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16. Filmfest FrauenWelten

Es ist wieder Festival-Zeit: Vom 23. bis zum 30. November findet ein Filmfest statt, das unter allen Festivals das vielleicht berührendste und politischste ist: das mittlerweile 16. TERRE DES FEMMES Filmfest Frauenwelten, das nicht nur für Frauen sehenswert ist. Diese filmischen Reise um die Welt spiegelt anhand der Situation der Frauen die Aufgabe der Menschlichkeit, der Menschenrechte überhaupt. Und sie zeigt mutmachende Beispiele, wie Veränderung und Selbstbestimmung möglich werden.

Filmfestleiterin Irene Jung und Koordinatorin Kathrin Frenz besuchten uns am heutigen Freitag und machten Appetit auf ein ebenso buntes wie bewegendes Programm.

 Irene Jung initiierte das Filmfest und leitet es seit dem Beginn 2001. Kathrin Frenz kam 2008 als Praktikantin zum Team – und blieb. Im nächsten Jahr wird sie die Leitung von Irene Jung übernehmen.

 Wir fragten Irene Jung, was sich denn in all den Jahren in der Filmszene geändert habe. Es gäbe mehr Dokumentarfilme, befand sie, mehr Dokumentarfilme mit Spielfilmqualität und Spielfilme, die reale Ereignisse, authentische Schauplätze und Darsteller einbeziehen. In den Filmen spiegeln sich auch stets aktuelle gesellschaftliche Themen wieder, die die FilmemacherInnen und RegisseurInnen aufnehmen und umsetzen.

 

So ergeben sich aus der Recherche zum Filmfest auch die thematischen Schwerpunkte, unter denen sich sowohl die Spielfilme als auch die Dokumentationen einordnen lassen – wobei viele Filme mehrere dieser Themen berühren. Für 2016 sind dies der Fokus Arbeiterinnen, Flucht und Migration und sexualisierte Gewalt.

 

Bei einer großen Zahl der Vorführungen werden auch RegiseurInnen und ProtagonisrInnen anwesend sein und sich den Fragen des Publikums stellen. Das Filmfest 2016 wird das mit der bislang größten Zahl an Gästen sein. Fragen stellen kann man auch am Anschluss an das Podiumsgespräch am Samstag, den 26.11. um 18:00, in dem patriarchatskritische Aktivistinnen aus islamischen Gesellschaften über die Möglichkeiten von Veränderungen diskutieren – hier ist der Eintritt für alle Interressierte frei. Zum Rahmenprogramm gehört auch WORLD.WIDE.WORK, eine Ausstellung im Parterre des Kinos Museum zu den weltweiten Arbeitsbedingungen von Frauen.

Die globalen Zusammenhänge und unsere Mitverantwortung bei der Ausbeutung durch die sich immer mehr beschleunigenden Mechanismen der kapitalistischen Konsumgesellschaft zeigt beeindruckend der Dokumentarfilm „The True Cost – Der Preis der Mode“. Besonders am Herzen liegt den Veranstalterinnen auch der Film "Háwar", eine Dokumentation des Völkermordes in der jesidischen Stadt Shingal durch den IS – und der Verantwortung der Staatengemeinschaft, die tatenlos zuschaute. Baden Württemberg nahm als einziges deutsches Bundesland ein Kontingent von 1100 jesidischen Frauen und Kindern, Überlebenden des Genozids, auf. Eine dieser Überlebenden wird am Donnerstag, den 24.11. zum Publikumsgespräch anwesend sein.

Doch hört nun selbst, was die beiden über die spannenden Filme dieses Filmfest erzählen – beispielsweise, warum der Eröffnungsfilm "Tanna" nicht nur grandiose Bilder bietet, sondern auch einige der Kernthemen dieses Festivals in sich vereint.

 

Zur Homepage des Filmfestes gelangt man hier.


Audio

Download (10,43 MB)
Vorstellung_Eroeffnungsfilm.mp3


Download (11,32 MB)
Themenfokus_Migration.mp3


Download (28,64 MB)
Themenfokus_Arbeit_Sexualisiertegewalt.mp3


Download (12,89 MB)
Rahmenprogramm.mp3


Download (63,65 MB)
Filmfest_Frauenwelten_Komplett.mp3





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