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Nachrichten vom 06.10.2014

Lernen im Tandem

 

Der Tübinger Verein „LeiTa – Lernen im Tandem“ sucht neue Lernpaten und –patinnen auf den Härten. Die ehrenamtlichen Paten verschiedenen Alters begleiten Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund in der Schule oder auf dem Weg in den Beruf. Oft ist das Ziel Sprachdefizite auszugleichen und das Selbstvertrauen der Patenkinder zu stärken. Man unterstützt bei den Hausaufgaben, spielt zusammen, bastelt oder unternimmt Ausflüge. Dabei gewinnen beide Seiten. „Ich habe unheimlich viel über die Kultur gelernt.“, erzählt Margret Fuhs-Rösch. Die pensionierte Lehrerin kümmert sich um ein Mädchen aus dem Kosovo. Die Patenschaft ist langfristig angelegt, erklärt Stefanie Grotz, die Schulsozialarbeiterin an der Mähringer Härtenschule. Bei den Paten handle es sich schließlich um eine wichtige Bezugsperson für die Kinder. Lernpaten von LeiTa haben seit 2006 mehr als 250 Kinder und Jugendliche begleitet. Letztes Jahr gewann der Verein den 1. Preis des Landes-Ehrenamtswettbewerbs „Echt gut!“. Bei Interesse an einer Patenschaft kann man sich bis Sonntag, 19 Oktober telefonisch mit Margret Fuhs-Rösch (07071/360631, jeweils vormittags) oder Ingrid Hoch (07071/157670, jeweils abends) in Verbindung setzen.

 

Pädagogischer Parcour

 

In Rottenburg gibt es jetzt einen erlebnispädagogischen Teamparcour, einen Spielplatz der etwas anderen Art. An Gerätestationen wie Wippe, Mohawk Trail oder Spinnennetz sind verschiedene Aufgaben zu bewältigen. Das ist nur im Team möglich, Einzelkämpfer würden scheitern. Die Idee für den Parcour hatten Mitarbeiter des Diasporahauses in Bietenhausen. Sie beantragten Bürgergeld bei der Stadt Rottenburg, kümmerten sich um Sponsorengelder und leisteten sehr viel Eigenarbeit. Schulklassen und andere Interessierte können sich per Mail ans Diasporahaus wenden, wenn sie den Parcour nutzen wollen (teamparcours@diasporahaus.de).

 

Schülerfeuerwehr

 

Die Berufliche Schule Rottenburg bietet nun auch eine Grundausbildung der Feuerwehr an. Das Projekt ist eine Kooperation der Schule mit der Freiwilligen Feuerwehr. Ziel sei es, die Schüler im richtigen Alter an dieses wichtige Amt heranzuführen. Die Ausbildung ist Teil des Ganztagesangebotes der Schule und findet alle zwei Wochen für je vier Stunden statt. Nach zwei Jahren erhalten die Schüler das Zertifikat "Truppmann unter Anleitung", welches zur Teilnahme an Einsätzen und Übungen der Feuerwehr bemächtigt.

 

Pilotprojekt

 

In Ammerbuch sollen weitere Asylbewerber untergebracht werden. Eine erste Unterkunft ist im ehemaligen Gasthaus Rose in Poltringen in Planung. Dies soll als eine Art Pilotprojekt für die gesamte Region dienen. Verläuft in Poltringen alles reibungslos, sollen weitere Unterkünfte in Ammerbuch entstehen. Im Gasthaus Rose gibt es momentan zwei leerstehende Wohnungen, die für die Asylbewerber renoviert werden. Bisher leben 20 Flüchtlinge in Ammerbuch, sie sind in einem großen Haus in der Nähe des Bahnhofs untergebracht. Noch wissen sie nicht, ob sie in Deutschland bleiben können.

 

Neuer Leitfaden

 

Diesen Oktober erscheint ein neuer Leitfaden zur Hilfe von Kindern, die Opfer sexueller Gewalt geworden sind. Am vergangenen Mittwoch wurde der „Leitfaden für Fachkräfte und Multiplikatoren zum Thema sexueller Gewalt gegen Kinder“ im Jugendhilfeausschuss des Kreistags vorgestellt. Er gibt klare Handlungsanweisungen, was man tun kann, wenn sich ein Kind einem anvertraut oder Andeutungen macht. „Die Erfahrung zeigt, dass solch eine Situation bei den Erwachsenen Verunsicherung und Angst auslöst“, so Ingrid Löbner von ProFamilia. Wichtig ist es, die Intimsphäre des Kindes zu schützen, ruhig zu bleiben und Unterstützung zu suchen. Der Leitfaden zeigt wo welche Form der Hilfe zu finden ist. Ebenso klärt er, wann eine Anzeige bei der Polizei richtig ist. Entstanden ist der Leitfaden im Arbeitskreis „Gewalt gegen Kinder“. Hier arbeiteten Vertreter vieler Einrichtungen zusammen, die mit dem Thema zu tun haben. Der Leitfaden wird an verschiedenen Stellen ausliegen. Ebenfalls kann er beim Landratsamt bestellt oder auf www.kreis-tuebingen.de, sowie bei Pro Familia Tübingen heruntergeladen werden.

 

RegioWIN

 

Der Wettbewerb "RegioWIN" geht in die zweite Runde. Ziel des Wettbewerbs ist es, durch neue Konzepte und Ideen die wirtschaftliche und ökologische Position der Kreise Tübingen, Reutlingen und Zollernalb zu stärken. Nun wurde der Antrag auf die verbleibenden Projekte gestellt, welcher 300 Seiten umfasst. Wenn alle sieben Projekte erfolgreich sind, werden Fördergelder in Höhe von 26 Millionen Euro fließen. Diese würden dann beispielsweise für den Bau eines erschütterungsfreien Hauses verwendet werden, welches für Forschungen im Bereich der Nanotechnologie benötigt werde. Durch diese könnte man die in der Region stark ausgeprägte Textilindustrie mit neuen, reißfesteren Materialien versorgen. Andere Projekte liegen im Bereich der Biomedizin oder der Erzeugung von erneuerbarer Energie.

 

„Echt gut“

 

so heißt der Ehrenamtswettbewerb der Landesregierung. Zur Wahl steht auch das Rottenburger Projekt „Jetzt erst recht – Stärken aktivieren!“. Ehrenamtliche Helfer engagieren sich für straffällige Jugendliche. Sie schreiben Briefe, schicken Zeitungsartikel oder Fotos und machen Besuche im Gefängnis. Fachliche Unterstützung bekommen die Helfer von der Jugendgerichtshilfe Tübingen. Noch bis zum 4. November kann man seinen Favoriten im Internet wählen. Die Gewinner erhalten Preise von bis zu 4.000 Euro.

 

Malwettbewerb

 

Zum Mössinger Apfelfest wurden auch gemalte Äpfel preisgekrönt. 71 Mössinger Mädchen und Jungen beteiligten sich an dem Wettbewerb, bei dem Künstlerin Jasmine Diez und Designerin Daniela Wörnle 16 Siegerbilder auswählten: zehn aus der Altersklasse der 6- bis 10-Jährigen, drei der 11- bis 14-Jährigen, zwei in der Kategorie 15 bis 18 Jahre und einen Sonderpreis. Die Bilder waren bereits während der Apfelwoche in der Tonnenhalle zu sehen, am vergangenen Sonntag war die Preisverleihung.

 

Vizemeister

 

Vergangene Woche wurde Janick Rebmann aus Bodelshausen im örtlichen Rathaus für seine Sport-Erfolge geehrt. Im Juli wurde der 19-Jährige deutscher Vizemeister im Downhill-Biken. Bei der Art von Radsport geht es darum so schnell und effektiv wie möglich bergabwärts zu kommen. Dabei werden Hindernisse wie Steine, Wurzeln und steile Hänge bezwungen. Außerdem gehören Sprünge mit dazu. „Man könnte die Sprünge auch umfahren“, so Rebmann, aber „wer Sprünge meidet, verliert Zeit.“. Die Meisterschaften fanden in Albstadt-Tailfingen statt. 1,5 km hat die Strecke im dortigen Bikepark. Rebmann brauchte keine zwei Minuten um sie zu bewältigen. Außer ihm nahmen noch 60 weitere Downhiller teil.

 

Untragbar

 

Die Menschenrechtsorganisation Medico International setzt sich für faire Arbeitsbedingungen in der Textilbranche ein. Mit der Aktion "Untragbar" soll auf die Missstände in den Fabriken aufmerksam gemacht werden. Aus diesem Grund hielt Thomas Seibert in Tübingen einen Vortrag und klärte die Menschen über die Zustände in den Textilfabriken in Südostasien auf. Die Arbeiter verdienen umgerechnet ca. zwei Dollar pro Tag bei einem Arbeitstag von 14 Stunden, sechs Tage die Woche. Letztes Jahr stürzte einer dieser Fabriken in Bangladesh ein, ca 1000 Menschen kamen dabei ums Leben. Die Arbeiter bekamen eine Erstversorgung, weitere medizinische Hilfe sowie eine finanzielle Entschädigung jedoch nicht. Medico International fordert vor allem eine Umstrukturierung in der deutschen Politik, sodass die deutschen Auftraggeber in Zukunft für Arbeitsunfälle und Arbeitsbedingungen haften müssen. Unterstützt werden sie dabei von Verdi, IG Metall und dem DGB.

 

Der Mond im Ei

 

Wer Peter Ertles Texte in der Rubrik "Übrigens" oder der Serie "Kulturphänomene" im SCHWÄBISCHEN TAGBLATT" liebt, der kann nun üppigst schmökern: "Der Mond im Ei - Geschichten für Menschen in mittelhohen Häusern" ist der Titel des Buches mit dem der Verlag Klöpfer&Meyer nun seine Glossen, Mini-Essays, Reflexionen, Anekdoten sowie bislang unveröffentlichte Texte heraus gibt. Vergangenen Mittwoch war die Buchvorstellung, das Werk liegt nun in den Tübinger Buchhandlungen aus.




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