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Lokalmagazin


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Nachrichten vom 15.12.14

Kreisetat

Vergangene Woche beschloss der Kreistag den Etat für 2015. Die Fraktionen verabschiedeten fast einstimmig eine Kreisumlage von 31,58 Prozent. Der Plan umfasst damit fast 8 Million Euro mehr als im Vorjahr. Dieses Geld wird vor allem benötigt für die geplante Regionalstadtbahn und die Betreuung und Integration von Flüchtlingen. Es soll dafür im nächsten Jahr auch ca. 10 Stellen geschaffen werden, die sich um die Beratung von Asylsuchenden kümmern. Außerdem beschloss der Kreistag, dass das Theater Melchingen und das LTT zusätzliche Zuschüsse bekommen.

Keinen Lebensmittel-Discounter

Bei einer Bürgerversammlung in der Turnhalle stellte Tübingens OB Palmer den Hirschauer Bürgern die städtischen Pläne zur Ortserweiterung vor. Insgesamt 62 Hektar neue Wohnbauflächen will die Stadt ausweisen. Doch die Hirschauer waren dazu nicht zu erwärmen, sie interessierte vielmehr die Frage der B28, die dem Dorf Entlastung bringen soll. OB Palmer rechnet damit, daß die Mittel dafür in zwei bis drei Jahren frei gegeben werden. Auch über einen weiteren Punkt waren sich die Hirschauer einig: sie wollen keinen Lebensmitteldiscounter am Ortsrand.

Adventskaffee mit Flüchtlingen

Seit circa zwei Wochen wohnen elf Männer aus Eritrea in Kiebingen. Die Flüchtlinge trafen sich letzten Dienstag mit Nachbarn im Kiebinger Rathhaus zu einem Adventskaffee. Die Verständigung gestaltete sich zunächst schwierig. Nur drei der elf Männer sprechen etwas Englisch. Drei Mitglieder des Eritreischen Vereins Tübingen, halfen bei der Verständigung und übersetzten. Sie haben nicht nur unterschiedliche Muttersprachen, sondern auch verschiedene Religionen. Einige sind Muslime, andere Christen. Viele von ihnen sind schon mehrere Jahre auf der Flucht, erzählen die Männer. Sie bekommen warme Kleider und wenn nötig leihen ihnen die Kiebinger auch gerne mal einen Hammer oder Ähnliches. Außerdem haben sich bereits Freiwillige gefunden, um den elf Männern Deutsch beizubringen.

Fotosammlung

40 Jahre lang dokumentierte der Fotograf Carl Näher das Leben in Reutlingen und Umgebung. Das Reutlinger Archiv besitzt eine der größten kommunalen Fotosammlungen Baden-Württembergs. Darin sich rund 330.000 Bilder Nähers enthalten. Dieser betrieb seit 1925 ein Fotogeschäft in dem er Fototechnik und Filme verkaufte. Nebenbei fotografierte er Kultur, Wirtschaft, Spezielles und Alltägliches in und um Reutlingen. Eine Besonderheit: Glasplatten, Negative und Filme sowie Einzelbilder, die bei Näher während der NS-Zeit entstanden sind. Die Kontextinformationen zu den Bildern ist essenziell. Daher sichtet bewertet und erschließt das Stadtarchiv die Bilder und ordnet sie Einträgen in Näher´s Auftragsbüchern zu. Diese sind ebenfalls Bestand der Sammlung. Alle Bilder und Materialien werden nun digitalisiert. Ab 2016 kann man über die Homepage des Stadtarchivs die Aufnahmen recherchieren und Abzüge bestellen. Bisher sind bereits 100.000 Einzelbilder aus den 1930er- bis 70er Jahren verfügbar.

Unfertige Polizeireformen

Wenn ein Notruf an die Polizei abgesetzt wird, ist nicht selten schnelle Hilfe nötig. Diese kann in Tübingen derzeit nicht mehr immer gewährleistet werden. Von Wartezeiten bis zu 20 Minuten sprechen Beteiligte. Dieser Zustand ist seit Januar 2014 aktuell, damals wurden die Dienststellen von Tübingen, Reutlingen und Esslingen zu einem gemeinsamen Polizeipräsidium vereinigt. Dass diese Reform der Polizei Schuld an den Verspätungen trage, dementiert Polizeisprecher Josef Hönes. Er sieht in den Verspätungen eine Kombination aus wenig Streifen und vielen parallel passierenden Geschehnissen. Was er allerdings eingesteht ist, dass die Kriminalpolizei heute deutlich länger bräuchte als früher, er spricht dabei von bis zu einer Stunde zwischen Meldung eines Suizids und dem Eintreffen der Beamten. Hierbei kommt zum Personalmangel die Größe des neuen Präsidiums dazu, wenn alle zuständigen Einsatzkräfte in Esslingen, Nürtingen oder Plochingen seien, könne es schon gut 30 Minuten dauern bis man in Tübingen eintreffe. Im Grundsatz sei die Polizeireform ein Schritt in die richtige Richtung gewesen, doch leider auch stellenweise nicht zu Ende gedacht. So sind durch eine unglückliche Wahl der neuen Präsidien bestehende Netzwerke zwischen Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten zerschlagen worden, was immer noch ein Problem darstellt.

Nutzung des Schieferbuckel

Der Reutlinger Schieferbuckel ist derzeit als Gewerbegebiet ausgewiesen. Einige Eigentümer wünschen jedoch eine Wohnbebauung. Dem stehen jedoch vorhandene Lärmimmissionen entgegen. Die Stadtverwaltung schlägt eine Untersuchung vor, die der Bauausschuss vergangene Woche zu einer Beratung im Finanzausschuss empfahl.

ÖPNV rüstet auf

Der Personennahverkehr in Tübingen wird derzeit technisch um- und aufgerüstet. So werden beispielsweise die elektronischen Displays an den Haltestellen aufgerüstet werden, um so die Integration einer Dynamischen Fahrgastinformation (DFI) zu ermöglichen. Diese soll ankommende Busse registrieren und so im Netzwerk eventuelle Verspätungen von Bussen in Echtzeit anzeigen können. Die Rechenkraft der aktuellen Displays reiche dafür nicht aus, gerade mit Baustellen und Umleitungen kommt die bisherige Technik nicht klar. Zusätzlich wurde für das neue Wohngebiet „Alte Weberei“ eine neue Buslinie beschlossen (21) sowie die bestehende Linie 22 von der Gartenstraße aus zur Alten Mühle hin verlängert. Zudem werden demnächst einige Buslinien neben Zahlen und Beschriftungen nun auch Symbole anzeigen, um so auch Menschen, die Zahlen und Texte nur schwer lesen können eine einfache Nutzung des Busverkehrs zu ermöglichen. Außerdem wurden seit Jahresbeginn zwölf neue Busse gekauft, um die älteren Modelle nach und nach durch modernere zu ersetzen. Zum Jahreswechsel sollen alle Verbesserungen vollzogen sein.

Religionsübergreifendes Friedensgebet

Der Gesprächskreis Religionen lädt immer Montags in den Bürgerpark Reutlingen zum Friedensgebet ein. In Anlehnung an die Friedensdemonstrationen in der ehemaligen DDR sollen die Menschen hier zusammenkommen um öffentlich für den Frieden zu beten. Immer Montags um 18.30 trifft man sich am Baum der Religionen bei der Stadthalle. Das Friedensgebet in dieser Form gibt es seit Oktober. Wöchentlich kommen 80 bis 120 Menschen um gemeinsam in mehreren Sprachen zu beten. Der Grund der Veranstaltung: Man wolle nicht länger den Terror und die Gewalt im Namen der Religionen hinnehmen. Das Besondere daran ist das Miteinander. Vier Religionsgemeinschaften stehen hier füreinander ein. Jeweils ein Mitglied der christlichen Kirche, der Moschee, der israelischen Religionsgemeinschaft und der Baha´í- Gemeinde spricht an diesem Abend ein Gebet.

Tarifänderungen

Die Tübinger Stadtwerke erhöhen zum 1. Januar die Preise fürs Trinkwasser, der städtischen Bäder und der Parkhäuser. Grund dafür ist, dass die Stadtwerke nur zu einem Drittel die Gesamtkosten decken können. Außerdem müssen die städtischen Bäder saniert werden. In den Bädern steigt der Eintrittspreis daher jeweils um 10 Cent. Beim Trinkwasser wird der Grundpreis erhöht, da die Lieferantenpreise stark angestiegen sind. Im Parkhaus König und Metropol steigen die Preise jeweils um 10 Cent pro angefangene halbe Stunde.

Tochterfirmen der Bruderhaus Diakonie

Mit rund 4.000 Mitarbeitern an 140 Standorten ist die Reutlinger Bruderhaus Diakonie einer der größten Arbeitgeber im Sozialbereich in Baden-Württemberg. Doch nun wird ihr vorgeworfen, kirchliche Regeln missachtet zu haben. Denn die Bruderhaus Diakonie unterhalte eine ausgegliederte Personal-Service GmbH. Und das obwohl die Evangelische Kirche in Deutschland sich gegen solche Tochterfirmen ausgesprochen hätte. In dieser GmbH seien vor allem Mitarbeiter mit hauswirtschaftlichen Dienstleistungen betraut. Doch das zu schlechteren Konditionen. Dagegen haben sich in der letzten Woche Vertreter aus fast 100 Standorten der Bruderhaus Diakonie versammelt um gegen die Ausgliederung zu protestieren. Außerdem forderten sie die Auflösung des Bruderhaus Service GmbH.

Bebauung beschlossen

Der Dettenhäuser Gemeinderat hat einstimmig die Auslegung der Pläne zur Bebauung des Bärenareals an der alten Post beschlossen. Zu dem Plan wurde mit einem umfassenden Gutachten in Sachen Umwelt und Artenschutz aufgestellt, denn auf dem rund 0,58 Hektar großen Gelände leben auch Fledermäuse und 21 Brutvogelarten. Deswegen sind Nistkästen und andere Ausgleichsmöglichkeiten zum baubedingten Kahlschlag der Bäume auf dem Gebiet im Bebauungsplan vorgesehen. Auch das oft bemängelte Problem mit den Stellplätzen ist gelöst, insgesamt 62 Bewohnerparkplätze in Sammelgaragen sind für die 31 geplanten Wohneinheiten vorgesehen. Die Bebauungspläne werden vom 19. Dezember bis zum 29. Januar für alle Bürger Dettenhausens einsehbar sein.

Kulturelle Planung

Kusterdingen verfügt nicht nur über angenehme Veranstaltungsräume im Bürger- und Kulturhaus beim Klosterhof, sondern auch über einen Arbeitskreis Kunst, der diese Räume mit Leben füllt. Das Jahr 2015 beginnt mit dem jährlichen Neujahrskonzert am 6. Januar, das Bluegrasskonzert am 10. Januar ist bereits ausverkauft. Am 27. Februar konnt das internationale Quartett "Voz das Flores" aus Brasilien, Afrika, Moskau und Deutschland mit Jazz, Samba, Bossa Nova und argentinischen Tango. sagt aus dem gleichnamigen Gedicht von Henrik Ibsen. Am 27. März wird der Schauspieler Thomas Sarbacher Auszüge aus Henrik Ibsens Peer Gynt“ vorlesen, dazu begleitet ihn das Klavierduo Vilija Poskute und Tomas Daukantas mit Edvard Griegs Komposition "Peer Gynt". Am 8. Mai kommt "Tante Friedas Jazzkränzchen" aus Reutlingen und am 17. Juli "Jontef" aus Tübingen mit Klezmermusik, und humorvollen Geschichten und Anekdoten aus dem jiddischen Schtetl. Am 25. September präsentiert die Amerikanerin und Jazzmusikerin Jane Rudnick ihr von Joni Mitchell beeinflusstes Werk. Am 23. Oktober gibt es Gedichte aus "Bebons Tal" von Karl Corino und den Schlusspunkt setzt eine Kusterdinger Hausmarke, das "Axel Kühn Trio" am 20. November.




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