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Stasi-Methoden in Tübingen

Vor Kurzem ist die versuchte heimliche Videoüberwachung des Wohnprojekts Schellingstraße 6 öffenlich geworden. Die Bewohner_innen empfinden diesen Pauschalverdacht als Skandal und wehren sich dagegen.

Moritz Tremmel als Bewohner und Michael Knödel als Beschäftigter im Büro im Wohnprojekt Schellingstraße 6 wären beide von der versuchten heimlichen Videoüberwachung des Eingangsbereichs betroffen gewesen. Und mit ihnen hunderte von Menschen, Bewohner_innen, Besucher_innen, Freund_innen, Verwandte und auch zufällige Passant_innen.

Die Ermittlungsbeamten hatten sich an einen Nachbarn des Wohnprojekts gewandt und darum gebeten, bei ihm eine Kamera zur Videoüberwachung anzubringen. Er hatte dies abgelehnt und so kamen dieser Überwachungsversuch schließlich ans Licht der Öffentlichkeit.

Moritz Tremmel ist schockiert, wie dreist die Behörden gegen "die üblichen Verdächtigen" in linken Wohnprojekten mit Pauschalverdacht und Massenüberwachung ermitteln. Michael Knödel fühlt sich gar an seine Erfahrungen mit der Stasi in der DDR erinnert.

Der Eingriff in die zwischenmenschlichen Beziehungen unter Nachbarn verunsichert, sät Misstrauen und ein mögliches Überwachungsszenario ändert womöglich das Verhalten der Bewohner_innen in ihrem Umfeld.

Beide Interviewgäste wünschen sich weiterhin sensible Nachbarn und vor allem ein Umdenken bei den ermittelnden Behörden, eventuell rechtliche Veränderungen, damit so etwas in Zukunft nicht mehr so einfach passieren kann.


Audio

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heimliche_ueberwachung_schellingstrase.mp3





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