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Dr. Christine Arbogast - Die Erste Bürgermeisterin

Die - unter anderem - Erste Bürgermeisterin Tübingens ist eine vielbeschäftigte Frau. Was ihre Arbeit beinhaltet und wie sie ihre Freizeit gestaltet, erzählt Dr. Christine Arbogast.

Sie ist die ständige allgemeine Vertreterin für den Oberbürgermeister und Sport-, Kultur- und Sozialbürgermeisterin, um nur ein paar ihrer Titel zu nennen. Zusätzlich fallen in ihren Zuständigkeitsbereich das Zimmertheater, die Sporthallen, die Altenhilfe, die Musikschule und sie ist  Familienbeauftragte. Nach viel Freizeit hört sich das nicht an. "Meine Terminkalender sind immer gut gefüllt", gibt Arbogast lachend zu. "Ich bin auch in ehrenamtlichen Bereichen tätig, da kommen noch viele Veranstaltungen abends hinzu."

Sich überhaupt erst auf die Stelle zu bewerben - darüber hat Arbogast lange nachgedacht, denn die Anfrage kam knapp ein dreiviertel Jahr nachdem sie die Stelle als Amtsleiterin für Bildung, Soziales und Familie in der Stadt Nürtingen angetreten hatte. Doch diese Chance wollte sie sich dann doch nicht entgehen lassen - und setzte sich bei zahlreichen Veranstaltungen und Podiumsdiskussionen gegen ihre Konkurrenz in den Auswahlrunden durch.

Der Redaktion berichtete sie aber auch von ihren Anfängen - beispielsweise von ihrem Auslandsjahr in der Partnerstadt Tübingens, Aix-en-Provence in Frankreich, wodurch sie gerade den Luxus in Deutschland - verglichen mit der Infrastruktur Frankreichs und den maroden Universitätsgebäuden - neu schätzen lernte.  Nach ihrem Studium der Geschichte und Politologie promovierte Arbogast. Ihre Doktorarbeit schrieb sie über das Wirken nationalsozialistischer Parteifunktionär/ -innen in Württemberg, wobei besonders die Nachkriegszeit spannend für sie war. "Frauen wurden viel härter bestraft", erzählt die Erste Bürgermeisterin. Ihnen wurde zum einen vorgeworfen, überhaupt politisch aktiv gewesen zu sein, und dann auch noch in diese Richtung. "Bei Männern, die höhere Stellungen hatten und somit auch mehr Verantwortung, wurde oft ein Auge zugedrückt", erzählt Arbogast von dieser Ambivalenz.

Doch zurück zu ihrem Wirken als Erste Bürgermeisterin: "Mir macht die Bandbreite der unterschiedlichsten Menschen, mit denen ich zu tun habe, am meisten Spaß", gibt sie an. Außerdem möge sie die täglich neuen Herausforderungen - "Die Summe des Ganzen macht's", lacht sie. Ob das ganze Arbeitspensum sie nicht überforder hat? "Anfangs habe ich mich gefragt, wie das gehen soll - auch körperlich. Man kommt einfach an seine Leistungsgrenze, ich muss zu jeder Zeit bei der Sache sein. Aber das kann man auch trainieren." Zur Erholung gibt sich Dr. Christine Arbogast ganz sportlich: Zwei Mal die Woche geht's zum "herrlich hirnlosem" Sport, zusätzlich dazu versucht sie, ein- bis zweimal die Woche Schwimmen zu gehen.


Audio

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Interview_DrChristineArbogast_-_kurz.mp3


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Interview_DrChristineArbogast_-_lang.mp3





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