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Helden lieben Tod und Teufel

Multitalent Heiner Kondschak hat keine Angst vor Neuem. Vor kurzem brachte er zur neuen Spielzeit seine erste Oper auf die Bühne. Was sie nicht ist? - 0815..

Heiner Kondschak ist in Tübingen kein Unbekannter, ganz im Gegenteil. Als Musiker, Schauspieler, Regisseur und Autor bereichert er die hiesige Kulturszene auf erstaunliche Weise. So auch mit seinem neuen Stück. Mit "Helden lieben Tod und Teufel" bringt er seine erste Oper auf die Bühne. Mit viel Lust an der Sache bedient er sich zugehöriger Stilmittel und nimmt die Oper ganz nebenbei auf liebevolle Weise aufs Korn.

Die Tonne in Reutlingen bietet dem Werk eine ungewöhnliche Kulisse. Kondschak hatte hier die Möglichkeit, sich auszuprobieren und alles frei nach seinen Vorstellungen zu arrangieren. Dazugeholt hat er sich sieben wahrhafte Künstler. Die drei Schauspieler Robert Atzlinger, Constance Klemenz und Chrysi Taoussanis verfügen über große Musikalität und zeigen in dem Stück außerdem ihre Wandelbarkeit. Jeder von ihnen spielt mindestens zwei Rollen. Doch auch die Musiker zeigen mehrere Seiten und dürfen direkt ein paar Gastrollen einnehmen. 

Das Ensemble aus Jonathan Gray (Cello), Bernhard Mohl (Geige), Michael Schneider (Geige und, Dessislava Stojanova (Geige) wird durch Kondschak an seiner Mandoline auf einzigartige Weise ergänzt. Zusammen erschaffen sie Welten, fröhlich, leicht und romantisch, wild, spannend oder humoresque - alles was das Abenteurerherz begehrt.

Sowieso überrascht Kondschaks Stück mit neuen Ideen und Macharten, so auch einer Scherenschnitt-Kulisse, die einzelne Szenen geschickt miteinander verbindet.

Und die Geschichte? - Ganz wie es Heiner Kondschak mag, abenteuerlich, märchenhaft und unglaublich humorvoll umgesetzt: Marie die allerschönste Frau der Welt lebt mit ihrem Knecht Pierre auf dem Hof ihrer verstorbenen Eltern. Maries Schönheit ist in aller Munde, jedoch ist sie es leid dies ständig zu hören. Als ihr Pierre ihr seine Liebe gesteht, lässt sie ihn direkt abblitzen und er zieht traurig in die Lande. Doch kaum ist er verschwunden, steht der böse König Balthasar aus dem Nachbarland auf der Matte. Er will nur eins: und zwar Marie zur Frau. Als sie sich weigert, wird sie kurzerhand einfach entführt.Verzweifelt ruft sie nach Pierre. Als dieser Maries Schrei hört, macht er sich auf, um die Liebe seines Lebens zu retten. Für Pierre beginnt eine Reise ins Unbekannte und ein großes Abenteuer. Ob es ein Happy End gibt? Nur so viel wird verraten: Man geht überrascht und glücklich nach Hause.

Im November gibt es noch sechs Aufführungen - man hat also noch einige Gelegenheiten auf einen schönen Abend mit Heiner Kondschak und seinem Künstlerteam!


Audio

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Rezension_-_Helden_lieben-.mp3





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