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Heiner Kondschak im Interview

Derzeit läuft im Theater die Tonne Reutlingen "Helden lieben Tod und Teufel" und im LTT "Forever 27" . So unterschiedlich die beiden Stücke auch sind, sie stammen beide aus der Feder von Heiner Kondschak.

Helden lieben Tod und Teufel. Eine Opernparodie mit Mandoline hätte eigentlich ganz anders werden sollen. Heiner Kondschak hatte vor gehabt, über den Urlaub ein Stück mit E-Gitarre zu schreiben. Als der Verstärker der Gitarre aber kaputt ging und es keine Möglickeit gab ihn zu reparieren, war zum Glück noch die Mandoline mit dabei. Kurzerhand wurde eine Oper mit und auf einer Mandoline geschrieben. Für Kondschak ist und war die Besonderheit der Arbeit mit dieser Oper wohl die, dass die Vorgehensweise sehr ungewöhnlich war. Denn hier musste der Gesang, die Gesten und auch die Bewegungen an die Musik angepasst werden und nicht umgekehrt. 


Aber worum geht es überhaupt in "Helden lieben Tod und Teufel"?

Marie, die schönste Frau der Welt lebt mit ihrem Knecht Pierre auf dem Hof ihrer verstorbenen Eltern. Als ihr Pierre seine Liebe gesteht, lässt sie ihn abblitzen und er zieht traurig in die Lande. Doch kaum ist er verschwunden, steht der böse König Balthasar aus dem Nachbarland auf der Matte. Er will Marie zur Frau. Als sie sich weigert, wird sie kurzerhand entführt. Pierre erfährt von der Enführung und beschließt Marie trotz allem zu retten.

Kondschak durfte sich für dieses Stück seine Schauspieler bzw Sänger und auch die Musiker selbst aussuchen. Auch dies ist ungewöhnlich für eine Theater-Produktion. Er selbst spielt in diesem Stück -natürlich- die Mandoline. Und das auswendig, um den Blick frei zu haben für die Schauspieler und den Musikern wenn nötig Einsätze zu geben. 

Auch die Arbeit zu "Forever 27" war für Heiner Kondschak ungewöhnlich. Denn hier hat er nicht nur das Stück geschrieben, sondern war zugleich Bandleider/Coach. 

Alle Musiker, die mit 27 starben sind durch ihren Tod dem "Club 27" beigetreten. Das sind bei Kondschak Bryan Jones, Jim Morisson, Janice Joplin, Curt Cobain, Jimmy Hendrix und Alexandra und Amy Winehouse. Der Reporter Hubert Kramer von der Zeitung „Hall of fame“ kommt zu den Künstler*innen, mit dem Auftrag einen Artikel zu schreiben.

Die Schauspieler im Stück "Forever 27" sind zugleich Musiker und spielen die bekannten Lieder, die Kondschak für das Stück neu arrangiert hat selber. So lernte ein Schauspieler, der bisher nur klassische Gitarre spielte kurzerhand das Bass spielen und wer keine Noten lesen konnte, dem wurde es in den 8 Wochen Proben beigebracht. 

Doch damit von Kondschak nicht genug. Er spielt nämlich nicht nur im "Ländle", sondern er ist auch im Rest Deutschlands unterwegs. So mit der Randgruppencombomit und Programm "Immer wieder wächst das Gras / Die Randgruppencombo spielt Gundermann"

Doch ein Ende ist zum Glück noch lange nicht in Sicht, denn Kondschak sitzt schon über neuen Stücken und Produktionen, die sicher nicht weniger unterhaltsam werden. 

 


Audio

Download (10,39 MB)
Interview_Heiner_Kondschak_Teaser.mp3


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Interview_Heiner_Kondschak.mp3



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