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Nachrichten vom 14.12.12

Auch Tempo 40 prüfen

Oberbürgermeister Boris Palmer wird nun wegen des großen Unmuts über Tempo 30 auf dem Innenstadtring tätig. Seit 21. November gilt auf den Straßen rund um den Botanischen Garten und bis hinaus in die Westbahnhofstraße Tempo 30 - das hatte das Regierungspräsidium (RP) angeordnet, um die Feinstaubbelastung zu minimieren. Doch viele Bürger haben kein Verständnis für das Tempolimit auf breit ausgebauten Einbahnstraßen. Sowohl in Leserbriefen als auch auf Facebook äußerten sich viele Bürger. Palmer sagt: „Wenn mit Tempo 40 das Ziel der Feinstaub-Reduzierung auch erreicht werden kann, ist das eine Alternative“.

Regionalstadtbahn in Sicht

1998 nahm der Regionalverband Neckar-Alb das Projekt in seinen Regionalplan auf. 2008 bildeten Reutlingen und Tübingen, der Zollernalbkreis sowie der Regionalverband Neckar-Alb eine Planungsgemeinschaft. Auf 900 Millionen € wurde die Regionalbahn veranschlagt, 20% davon erhoffte man sich vom Land, 60% vom Bund. Doch der möchte sein Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz im Jahr 2019 auslaufen lassen. Zuschussfähig sind dann nur noch Projekte, die bis Ende 2019 gebaut und abgerechnet sind. Jetzt hat die Planungsgruppe das Projekt in Teilabschnitte zerlegt, die gute Aussichten auf Förderung haben. Bis ins Jahr 2019 soll der Ausbau der Strecke von Bad Urach nach Herrenberg fertig und abgerechnet sein. Außerdem soll mit den Untersuchungen zur Elektrifizierung der Zollernbahn und der Planung der Innenstadt-Strecken in Tübingen und Reutlingen begonnen werden. Allerdings müssen die Gemeinden die Planungskosten selbst tragen.

Protest gegen Busse

Anwohner der Jakobs- und Seelenhausgasse wehren sich gegen den Stadtbusverkehr in ihren engen Straßen. Zugesichert wurde ihnen dass ihr Problem bis vor den Sommerferien 2012 behebt werde. Doch bis jetzt war es noch nicht auf der Tagesordnung des Gemeinderates. Ein Bewohner spricht für alle der dort wohnenden. Es vibriere das Wohnzimmer wenn ein Bus vorbeifährt und das sanierte Haus hat neue Risse. Die Bewohner möchten eine einverhemliche Lösung durch Dialog.

Alte Handys für einen guten Zweck

In den Filialen der Kreissparkasse sammelte das Deutschen Instituts für Ärztliche Mission (Difäm) alte „Schubladenhandys“. Vor einer Woche endete die Sammelaktion, bei der rund 2100 Handys zusammen kamen. Die Handys werden nun von einer Recyclingfirma fachgerecht wiederverwertet bzw aufbereitet. Der Erlös fließt in die Gesundheitsprojekte des Difäm.

Wohnpartnerschaften

Die Aktion „Wohnen mit Hilfe“ vom Roten Kreuz (DRK), ist eine alternative für Studenten die eine Wohnung suchen. Der Forststudent Jonas Eckel hilft seiner Vermieterin Brigitte Brenner im Garten und wohnt dafür günstiger. Claudia Stöckl, Abteilungsleiterin der Servicestelle Ehrenamt beim DRK-Kreisverband vermittelte Jonas Eckel an Brigitte Brenner. Sie besuchte die Wohnung und führte Gespräche mit Mieter und Vermieterin. Diese Vermittlungs-Aufgaben soll in Rottenburg künftig die Dettingerin Brigitte Albus-Preyer übernehmen. Im Landkreis Tübingen vermittelte Stöckl auf diese Weise insgesamt 23 Wohnpartnerschaften, die meisten davon in Tübingen. Noch vor einem Jahr gab es lediglich fünf.

Hartzbreaker

„Wenn ich ein Vöglein wär“, so heißt ein ganz besonderes Theaterstück, das letzte Woche bei der LAG-Theaterpädagogik in Reutlingen Premiere hatte. „Hartzbreaker“ nennen sich die 11 Langzeitarbeitslose, die bei einem Theaterprojekt des Reutlinger Jobcenters ein eigenes Stück entwickelten. Der Reutlinger Bildungsträger Deutsche Angestellten-Akademie (DAA) führte das Projekt in Kooperation mit der LAG-Theaterpädagogik durch. Die Regisseure sahen sich hier mit der besonderen Lebenssituation der meist über 40jährigen Akteure konfrontiert. „Das Leben steht mit auf der Bühne." erklärte LAG Regisseur Peter Höfermayer. Aber gerade das erwies sich als Pluspunkt: die rund hundert Zuschauer waren begeistert. In Pforzheim brachte ein ähnliches Projekt zumindest der Hälfte der Beteiligten eine neue Anstellung. In Reutlingen sind sich alle bislang über eines einig: "Das ist das Beste, was das Jobcenter je angeboten hat."

Mössingen ist Fairtrade-Stadt

Blumenstadt, Schulstadt, Streuobststadt, Große Kreisstadt - und nun auch Fairtrade-Stadt. Seit Samstag gehört Mössingen offiziell zum noch kleinen aber erfreulicherweise ständig wachsenden Kreis der Kommunen, die sich dafür starkmachen, dass bei ihnen immer mehr Produkte aus fairem Handel angeboten werden. Die Steinlachgemeinde ist die nunmehr 128. Fairtrade-Stadt in Deutschland und »europaweit in der gleichen Liga mit Städten wie Rom, Paris oder London«, sagte Fairtrade-Ehrenbotschafter Manfred Holz beim Festakt in der Peter- und Paulskirche. Gestartet wurde die Kampagne im Jahr 2000 in Großbritannien. Bisher gibt es in 24 Ländern rund 10 000 Fairtrade-Städte. In Deutschland wird die Aktion seit 2009 vom Verein TransFair betreut. Der Verein verfolgt das Ziel, benachteiligte Produzentenfamilien in Afrika, Lateinamerika und Asien zu fördern und ihnen eine aus eigener Kraft aufgebaute menschliche Existenz zu ermöglichen. Fairer Handel steht dabei für soziale Standards, wie menschenwürdige Arbeitsbedingungen, ökonomische Standards wie stabile Mindestpreise und umweltschonender Anbau.



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