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Nachrichten vom 27.07.2015

Stadtkreisgründung beschlossen

Der Reutlinger Gemeinderat hat mit einer Mehrheit von 30 zu 10 Stimmen beschlossen, beim Land einen Antrag auf Stadtkreisgründung zu stellen. Die Oberbürgermeisterin Barbara Bosch verspricht sich davon mehr Demokratie, Selbstverwaltung, Bürgernähe und finanzielle Vorteile. Die Folgen einer Umstrukturierung sind jedoch im Detail noch nicht geklärt. Die Fraktionen der SPD, der FDP und der Freien Wähler stimmten geschlossen dafür, bei der CDU gab es 4 Gegenstimmen, bei den Grünen eine. Geschlossen dagegen stimmten die Linke Liste und die WiR-Räte. Der Antrag wurde im Anschluss abgeschickt.

 

Neue Stellen für Flüchtlingsbetreuung

Landrat Joachim Walter hat jetzt per Eilentscheidung 12,5 neue Stellen für die Flüchtlingsbetreuung im Kreis Tübingen bewilligt. Dazu zählen Sozialarbeiter, Hausmeister und Verwaltungspersonal. Flüchtlinge bräuchten Ansprechpartner, so Walter; aktuell sei der Betreuungsschlüssel im Kreis bei 1:130. Walter empfiehlt dem Land eine Task-Force aus Städtetag und Landkreistag. Er ist zwar für eine schnellere Abschiebung in sogenannte sichere Drittstaaten, fordert aber auch ein Einwanderungsgesetz für Menschen, die aus wirtschaftlichen Gründen einreisen.

 

Projekt StellA

Die Landkreise Tübingen und Reutlingen wollen Asylbewerbern und Flüchtlingen einen schnelleren Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt ermöglichen. Daher starten die Landkreise zusammen mit der Agentur für Arbeit das Projekt StellA. Vor allem der frühzeitige Erwerb der deutschen Sprache soll den Asylbewerbern den Einstieg in den regionalen Arbeitsmarkt erleichtern. Die angebotenen Sprachkurse führen bis zum Niveau B2, das für viele Ausbildungen oder berufliche Tätigkeiten erforderlich ist. Etwa 50 Flüchtlinge nehmen an dem Projekt bisher teil. Für den Tübinger Landrat Joachim Walter ist dieses Projekt ein wichtiger Baustein für die Integration von Asylsuchenden.

 

Rätselhaftes Bruchstück

40 000 Jahre alt ist die Frauenfigur, die im Hohlen fels bei Schelklingen gefunden wurde – und damit die älteste bekannte Darstellung eines Menschen weltweit. Nun hat das Team des Archäologen Prof. Nicolas Conrad in der Höhle auf der Schwäbischen Alb ein aus zwei Teilen zusammengesetztes Bruchstück aus Mammutelfenbein gefunden, das höchstwahrscheinlich zu einer ähnlichen Frauenfigur gehört. Das Fragment ist bis zum 11 Oktober im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren zu sehen, in dem die ältesten Kunstwerke und Musikinstrumente der Menschheit gezeigt werden.

 

Gebäude Nummer 16 übergeben

"Schaffa, schaffa, Häusle baua." - In Reutlingen wird saniert was das Zeug hält: In den vergangenen Jahren hat die Stadt fast 50 Millionen Euro in die Instandsetzung und den Neubau von Gebäuden investiert und es ist noch lange kein Ende in Sicht. Nun, da das Hochschulgebäude Nummer 16 fertiggestellt wurde, steht eine Sanierung der Mensa auf dem Plan. Die großen Investitionen verdanken sich dem guten Ruf der Reutlinger Hochschule, die in Baden-Württemberg-weiten Rankings immer wieder vordere Plätze belegt. Auf Energie-Effizienz wird bei der Sanierung besonderer Wert gelegt.

 

Airportsprinter bleibt

Der Airportsprinter zum Stuttgarter Flughafen fährt weiter durch den Schönbuch. Der Kreistag hat jetzt einen Antrag der Grünen auf eine neue Schnellbuslinie abgelehnt. Die sollte entlang der B27 über die Fildern zum Flughafen und zur Messe fahren. Die Gegner argumentierten, die jetzige Linie trage sich wegen der vielen Fahrgäste selbst. Ein neuer Bus würde das gefährden. Der jetzige Airportsprinter braucht für die 22 Kilometer Luftlinie zum Flughafen etwa eine Stunde.

 

Attraktiverer Busverkehr

Die Stadt Mössingen hat zahlreiche Änderungen für den Busverkehr veranlasst. Vergangenen Mittwoch stellte Oberbürgermeister Michael Bulander das neue Konzept vor: Ab dem 1. August gibt es eine neue Linie, neue Fahrpläne sowie mehr Angebote von Anmeldefahrten. Außerdem werden die Fahrten des so genannten "Bündels Süd" vom Rottenburger Unternehmen Edel übernommen. Darüber hinaus wird die Buslinie 152 nach Talheim ab dem Winter-Fahrplan auf die Alb bis nach Melchingen fahren. Etwa fünfmal am Tag fährt der Bus die Talheimer Steige hinauf- und wieder hinunter. Durch die Erneuerungen soll die Struktur des Mössinger Busverkehrs transparenter und die Streckenführung klarer werden.

 

Entwürfe ausgestellt

Seit Monaten arbeiten fünf verschiedene Stadtplanungsbüros an Ideen und Entwürfen, wie die Mössinger Stadtmitte neu gestaltet werden könnte. Rund 5,7 Hektar können weiterentwickelt und verbessert werden. Zum Gebiet gehören der Marktplatz, Teile des Merz-Areals und wichtige Abschnitte innerörtlicher Straßen. Seit vergangenen Freitag sind die Pläne und Entwürfe der Stadtplanungsbüros in der Tonnenhalle des Pausa-Quartiers zu sehen. Am Mittwoch, den 29. Juli, findet die Austellung der Pläne von 18 bis 20 Uhr zum letzten Mal statt.

 

Sanierung oder Neubau

Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft schätzt eine Sanierung der Baumgarten-Mensa an der Wilhelmstraße als wirtschaftlich sinnvoll ein. Das Rektorat hingegen plant seit sieben Jahren den Neubau der Mensa, ob neben der Alten Physik oder am Botanischen Garten, sie möchten das alte Mensagebäude bevorzugt als Quartier für die Institute des sanierungsbedürftigen Hegelbaus nutzen.

 

Technische Hilfe für Demenzkranke

Der Kreisseniorenrat stellte vergangene Woche Neuerungen für Demenzkranke auf dem Gebiet der Technik vor. So kann künftig beispielsweise gewarnt werden, wenn ein Betroffener ein bestimmtes Stadtgebiet verlässt, oder der Herd noch an ist. Zwar greift diese Form der Überwachung in die Grundrechte ein, doch könnte solch ein Ortungs-Chip Schicksale wie das, der kürzlich verschwundenen 81-jährigen Tübingerin verhindern. Auch weniger umstrittene Alltagshilfen wurden vorgestellt, wie zum Beispiel das Nachtlicht, das sich bei Bewegung automatisch einschaltet und den Weg zur Toilette beleuchtet.




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