das Projekt weiter gehen soll.

Passend zum Aktionsmonat der Wüste Welle „In was für einer Welt wollen wir leben? Freie Kommunikation. Gegen Rechts.“ gingen die vier auf ihre Vorstellungen von einer besseren Welt ein: Ahmad wünscht sich offene Menschen, die sich gegenseitig helfen und keinen Krieg; Mai stellt sich eine Welt vor, in der alle Menschen gleich sind und Profit und Konsum nicht an erster Stelle stehen. Das franz K trage zu einer besseren Welt bei, indem es Menschen zusammen bringe und Leuten Raum gebe, die sonst keinen Platz in der Gesellschaft finden.

Die BUFDI's (Bundesfreiwilligendienst) Ahmad und Mai kamen über unterschiedliche Wege zum Franz K. Ahmad hörte über einen Freund von der neuen Möglichkeit für Geflüchtete dort ein freiwilliges Jahr zu absolvieren. Mai wusste schon in der 10. Klasse, dass sie in Zukunft in der Soziokulturellen Einrichtung arbeiten möchte.

Die Beiden übernehmen unterschiedliche Aufgaben und sind von ihrem hilfsbereiten Arbeitsumfeld begeistert. Auch wenn es manchmal auf Grund komplizierter Wünsche der Bands stressig werden kann, machen sie ihre Arbeit sehr gerne.

Auch wenn die Beiden zusammen angefangen haben sind ihre Bedingungen nicht gleich. Ahmad macht nebenher noch einen Deutschkurs. Für ihn sei das Schwierigste seiner Arbeit die deutschen Begriffe für die Technik zu lernen. Ein weiterer Unterschied zwischen Mai und Ahmad sind die deutschlandweiten Treffen der Freiwilligen. Ahmad muss ein spezielles Treffen für Geflüchtete besuchen. Mai bedauert das. Sie würde gerne mit ihrem Mitfreiwilligen zusammen zu den Veranstaltungen fahren. Man könne sicher viel von einander lernen, sagt sie.

Der Mitbergünder des AK Paten Oscar kam vor 20 Jahren nach Deutschland. Er verstehe die Situation der Geflüchteten: Wenn man in einem fremden Land ankomme, käme es zunächst darauf an sich eine Wohnung und eine Arbeit zu suchen. Das Kennenlernen der Menschen in dem neuen Land und deren Kultur kämen erst am Schluss. Mohammad sieht das genau so. Es sei sehr schwer Kontakte zu knüpfen. Durch die gemeinsame Arbeit mit den Paten haben sie die Möglichkeit Netzwerke zu bilden und Ansprechpartner zu finden.

Die Freiwilligen arbeiten bei Veranstaltungen an der Kasse. Aber nicht nur das: Mohammad berichtet von der Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen. In einer Tanzgruppe werden Tänze aus den verschiedenen Kulturkreisen einstudiert. Mohammad sagt, dass gerade die Treffen mit dem ganzen Arbeitskreis zum musizieren oder um gemeinsam zu kochen sehr wichtig seien. Oscar meint: es ginge ihnen vor Allem darum „nicht Differenzen zu suchen, sondern Gemeinsamkeiten zu finden!“

Am Ende tragen Oscar und Mohammad noch eine ins Deutsche und Arabische übersetzte Version des Songs „Imagine“ von John Lennon vor. Das Lied handelt von einer Welt ohne Länder, eine Welt in der alle Menschen in Frieden leben können und alle Eins sind.

Ein sehr bewegender Moment!


Audio

Arabisch-Deutsche Version von Imagine

Download (2,38 MB)
imagine_dt_arab.mp3


Interview mit den Freiwilligen des Franz K

Download (71,92 MB)
Interview_Franz_K_Freiwillige11-00-01.mp3



Bilder




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