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Nachrichten vom 12.09.2014

Gute Nacht Tangente Night

Nach fast 50 Jahren steht die Tangente Night vor dem Aus. Pächter Robert Frunder ist nicht mehr bereit die Pacht zu bezahlen. Erst dieses Jahr hat er im Keller der Tangente den Fuchsbau eröffnet, quasi ein Club in der Kneipe. Die Pacht hat sich seither mehr als verdoppelt. Die Tangente Night ist die einzige Kneipe in der Altstadt mit Disco-Konzession. Jeden Abend kann man dort bis mindestens drei Uhr Getränke bekommen. Der Pächter sagt, die Tangente stehe für ehrliches Saufen. Bis Ende des Jahres schmeißt er den Laden noch. Die Zukunft ist ungewiss. Ein neuer zahlungskräftiger Pächter ist noch nicht in Sicht und die Brauerei verhandelt noch mit dem Eigentümer.

 

Reifen raus aus Tübingen

Ende 2015 ist es soweit. Der Reifenhändler Reiff schließt sein Zentrallager in Reutlingen. Die Räumlichkeiten entsprechen nicht mehr den Anforderungen. Außerdem ist das Lager finanziell nicht mehr tragbar. Ein neues Lager wird bereits erbaut.


Umweltpreis

Die Stadtwerke Tübingen haben einen Umweltpreis für regionale Umweltschutzprojekte ins Leben gerufen. 30.000 Euro stehen dafür zur Verfügung. Die eine Hälfte geht via Online-Abstimmung an zehn Publikumspreise, die andere Hälfte vergibt eine Jury an besonders herausragende Umweltprojekte. In der Jury sitzen zwei Stadtwerke-Mitarbeiter, der städtische Umwelt- und Klimaschutzbeauftragte sowie ein Redakteur des Schwäbischen Tagblatts. Bewerben kann man sich bis zum 3. November auf einer Online-Plattform, die Online-Abstimmung startet schon am 13. Oktober. Die Preisverleihung ist am 8. Dezember im LTT.

 

Autismus-Therapie

Tübinger Hirnforscher haben eine Region im Gehirn entdeckt. Diese macht es Menschen möglich, Handlungsziele des Gegenübers zu erkennen. Dabei übersetzt das Gehirn den Blick des Anderen und erkennt somit dessen Absicht. Die Wissenschaftler vermuten, dass bei Autisten genau diese Hirnregion gestört ist. Somit sind soziale Interaktionen eingeschränkt. Diese Forschungsergebnisse geben Aussicht auf neue Therapieansätze für Autisten.


Flexible Tagesstruktur

Das Modellprojekt des "Verein zur Förderung einer sozialen Psychiatrie" (VSP) hilft psychisch Erkrankten, den Weg in den Alltag zurückzufinden. Dabei werden die Patienten durch einen geregelten Tagesablauf sowie eine Förderung der einzelnen Fähigkeiten, dazu befähigt, wieder ein normales Leben führen zu können. Damit sie danach in der Lage sind, eine Ausbildung oder ein Studium zu absolvieren und ein herkömmliches Berufsleben haben.

 

Baldiger Baubeginn

Nächste Woche Freitag, den 19. September, wird der erste Spatenstich für das neue Gesundheitszentrum in Mössingen getan. Die Einrichtung soll die medizinische Versorgung verbessern sowie als neue Stadtmitte, auch den Einzelhandel ankurbeln. Zum Mössinger Stadtfest an diesem Wochenende kann man sich an Ständen über das Bauprojekt informieren. Anfang April 2016 soll der Bau dann bezogen werden.

 

Baustellen

Seit kurzem sind die Bauarbeiten in der Tübinger Friedrichsstraße beendet. Sie ist jetzt in beiden Fahrtrichtungen befahrbar. Allerdings führt dies zu neuen Veränderungen in der Verkehrsführung. Die Karlstaße soll nur noch für Fußgänger zugänglich sein. Rad- und Autofahrer, sowie die Stadtbusse müssen nun den Umweg über das Zinser-Dreieck und die Friedrichsstraße nehmen. Die Bauarbeiten im südlichen Stadtzentrum sind dennoch nicht beendet. Die Friedrichsstraße soll zu einer Art Boulevard werden und in der Karlstraße werden neue Leitungen gelegt und der Weg gepflastert. Bisher sei ein gutes Drittel der Arbeiten geschafft, so Leslie Sawyerr, die Projektleiterin.

 

Justizgeschichte

„Kennen Sie Tübingen“ heißen die historischen Stadtführungen, die derzeit in Tübingen stattfinden. Vergangene Woche konnten die Zuhörer im Stiftsgarten von Kreisarchivar Wolfgang Sannwald eine aufregende Justizgeschichte erfahren. Vor 500 Jahren ereilten eine gewisse Margarete Trinkler die Segnungen der Religion und ihrer Stellung als Frau. Ihr erster Ehemann erwies sich als prügelnder, verantwortungsloser Schürzenjäger. Sie musste bei ihm bleiben, bis er sie schließlich verjagte. In der Schweiz, wo sie sich in Hausdienste begeben musste, lernte sie einen reformierten Pfarrer kennen. Für den Reformator Zwingli war die Ehe nicht unauflöslich und so ließ Margarete Trinkler sich scheiden und heiratete Pfarrer Back. Alles wäre gut gewesen, hätte Back sich nicht auf eine Pfarrstelle nach Dußlingen locken lassen. Hier entdeckten die frommen Schwaben die Vergangenheit der Pfarrersfrau. Nach einigem rechtlichen Hin und Her besann man sich auf das gute alte römisch-katholische Recht und ersäufte die Bigamistin in Gottes Namen im Neckar. Der Pfarrer wurde an den Pranger gestellt und außer Landes gejagt.

 

Geologische Führung

Eine Reise in die Vergangenheit unternahmen die Teilnehmer einer geologischen Führung im Kirnbachtal. Besonders schön war es vor 200 Millionen Jahren, da gab es dort einen Strand, später dann das Jurameer. In einem dicken Knochenlager, welcher bis zu einem Meter lang ist, fand man nach dem Zweiten Weltkrieg die damals ältesten Säugetierüberreste. Dadurch kam Tübingen auf die wissenschaftliche Landkarte. Geologe Philipe Havlik wusste auch noch von einem zweiten VIP-Punkt für Tübingen zu berichten: eine Namensreformation machte aus „Stubensandstein“ eine „Löwenstein-Formation“ nach der typischen Fundstelle und somit aus Rhätsandstein Tübingen-Sandstein. Das Gold im Goldersbach beträgt etwa einen Teil unter einer Million anderen Anteilen im ehemals so bezeichneten Stubensandstein. "In Australien würde das locker reichen, um das abzubauen," erklärte der Geologe.




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