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Nachrichten vom 6.3.

1. Tübinger Haushalt

Am vergangenen Montag wurde in der Gemeinderatssitzung der Haushalt für das Jahr 2015 verabschiedet. Dieser umfasst nun ein Volumen von insgesamt 282 Mio. Euro. Die Gebühren für den Kindergarten werden um 3,5 % erhöht. Damit sollen neue Erzieherinnenstellen finanziert werden und die Anzahl der Schließtage auf 25 reduziert werden. Außerdem im Haushaltsplan aufgelistet, sind Ausgaben für die Sanierungsarbeiten der Musikschule, die Planung der Stadtbahntrasse, Ausgaben für die Sanierung des Hölderlinturms sowie für den Bau von Sozialwohnungen. Enttäuschend fiel das Ergebnis für die Forderungen des Jugendgemeinderates aus. Der Bau des Jugendcafés wird ohne ausreichende Mittel nicht bewältigt werden können.
2. Neubau für die Tonne

Jetzt ist es amtlich: der Reutlinger Gemeinderat hat trotz der Kostenbedenken der CDU dem Tonne-Neubau zugestimmt. Von den elf Christdemokraten entschied sich nur einer für das Theaterzentrum am ehemaligen Listhallenstandort. Wie geplant wird ein großer Saal mit 200 Plätzen, eine bespielbare Werkstattbühne mit 100 Plätzen sowie eine Probebühne gebaut. Um den Kostenrahmen von 8,4 Millionen € einhalten zu können, wird jedoch auf die Begrünung des Daches, die Catering-Kücheneinrichtung, die bewegliche Trennwand der zweiten Probebühne, den verbesserten Schallschutz für die parallele Bespielbarkeit der Probebühne und des Großen Saals, die Kühlung und Befeuchtung der Raumbelüftung sowie zusätzliche bühnentechnische Installationen verzichtet. Für die Realisierung der Fußbodenheizung im Foyer und in den Büros sorgt der Theaterverein. Im November 2017 soll das neue Theater Premiere haben.

3. Lichtmasterplan

Viele Gassen und Ecken in Rottenburg sind schlecht beleuchtet. Der Statplaner Uwe Knappschneider hat nun ein neues Konzept für die Beleuchtung in Rottenburg vorgestellt. Die aktuelle Straßenbeleuchtung sei nicht effizient und „vor 30 Jahren mal modern“ gewesen. Mit dem neuen Konzept will die Stadt mehr Orientierung und Sicherheit bieten. Momentan sind insbesondere die Gassen, die quer zur Königstraße verlaufen kaum beleuchtet. Für Einheimische sei das nicht angenehm, für Fremde ein echtes Problem. Baubürgermeister Weigel schlug vor, mit dem Start des neuen Beleuchtungskonzepts am Marktplatz anzufangen.

4. Keine Angst vor Papierkram

Mit dem Projekt „KAP – Keine Angst vor Papierkram“ möchten der Diakonieverband und die Evangelische Kirchengemeinde Menschen beim Ausfüllen von Sozialanträgen beratend zur Seite stehen. Das Ausfüllen von Sozialanträgen wird für immer mehr Menschen zu einer großen bürokratischen Hürde. Und es sind nicht nur Menschen mit Migrationshintergrund, die Probleme mit den Anträgen haben. Auch ältere Menschen und häufig auch Studenten tun sich schwer mit den Formularen. Viele Leute verzichten sogar auf ihre Ansprüche, nur wegen des Papierkrams. Dabei gehe es häufig nur um Kleinigkeiten, Verständnisprobleme könnten mit einer kurzen Erklärung beseitigt werden.

5. Waldkritik

Die Gruppe „Waldkritik“ setzt sich für eine Nachhaltige Nutzung von Wäldern ein. Zukünftig wollen Sie schwere Holz-Arbeitsmaschinen aus dem Wald in Entringen fernhalten. Das Arbeitsgerät schade dem Waldboden, da durch das Gewicht der Maschinen Wege verdichtet würden. Die Forstwirtschaft im Kreis sieht jedoch eine Notwendigkeit im Erschließungsnetz um die Waldwirtschaft aufrechtzuerhalten. Um den Waldboden zu schonen würden Maschinen schon weitgehend mit untergrundschonenden Fahrgestellen ausgestattet werden. Auch in der Bevölkerung stoßen aufgewühlte Wege häufig auf Kritik.

7. Geologische Forschungsgruppe

Der Geologe Staphan König betreibt Grundlagenforschung. In seinem neuen Projekt will er untersuchen, wie Prozesse im Erdinneren mit der Entwicklung der Erdatmosphäre zusammenwirken. Der Fokus liegt dabei besonders auf der Verschiebung der Erdplatten, sowie beim Vulkanismus und der Entstehung neuer Kontinente. Im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen Minerale, die beispielsweise in Diamanten eingeschlossen wurden. Als „Zeitkapseln“ enthalten sie Informationen über geologische Prozesse und speichern diese über lange Zeiträume ab. Für das Projekt wird der Europäische Forschungsrat 1,5 Millionen Euro bereitstellen.

8. Rippendarstellung

Der Tübinger Radiologe Dr. Georg Homann erhält von der Ludwig Hiermaier Stiftung für angewandte Krebsforschung 12.500 Euro Fördergeld für ein Projekt zur besseren Darstellung von Rippen auf CT-Bildern. Mit einem Software-Programm kann man die Rippen einfacher betrachten als bei herkömmlichen Computertomografien. Das Programm kann die Rippen virtuell an einer Linie im Knochenmark auffalten. Der Radiologe hat dann die gesamte Rippe im Blick und kann sie um die eigene Achse rotieren lassen. Zwei Radiologen sollen jetzt unabhängig voneinander Rippen-Bilder von Patienten mit einem speziellen Knochenmarks-Krebs analysieren. Dabei geht es darum, Knochenverletzungen frühzeitig festzustellen und zu klassifizieren. Dies sei essentiell für die Wahl der Therapie und zur Kontrolle, ob die Therapie anspricht.

10. Antifaschismus

Zm Thema Antifaschismus gab es im Club Voltaire einen Vortrag mit Ulrich Schneider, dem Bundessprecher der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten (VVN-BdA). Antifaschismus sei Ausdruck einer politischen Bewegung und von gesellschaftlichen Prozessen. Er habe keine feste Theorie und Organisationsform. Man müsse den Antifaschismus immer wieder neu verorten. Ursprünglich sei der Antifaschismus mit der Arbeiterbewegung und linksorientierten Kräften verbunden gewesen. Man habe sich nationalistischen und faschistischen Kräften entgegengestellt, um die Errungenschaften der Arbeiterbewegung zu bewahren. Antifaschismus war damals auch fast Antikapitalismus. Im Faschismus vereinten sich die antifaschistischen Kräfte und es gab neue Koalitionen. Nach dem Krieg zerfielen diese Allianzen und Mitglieder des VVN drohte gar ein Berufsverbot. Auch heute noch versuche der Verfassungsschutz mit dem Kampfbegriff Antifaschismus alle möglichen Leute in eine Ecke zu drängen.

11. Crowdfunding Chansonedde

Mit derCD "Lieder aus der schmutzigen Küche" landete die Tübingerin Sarah Lesch vor 2 Jahren einen Überraschungserfolg. Seit einem Jahr ist sie nun Musikerin im Hauptberuf, die Lieder für die zweite CD "Von Musen und Matrosen" sind schon im Kasten – um das Album zu realisieren fehlt ihr aber noch das Geld. Das soll nun durch „Crowdfunding“ zusammen kommen. 12 000 Euro bräuchte sie eigentlich, 6 500 reichen auch. Momentan ist sie bei knapp 5 000. Wer spendet, kann auch eine Gegengabe erwarten, etwa eine handgemachte Special Edition mit Lieder- und Gedichtbuch. Für 1000 € darf man auch mit ihr zusammen ein Lied schreiben. Ihr Schwiegervater in spe, der frühere Kapitän der Cap Anamur, will für 2000 Euro das E-Piano der Cap Anamur verkaufen – und den Käufer besuchen und ihm die Geschichte des Schiffes erzählen. Weiteres erfährt man unter startnext.com/chansonedde oder bei startnext.de/chansoendde.




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