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Marcel Seehuber - Regisseur Projekt A - im Interview

Marcel Seehuber spricht über die Facetten des Anarchismus und seinen Film Projekt A, der momentan erfolgreich in vielen Kinos läuft

Anarchismus, ein Begriff der im Wortschatz des durchschnittlichen Bürgers und in den Medien immer noch mit Gewalt und Chaos gleichgesetzt wird. Schon ein Blick in ein einschlägiges Lexikon würde diese Fehlinformation aufdecken. "Gewalt und Chaos" wird mit dem Begriff "Anomie" definiert, Anarchie hingegen bedeutet "ohne Herrschaft".

Marcel Seehuber versucht mit seinem Dokumentarfilm "Projekt A" die vielen Facetten von Anarchismus und anarchistischem Handeln anhand verschiedener Projekte darzustellen. Der Kameramann und Filmemacher weiß, wovon er spricht, da er selbst Anarchist ist und  Selbstverwaltung und Anarchismus ein Teil seines Lebens darstellten.

Er hat mit einem der bekanntesten Theoretiker und Praktiker des Anarchismus der neueren Zeit, Horst Stowasser, diesen Dokumentarfilm begonnen und nach dessen Tod das Projekt weitergeführt und im letzten Jahr fertiggestellt.

Marcel ist ein kritisch denkender Zeitgenosse, der versucht durch den Film und sein Wirken einen kritischen und undogmatischen Diskurs über das jetzige Gesellschaftssystem und eine mögliche selbstverwaltete anarchistische Alternative anzuregen.

Der Film "Projekt A" zeigt einerseits offen anarchistische Projekte wie die griechische Initiative Parko Navarinou, die einen Parkplatz in Athen besetzt hat und diesen in einen selbstverwalteten Park umfunktionierte. Oder die anarchosyndikalistische Gewerkschaft CGT in Spanien und das Internationale anarchistische Treffen, das 2012 im schweizerischen Saint Imier stattfand und für ein paar Tage einen praktischen anarchistischen Mikrokosmos schuf.

Auf der anderen Seite Projekte, die sich nicht geschlossen auf den Anarchismus beziehen, aber die auch nach libertären Strukturen funktionieren, wie Anti-AKW AktivistInnen und das Kartoffelkombinat, ein selbstverwaltetes "Urban Gardening" Projekt. 


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Projekt_A.mp3



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