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16. Filmfest FrauenWelten: Die Gesprächsrunde

"Patriarchatskritische Aktivistinnen aus islamischen Gesellschaften: Was tun?“

Dieses Filmfest ist nicht nur eine Möglichkeit, eine große Vielfalt von Filmen zu sehen - es ist auch eine Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen, Neues zu erfahren und Anregungen aufzunehmen. Bei vielen Filmen sind Gäste anwesend, RegiseurInnen, DarstellerInnen und/oder AktivistInnen, die sich den Fragen des Publikums stellen. In der Gesprächsrunde, die jeweils am Samstag um 18:00 im Tübinger Kino Museum stattfindet, greifen die Organisatorinnen des Festivals stets aktuelle Themen auf.

Beim Podium im Rahmen des 16. Filmgfestes stellte die Leiterin Irene Jung an vier patriarchatskritische Aktivistinnen aus muslimischen Kulturen die Frage nach ihrem Engagement. Was für Möglichkeiten, um in der Praxis frauenfeindliche Traditionen zu bekämpfen und zu einer toleranten, aufgeklärten islamischen Religion, Kultur und Gesellschaft beizutragen, schlagen diese Aktivistinnen vor?

 Auf dem Podium sprachen (auf dem Bild von links nach rechts zu sehen, mit Mikro die Filmfestleiterin Irene Jung):

Güner Yasemin Balci - sie ist Gründungsmitglied des Muslimischen Forums Deutschland. Sie wurde als Kind türkischstämmiger Eltern in Berlin geboren und alevitisch erzogen. Sie war bei einem Modellprojekt zur Gewaltprävention und in einem Mädchentreff tätig, bevor sie als freie Journalistin und Fernsehautorin arbeitete. Mit zwei Romanen setzte sie sich mit der Situation von Migranten auch literarisch auseinander. Für eine ihrer Dokumentationen und ihren Film "Der Jungfrauenwahn", der auf dem Festival gezeigt wurde, erhielt sie Auszeichnungen.

Naïla Chikhi wurde in Algerien geboren. Sie studierte Sprach- und Kulturwissenschaften und Jura. Sie spricht Deutsch, Französisch, Arabisch und Englisch und leitet aktuell CONNECT, das Patinnenprojekt von TERRE DES FEMMES für geflüchtete Frauen in Berlin.

Zana Ramadanis Familie stammt aus Albanien, sie wuchs in Mazedonien und Deutschland auf, wurde CDU-Mitglied und gründete FEMEN Deutschland.

Saïda Keller-Messahli wuchs in Tunesien und der Schweiz auf. Sie legte ihr Abitur in Tunis ab und arbeitete u.a. bei einer saudischen Fliugesellschaft als Flugbegleiterin. Danach studierte sie Rechtswissenschaften, Romanistik, Englische Literatur und Filmwissenschaft in Zürich. Sie ist Präsidentin des „Forum für einen fortschrittlichen Islam“, das sie 2004 gründete und gehört zu den Erstunterzeichnern der Freiburger Deklaration.

Saïda Keller-Messahli versteht sich als liberale bzw. säkulare Muslimin. Religion, so betont sie, sollte Privatsache sein, Grundlage eines Staates die demokratischen Grundwerte. Sie unterscheidet davon den politischen Islam, der missionieren und politischen Einfluss in den westlichen Ländern gewinnen möchte. Im anschließenden Publikumsgespräch führte sie Ihre Recherchen zum Netzwerk der politischen Islamisten genauer aus.


Audio

Irene Jung - Einleitung und Vorstellung

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Irene_Jung_-_Einleitung_und_Vorstellung.mp3


Güner Yasemin Balci

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1_Guener_Yasemin_Balci.mp3


Naila Chikhi

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2_Na-la_Chikhi.mp3


Zana Ramadani

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3_Zana_Ramadani.mp3


Saïda Keller-Messahli

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4_Sa-da_Keller-Messahli.mp3


Die Freiburger Erklärung

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5_Sa-da_Keller-Messahli_Die_Freiburger_Erklaerung.mp3


Die saudische Missionierung

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6_die_Mission_der_Saudis.mp3





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