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IMI Kongress 2016: 14. Was ist Strategische Kommunikation?

Christopher Schwitanski sprach beim 6. Panel: "Entzivilisierung. Die Innenräume der Militarisierung" des IMI-Kongresses über strategische Kommunikation.

Christopher Schwitanski behandelte die Haltung und Arbeitsweise der EU zur „Strategischen Kommunikation" (StratCom). Die Strategische Kommunikation, so Schwitanski, ließe sich im klassischen Sinne wohl passender als „Propaganda" bezeichnen, in den militärischen und staatlichen Publikationen habe sich aber der Euphemismus durchgesetzt.

Das Ziel der StratCom sei im militärischen Kontext meist der Feindpropaganda entgegenzuwirken – in Militärsprache der Umgang mit „Desinformationskampagnen" – und dabei Netzwerke mit der Zivilgesellschaft des Einsatzlandes und umfassende Pressekontakte aufzubauen. Gerade die NATO sei hierbei mit einem eigenen Kompetenzzentrum und passenden Konferenzen Vorreiterin.

Seit kurzem sei allerdings auch die EU in ihren Bemühungen zur Strategischen Kommunikation sehr aktiv, so Schwitanski. Inzwischen existiere das „Syria Strategic Communication Advisory Team", die „StratCom Task Force South" im Aufbau, ein Expertisenetzwerk Terrorbekämpfung und das „EU Eastern StratCom Team".

Letzteres werde begleitet von Aktivitäten des Rundfunksenders „Deutsche Welle" oder des Europäischen Demokratiefonds unter anderem gegenüber Russland als Propagandainstrument genutzt.

Als Ausblick sollten wir uns, so Schwitanski, vor allem auf eine Intensivierung der Strategischen Kommunikation auf EU-Ebene einstellen, eine Entwicklung der wir eine kritische Perspektive entgegenstellen sollten.


Audio

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6-3-_Strategische_Kommunikation_Christopher_Schwitanski.mp3





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