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Nachrichten vom 11.01.16

Natursteinpark soll bleiben

Der Tübinger Gemeinderat hat sich mehrheitlich dafür ausgesprochen, dass der Natursteinpark Rongen im Waldgebiet ‚Schindau’ bleiben kann. Eine Genehmigung für den Standort gab es jedoch nie. Deshalb war der Betreiber Manuel Rongen seit mehreren Jahren auf der Suche nach einer neuen Fläche. Mitte letzten Jahres gab es die Möglichekit der Umsiedelung auf ein Grundstück zwischen Baumarkt Hornbach und der B27. Diesen Plan hält der Gemeinderat allerdings einstimmig für unsinnig. Ökologisch und ökonomisch mache ein Wechsel keinen Sinn. Man appelliere deshalb an das Regierungspräsidium als Genehmigungsbehörde die Waldfläche als Sondergebiet ordnungsgemäß auszuweisen.

Jung-Preis für Rammensee

Der Tübinger Immunologe Prof. Hans-Georg Rammensee erhält den mit 300.000 € dotierten Ernst-Jung Medizin Preis. Rammensee erforschte zu Beginn der 90er Jahre verschiedene Krebs-Zellen und fand dadurch einen Weg das Immunsystem von Krebs-Patienten gezielt zu behandeln. Seine Erkenntnisse hielten vielfach Einzug in die angewandte Medizin. Zuletzt erhielt er für seine Arbeiten den Preis der deutschen Krebshilfe.

Netzhautforschung

Tübinger Augenforscher haben einen Aufsatz in der renomierten Fachpublikation "Nature" veröffentlicht". Bei ihrer Studie fanden sie heraus, dass die Netzhaut über bis zu 40 Kanäle zum Gehirn verfügt – doppelt so viele wie bisher angenommen – daher geht man nun davon aus, dass das Auge bereits Processing auf den Daten macht und vorsortiert. Zahlreiche neue Zelltypen wurden identifiziert. Bereits 1959 machte die These des Kognitionswissenschaftlers Jerome Lettvin Furore, die besagte, dass Froschaugen selbst bereits dunkle von hellen Bereichen in verschiedenen Größen unterscheiden und so etwa Fliegen erkennen können. Die Forschungsergebnisse der Tübinger dürften hilfreiche Informationen für die Retina-Implantatsentwicklung sein, doch leider wurden für die Studie auch wieder umfangreiche Tierversuche an den Netzhäuten von Mäusen durchgeführt.

Wüste Welle nominiert

Das freie Radio Wüste Welle ist für den Dein-Ding Jugendbildungspreis 2015 nominiert worden! Genauer: Die inklusive Jugendredaktion "All Inclusive", die aus fünf Mitgliedern besteht. Im Juli 2013 gingen sie das erste Mal gemeinsam auf Sendung, Programminhalte sind Gesellschaft und Politik. Der Preisgeber ist die Jugendstiftung Baden-Württemberg. Insgesamt gab es 108 Projekte, aus denen die Jury neun für die Nominierung auswählte. Der Preis wird am Freitag, den 8. April in Stuttgart vergeben.

Reutlingen will 150 Bäume fällen

Im Reutlinger Stadtgebiet soll weiter intensiv gerodet werden: Katrin Korth von der Abteilung für Straßenplanung, Grünflächen, Gewässer und Umweltschutz, stellte den Plan "Baummanagement Reutlingen 2050" vor. Er soll für "vitale, verkehrssichere und ökologisch wertvolle Baumbestände" sorgen. Es gäbe eine "Überalterung" der Bäume in der Stadt, die die Pflege teuer mache. So sollen am Gartentor Trompetenbäume und am Weibermarkt Robinien gefällt werden. Die Argumentation der Stadtverwaltung ist dabei von außen nicht vollkommen ersichtlich, die Bäume sind gesund und leiden höchstens an den jährlichen radikalen Rückschnitten. Noch dazu gibt es seitens der Bürger Bedenken hinsichtlich der bundesweit berühmt-berüchtigten Feinstaub-Luft in Reutlingen. Dann ausgerechnet erwachsene Bäume zu fällen wird kritisch gesehen.




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