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Nachrichten vom 25.08.2014

Parkhaus fürs Sudhaus

Die Pläne für die Sudhaus-Saalerweiterung kommen nach dem Stop aller Ausschreibungen vor knapp einem Jahr wieder in Fahrt. Das Ruhebedürfnis einiger Anwohner hatte das Projekt fast zum Erliegen gebracht. Jetzt soll die Anzahl der geforderten Parkplätze durch den Bau eines Parkhauses auf dem Gelände des jetzigen Terracotta-Verkaufs entstehen. Die Stadt hat der besitzenden Firma ein Tauschgeschäft vorgeschlagen. Für das Grundstück beim Sudhaus soll die Firma einen gleichwertigen Bauplatz aus städtischem Besitz erhalten. Die Verhandlungen stehen kurz vor der Einigung. Es gehe noch um Modalitäten wie den genauen Tauschwert und die Vertragsstrafe für die Stadt, falls sie nicht liefert. Das Parkhaus mit 80 Plätzen müsse wegen der strengen rechtlichen Vorgaben eine geschlossene Wand zur Gartenstadt und ein Dach haben. Die Kosten könnten Eine Million Euro betragen.

Mögliche Location

Im März hatten die Clubbetreiber des Schwarzen Schaf in der Herrenberger Straße schließen müssen. Jetzt hat OB Palmer eine mögliche Ersatz-Location gefunden. Direkt neben dem Tübinger Bahnhof ist eine geeignete Halle. Aktuell ist sie an einen Discounter vermietet. Sie gehört der Deutschen Bahn. Mit der verhandeln die Clubbetreiber über einen Mietvertrag. Die Stadt ist sogar an einem Kauf interessiert, weil dort perspektivisch die Stadtbahn verkehren soll.

Sicherheitsfanatiker

In Reutlingen gibt es eine neue Sicherheits-Allianz aus Gastro-Initiative, Kommune, Polizei und Stadtmarketing. Mit der Aktion „Sicheres Nachtleben – Reutlingen handelt“ wollen sie repressiv gegen Party-Exzesse vorgehen. 30 Gaststätten machen mit. Wer in einer Kneipe Hausverbot bekommt, darf in alle anderen auch nicht mehr rein. Wer es trotzdem macht begeht Hausfriedensbruch. Außerdem kann das Ordnungsamt in Kooperation mit der Polizei ein dreimonatiges nächtliches Aufenthaltsverbot für die gesamte Altstadt verhängen und damit den öffentlichen Raum zur Tabuzone machen. Wer dagegen verstößt kann über ein Zwangsgeld sogar in Zwangshaft landen. Die Initiatoren erhoffen sich von der Androhung von Zwangsmaßnahmen eine positive Gruppendynamik.

Umfrage zu Kitas

Im Juni hat der Gesamtelternbeirat Reutlinger Kindergärten und -Kindertagesstätten (Gerk) Eltern betreuter Kinder befragt. Die wichtigsten Erkenntnisse für Gerk sind: Qualitätslücken sollten mit Elternhilfe geschlossen und Personalprobleme nachhaltig bekämpft werden. Von den verschickten 4400 Fragebögen wurden 905 beantwortet - das sind über 20 Prozent. Insgesamt 82 Einrichtungen wurden durch die Rücksendungen erfasst. Die Auswertung ergab, dass der weitaus größte Anteil der teilnehmenden Eltern Regelbetreuung und Betreuung mit verlängerten Öffnungszeiten in Anspruch nimmt. Fast die Hälfte der antwortenden Eltern braucht flexiblere Öffnungszeiten wie etwa Bring- und Abholkorridore oder Verteilung der Betreuungsstunden. Viele Eltern wünschen sich vor allem die Möglichkeit, zusätzliche Tage flexibel buchen zu können. Ein ebenfalls größerer Teil möchte zusätzlich einzelne Stunden hinzubuchen oder eine Betreuung nach 17 Uhr. Was Gerk abschließend auch feststellt: Die Konzeptionen sind für einen Teil der Eltern nicht nachvollziehbar und vor dem Hintergrund der eigenen Erfahrung im Kindergarten (vor 20 bis 30 Jahren) oft erklärungsbedürftig.

Robben mit Tuberkulose

Die Tuberkulose kam auf dem Seeweg nach Amerika, das trifft nach wie vor zu. Ein internationales Forscherteam unter Tübinger Beteiligung stellt nun klar: Sie war kein Mitbringsel spanischer Eroberer. Vielleicht traf dies hie und da zu, aber die ersten waren die Konquistadoren nicht, die die Einheimischen mit Tuberkulose ansteckten. Wie ein internationales Forscherteam, koordiniert durch Prof. Johannes Krause vom Institut für Naturwissenschaftliche Archäologie der Universität Tübingen, herausfand, kam der Erreger deutlich vor der Ankunft der Europäer in die Neue Welt. Anzeichen dafür habe es zwar schon früher gegeben, jedoch keine konkreten Belege, sagt Prof. Sébastien Gagneux vom Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut in Basel. Mit den neuen Forschungen habe man den eigentlichen Erreger der präkolumbianischen Tuberkulose identifiziert.

Römisches Rottenburg

Ein wissenschaftlich fundiertes, digitales 3-D-Modell von Sumelocenna entsteht im eScience-Center der Uni Tübingen. Die Ergebnisse sollen im römischen Museum gezeigt werden. Im Römischen Stadtmuseum steht zwar die längste nördlich der Alpen gefundene Latrine, doch wie die antike Stadt drum herum ausgesehen hat, ist nicht ganz klar. Es gibt nicht allzu viele archäologische Funde aus dieser Zeit, die Aufschluss geben. Entsprechend ambitioniert klingt das Projekt von Matthias Lang, dem Koordinator des vor einem Jahr im Rahmen der Exzellenz-Initiative an der Uni Tübingen gegründeten eScience-Centers. "Wir wollen das römische Rottenburg so rekonstruieren, dass es für Museumsbesucher eine gewisse Veranschaulichung liefert", sagt Lang, der von Haus aus Archäologe ist und sich seit Jahren mit virtuellen 3-D-Modellen beschäftigt.




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