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Lokalmagazin


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Nachrichten vom 23.12.2011

Übergangsquartier

Die Tübinger Stadtverwaltung muss 2012 das Rathaus räumen. Grund sind umfangreiche Sanierungsmaßnahmen. Leitungen, Lüftung, Heizung, Brandschutz, Fluchtwege und Statik stehen auf dem Sanierungs-Programm. Die Stadt hat jetzt einen Vorvertrag für die oberen vier Etagen des Büroturms an der Blauen Brücke geschlossen. Dort werden voraussichtlich die Bürgermeister, Verwaltung, Archiv und Standesamt eine Weile bleiben müssen. Der Gemeinderat und die zahlreichen Ausschüsse könnten im Sitzungssaal des Landratsamtes tagen. Eine weitere Baustelle wird das Technische Rathaus in der Brunnenstraße. Hier steht über die nächsten fünf Jahre der Um- und Anbau ins (Rat)-Haus

Asylprojekt

Seit einem Jahr werden Flüchtlingskinder in Tübingen von Paten unterstützt. Bilkay Öney, die Landesministerin für Integration informierte sich vor Ort über das Asylzentrum, um auf das Projekt aufmerksam zu machen. Das Asylzentrum ist Ansprechpartner bei Fragen und gibt Schulungen und die Paten bekommen für das Engagement 80 Euro im Monat. Im Moment haben 10 von 60 Flüchtlingskinder eine Patin oder einen Paten. Darunter die 18-jährige Schülerin Annika Ruge. Sie hilft der 12-jährigen Dalijeta aus dem Kosovo bei den Hausaufgaben. Bilkay Öney sagte, sie habe noch kein vergleichbares Projekt gesehen. Es gebe engagierte Regionen mit Initiativen von Schülern oder Privatpersonen. Es fehle aber an Strukturen und Ansprechpartnern. Es wäre schön, wenn alle 60 Flüchtlingskinder in Tübingen Ansprechpartner finden.

Calle (sprich Kajje) Kusterdingen

Kusterdingen pflegt partnerschaftliche Beziehungen mit einer 100 000 Einwohnerstadt in Nicaragua . Der Kusterdinger Karl-Heinz Steinmaier betreibt in der nicaraguanischen Stadt Granada ein Restaurant. Er ging nach der sandinistischen Revolution als Solidaritätshelfer nach Nicaragua, wo er eine Kartonagefabrik aufbaute. Mit Freunden und Verwandten gründete er in Kusterdingen den Hilfsverein „Ayudante de Cartonera“, der jetzt die Pflasterung der Straße in Granada finanzierte, in der auch sein Restaurant liegt. Zum Dank bekam die Straße den Namen „Calle Kusterdingen“. Das nächste Projekt des Vereins soll die Integration behinderter Kinder in Regelschulen und die Ausbildung von Sonderpädagogen unterstützen.

Fair-kehr

„Gewaltfrei zur Schule“ heißt ein gemeinsames Projekt zweier Mössinger Schulen. Es hat jetzt eine Auszeichnung der landesweiten Aktion „Schüler Fair-kehr“ bekommen. Um Fairness im Schulverkehr bemühen sich ehrenamtliche Schulbusbegleiter. Ab der achten Klasse können die Schüler die Ausbildung zum Schulbusbegleiter machen. Sie üben deeskalierendes Verhalten und lernen, Konflikte gewaltfrei zu lösen. Konfliktfälle seien Drängelei und Pöbelei an Bushaltestellen oder zu laute Handymusik. Die Schulbusbegleiter tragen zur Entspannung bei, das Ziel sei, angstfrei zur Schule zu kommen. Das Projekt ist eine Kooperation von Schule, Jugendhaus und dem Polizeiposten Mössingen.

Planie statt Wendler

Reutlingens Theater „Die Tonne“ ist der gewünschten Erweiterung in der Planie ein Stück näher. Die Zuständigen des Wendler-Areal haben ihr Angebot zurückgezogen. Das in Erwägung gezogene Gebäude bereite größere Umbau-Problem als angenommen. Damit kann mit den Kostenplänen der Arbeiten in der Planie nun begonnen werden.

Kein Kohlekraftwerk

Die Tübinger Stadtwerke streben seit längerem eine Beteiligung an einem Kohlekraftwerk in Brunsbüttel an. Gegen den Bau des Kraftwerks haben jetzt der BUND und die Deutsche Umwelthilfe (DUH) Klage eingereicht. Die zu erwartenden Quecksilber-Emissionen würden gegen europäisches Recht verstoßen. Außerdem würden die Belastungen mit weiteren Schwermetallen wie Arsen, Cadmium und Blei die Gesundheit der Anwohner gefährden. Dazu käme der Stickstoff-Ausstoß, der geschützte Pflanzengesellschaften in benachbarten Gebieten zerstören würde. Neben ökologischen Gründen, sprächen auch ökonomische Gründe gegen den Bau neuer Kohlekraftwerke. Die Umweltverbände rechnen sich mit ihrer Klage gute Chancen aus, das Kraftwerk zu verhindern.

Laser aus kaltem Gas

Tübinger Physiker der Universität haben einen neuartigen Laser entwickelt. Ein normaler Laser braucht um den Laserstrahl zu erzeugen einen Lichtverstärker und Spiegel. Bei den DFB- Lasern kann der Spiegel auch durch ein Gitter ersetzt werden, dass das Licht durch die Beugung zurückführt. Den Tübinger Physikern ist es nun gelungen, dieses Gitter aus Rubibiumgas herzustellen. William Guerin und Alexander Schilke waren von überrascht. Sie befassten sich in ihren zwei Jahren Arbeit eigentlich nur mit der Reflexion. Diese Laser könnten bei der Entwicklung von ultravioletten Lasern helfen, da diese mit Spiegeln nicht funktionieren.

Tübinger Blätter

Die ‚Tübinger Blätter‘ von den Jahren 1898 bis 1924 sind nun in digitaler Form verfügbar und problemlos nachlesbar. Der Vertrieb der Zeitschriften erfolgte auf dem Holzmarkt in einem damaligen Bücherhandel. Die Zeitschrift versprach den Lesern aus Tübingen und Umgebung abwechslungsreiches Material. Man zeigte das Einzigartige und Schöne Tübingens. Die Bände ollen weiter digitalisiert werden. Jetzt vor Weihnachten ist der Jahresband mit 144Seiten herausgegeben worden. Diese Ausgabe handelt von der Kunsthalle, dem Bonatz-Bau der Unibibliothek und dem 140ig jährigem Bestehen des Schützenvereins. Außerdem erklärt Wolfgang Sannwald warum man nicht aus sondern von Wankheim kommt.

Albschneck-Kultur

„Albschnecke schön langsam – entschleunigt zukunftsfähig“ heißt das Motto des nächsten Projektes des Reutlinger Vereins Netzwerk Kultur, das damit auch zwischen den Kulturnächten für die Kulturschaffenden der Region eine Möglichkeit schaffen wollte, sich zu präsentieren. Brigitte Bausinger hatte die Idee mit der Schnecke. Diese sei typisch für die Alb, schon bevor sie als Delikatesse gezüchtet wurde, habe sie in Jahrmillionen ihre Spuren hinterlassen. So wird nicht nur Slow Food eines der Themen sein, um die sich die Veranstaltungen rund um das Schnecken-Motto von Mai bis Juli 2012 bewegen. Weitere Kunstschaffende, die sich bei dem Projekt beteiligen wollen sind noch immer willkommen. KünsterInnen, die sich an der Ausstellung im Rathaus-Foyer mit einem Schnecken-Exponat beteiligen wollen, können sich noch bis zum 23. März bewerben. Weiteres gibt es unter www.netzwerk-kultur-reutlingen.de .



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