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Nachrichten vom 10.08.2015

Wasser knapp bei Hitze

Durch die anhaltende Hitze im Landkreis Tübingen befinden sich einige Gewässer auf historischem Tiefststand. Die Grundwasserstände sind zwar für die Wasserversorgung der Bürger immer noch ausreichend, aber da einige Gewässer drohen zu schmalen Rinnsalen zu verkommen, ist die Wasserentnahme aus den meisten Bächen und Flüssen mittels Pumpen momentan verboten. Weitere Beschränkungen bezüglich des Wasserverbrauchs sind laut Wasserbehörde nicht zu erwarten. Um den Hitzestress, der zu vermehrtem Laubabwurf führt, für die Büsche und Bäume zu mindern, sind alle Gärtner der Stadt momentan ausschließlich mit Gießen beschäftigt. Desweiteren beschert den Bauern die Hitzewelle eine cirka 4 Wochen verfrühte Ernte, was zu starken Einbußen führt. Da auch die Waldbrandgefahr durch die starke Trockenheit angestiegen ist, wird angeraten keine größeren Holzmengen auf Grillstellen im Wald zu verbrennen, das Feuer vollständig mit Wasser abzulöschen und bei Wind vollständig auf das Grillen zu verzichten.

Schüler-Mentoren ausgezeichnet

Zum Ende des Schuljahres haben 57 Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Schulen im Steinlachtal ihre Ausbildung zu Schülermentoren abgeschlossen und ihre Zertifikate bekommen. Zur Mentoren-Ausbildung gehören innerhalb von zwei Jahren je 40 Theorie- und Praxisstunden in der Schule. Ein Schul- und Lehrerteam übernahm die Anleitung und Fortbildung; Praxiserfahrung sammelten die Mentoren bei der Hausaufgabenbetreuung, in der Bücherei, mit Spiel- und Kreativangeboten, bei Sportevents oder dem Jungschartag. Mit der Qualifikation zum Schüler-Mentor können die Schüler jetzt als Jugendbegleiter in der Schule oder in der kirchlichen Jugendarbeit aktiv werden.

Starting Grant

Für seine Forschung zu den neuronalen Grundlagen des Tastsinns von Ratten erhielt Michael Oberländer den 1,5 Millionen Euro Starting Grant des Europäischen Forschungsrats. Dieser wird für exzellente individuelle Leistungen verliehen und soll den Physiker und Neurobiologen und sein Team die nächsten fuenf Jahre bei seiner Forschung am Tübinger Max-Planck-Institut für Kybernetik unterstützen. Die Wissenschaftler untersuchen neuronale Netzwerke, die dem Tastsinn von Säugetieren zu Grunde liegen. Oberländer will das Geld verwenden, um ein Computermodell aller Netzwerke im Gehirn von Ratten zu erstellen, in denen Informationen der Tasthaare verarbeitet werden.

Bibliotheken-Umfrage

33 Bibliotheken von Städten und Gemeinden im Regierungsbezirk Tübingen führten eine Kundenbefragung durch, um ihre Angebote genauer auf die Bedürfnisse abstimmen zu können. Das Ergebnis war erfreulich: Bibliotheken werden rege genutzt, wobei die Frauen in der Überzahl sind. Das Angebot wird als aktuell gewertet. Dabei kommen viele nicht nur, um gezielt Bücher auszuleihen, die Bibliothek ist auch ein Ort zum stöbern und schmökern, am liebsten sieben Tage in der Woche. So wünschten sich viele längere Öffnungszeiten. Ein weiterer Wunsch zielte auf ein breiteres Angebot digitaler Medien, etwa von E-Books.

Streuobstpreis ausgelobt

Das Land hat jetzt den Streuobstpreis Baden-Württemberg ausgelobt. Das Motto lautet: „Baumpflege – Aktiv für unsere Streuobstwiesen“. Es gehe darum, bürgerschaftliches Engagement für den Erhalt der Streuobstwiesen im Land zu würdigen, so Alexander Bonde, Minister für ländlichen Raum und Verbraucherschutz. Gute Chancen haben ungewöhnliche Projekte für den Erhalt der Streuobstwiesen. Der Streuobstpreis solle vorbildliche Beispiele aus der Praxis sammeln und das Bürgerengagement präsentieren. Teilnehmen können bis zum 30. September Gruppen von Bürgern (ab 3 Personen), Vereine, Verbände, Mostereien, Gemeinden, Streuobstinitiativen, Schulen oder Kindergärten. Eine Expertenjury aus Naturschutz und Landwirtschaft bewertet die Konzeption des Baumschnitts, die Verwertung des Schnittguts, die fachliche und praktische Kompetenz der Baumpfleger sowie die Berücksichtigung von Naturschutzaspekten. Insgesamt 3.000 Euro Preisgeld soll an drei Sieger gehen. Künftig soll der Preis alle zwei Jahre mit wechselndem Motto ausgeschrieben werden.

Neue Naldo-Vorsitzende

Stefanie Bürkle ist neue Vorsitzende des Naldo-Aufsichtsrats. Damit löst Sie ihren Vorgänger Thomas Reumann, der seit 2007 das Amt bekleidete, ab. Der Naldo-Verkehrsverbund besteht seit 2002 und setzt sich aus den Verkehrsunternehmen der Landkreise Reutlingen, Sigmaringen, Tübingen und Zollernalb zusammen. Der Naldo-Verkehrsverbund umfasst 3700 Quadratkilometer mit 800.000 Einwohnern. Im Jahr 2013 wurden 75 Millionen Fahrgäste befördert. In den letzten Jahren wurden darüber hinaus Kooperationen mit den Nachbarverbünden aufgebaut und das Metropol-Ticket eingeführt.

ADHS-Studie

Menschen die von ADHS betroffen sind, haben Schwierigkeiten sich über einen längeren Zeitraum zu konzentrieren. Beim Biofeedback-Training oder Verhaltenstherapien können Symptome sich zwar verbessern, doch ist das Umfeld im Labor weit von der Atmosphäre im Klassenzimmer entfernt. Welchen Unterschied dies macht und wie man das im Labor erlernte in den Alltag übertragen kann, das wollen jetzt zwei neue Tübinger Studien untersuchen. Doktorandin Leona Hellwig strebt an Kinder in einer simulierten Unterrichtsstunde zu filmen, um Probleme dort festzustellen wo sie entstehen. Friederike Blume und Justin Hudak leiten eine Studie, die den Unterschied von Biofeedback-Lernsituationen an einem 2D Bildschirm im Vergleich zu einem virtuellen 3D Klassenzimmer, in das Störfaktoren eingebaut werden können, untersucht. Beide Studien suchen noch Teilnehmer. Besteht der Verdacht auf ADHS, gibt es in Tübingen inzwischen eine Spezialsprechstunde an der Tübinger Kinder- und Jugendpsychiatrie zur Versorgung und Diagnostik von Kindern und Jugendlichen. Konzentration und Unruhe können viele Ursachen haben, weshalb eine gründliche Diagnose das Beste für alle Beteiligten ist.

Soziale Schulbetreuung

Die Stadt Rottenburg will Verträge über Betreuungsangebote an den drei städtischen Schulen sowie an der Ergenzinger Gemeinschaftsschule neu vergeben. Statt wie bisher auf mehrere Anbieter verteilt sollen künftig alle Leistungen von einem Anbieter kommen und damit die Inanspruchnahme durch Eltern erleichtert werden. Durch eine engere Verknüpfung von Betreuung und Jugendhilfe erhofft sich die Stadtverwaltung auch pädagogische Vorteile.

Freie Lernangebote

Das Evangelische Firstwaldgymnasium ermöglicht seinen Schülern im kommenden Schuljahr Lernangebote selbst auszuwählen. Insgesamt 103 verschiedene Lernangebote wurden von Eltern, Lehrern, Vereinen und Firmen zusammengestellt. Diese sollen etwa zwei Schulstunden pro Woche ausmachen und werden nicht bewertet. Das Lehrerkollegium hatte sich gefragt, was genau die Schüler zum Lernen motiviert und wo sie lernen wollen. Bald haben sie z.B. die Möglichkeit einen Film auf Französisch zu drehen, eine Schneeschuhtour mit Gipfelbesteigung mitzumachen oder einen Tag im Operationssaal dabei zu sein. Durch diese Angebote soll nun individueller und bewusst auch außerhalb der Schule gelernt werden.

Jugendtreff-Jubiläum

Einstmals stand in Kusterdingens Ortsmitte ein „Milchhäusle“, nachdem dort nicht mehr die Milch eingesammelt wurde, versammelten sich dort stattdessen die Jugendlichen des Ortes. Als es abgerissen wurde, zogen sie in ein abgelegeneres Gebäude – zum Vorteil für Besucher und Ortsansässige. 35 Jahre besteht nun der Jugendtreff „Milchhäusle“ und zum Jubiläum investierten gegenwärtige und ehemalige Nutzer 200 Arbeitsstunden, um den Treff auf Vordermann zu bringen. Die Jugendlichen teilen sich Haus und Grillstelle mit den Motorradfreunden Kusterdingen. Früher kamen auch Dreißigjährige noch zum Treff, jetzt gehen auch viele Jugendliche eher in die Discos nach Tübingen, wo sie zur Schule gehen und Freunde haben. Deshalb wollen die beiden derzeitigen 18- und 19jährigen Vorstände für neuen Schwung sorgen. In diesem Jahr gab es eine große Jubiläumsfeier, im nächsten Jahr wird es wieder die beliebte „Beach-Party“ mit Sand, Sangria und Strohballen geben.

Facebook-Forschung

Eine neue Tübinger Studie wiederspricht der weitverbreiteten Ansicht, Facebook-Posts des scheinbar wunderschönen Lebens anderer würden hauptsächlich Neid auslösen. Dies komme nur bei Menschen mit niedrigem Selbstwertgefühl vor, während in den meisten Fällen Freude über das Glück anderer vorherrsche. Entscheidend ist dabei jedoch die Beziehungsstärke zwischen Sender und Empfänger.




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