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IMI Kongress 2016: 6. Komponenten des EU-Militärapparates

Unter dem Thema "Union in Uniform: Strukturen des Krieges" beschrieb Lühr Henken, Sprecher des Bundesausschuss Friedensratschlag, die wichtigsten "Komponenten des EU-Militärapparates"

Geleitet würden EU-Einsätze bis 2.000 Soldaten durch ein seit 2007 existierendes Operationszentrum. Aktuell wieder heiß diskutierte Pläne für ein voll ausgestattetes Hauptquartier seien bislang gescheitert, sodass bei größeren Einsätzen auf nationale Kapazitäten zurückgegriffen werden müsse.

1999 sei die Grundsatzentscheidung zum Aufbau einer Schnellen EU-Eingreiftruppe im Umfang von 80.000 Soldaten gefallen. Ziel sei es gewesen, diese Truppe innerhalb von 60 Tagen zum Einsatz zu bringen und sie aus einem Pool von 100.000 Soldaten, zu dem Deutschland ein Drittel beitragen sollte, zusammenzustellen. Nachdem die Umsetzung dieses Ziels Probleme bereitet habe, sei das Konzept der seit 2007 einsatzbereiten Battlegroups entworfen worden, die aus zwei zwischen 1.500 bis 3.000 Soldaten bestehenden Einheiten zusammengesetzt werden.

So problematisch der bisherige Umfang der EU-Militarisierung auch sei, verwies Henken aber auch darauf, dass hier mit einiger Sicherheit noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht sei. „Will sagen: Da ist noch viel Platz nach oben. Und wenn nichts gegen die Militarisierung der EU unternommen wird, wird er genutzt werden“, so Henkens abschließender Appell.

 


Audio

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3-2_Komponenten_des_EU-Militaerapparates_Luehr_Henken.mp3





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