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Lokalmagazin


Beiträge & Artikel

Nachrichten vom Montag 13.12.10

Jubiläum einer Menschenrechtsanwältin

Felicia Langer feierte am 9. Dezember ihren 80. Geburtstag. Vor 20 Jahren kam sie aus Israel nach Deutschland. Sie hatte als Anwältin Palästinenser vor israelischen Militärgerichten verteidigt und sah sich nun genötigt, ihren Kampf um den Frieden zwischen Israelis und Palästinensern im Ausland weiterzuführen. Sie hat den alternativen Friedensnobelpreis bekommen, den Menschenrechtspreis der Bruno-Kreisky-Stiftung und im vergangenen Jahr das Bundesverdienstkreuz. Nach Tübingen kam sie , weil hier ihr Sohn Michael Langer lebte. Felicia Langer ist glücklich in Tübingen - mit vielen Freunden, einer großen Familie und ihrem Mann, der fünf Konzentrationslager überlebt hat und mit dem sie seit 60 Jahren verheiratet ist.

Neue Stadtschreiberin

Drei StadtschreiberInnen zogen seit 2008 bereits in das Häuschen in der Gmelinstraße: Lisa Dickreiter, Thomas Weiss und Rolf Hermann. Ab April wird Marion Poschmann einziehen. Sie ist Jahrgang 69 und hat Germanistik, Philosophie und Slawistik studiert und ist natürlich bereits mit Auszeichnungen und Stipendien zertifiziert. Veröffentlicht hat sie bislang drei Romane und drei Gedichtbände. Seit 2010 wird das Stipendium nur Lyrikern angeboten.

Ehrenamtliches Engagement

Der Jugendgemeinderat und der Verein Courage verleihen 2011 wieder den Lilli-Zapf-Preis an engagierte Jugendliche. Im kommenden Jahr wird der Preis zum zehnten mal verliehen und ist mit 1 000 Euro dotiert. In der Jury sitzen jeweils zwei Mitglieder des Jugendgemeinderates, des Vereins Courage und des Kreisjugendreferates. Gesucht werden Jugendliche, die sich für andere einsetzen. Sei es gegen Rassismus, in der Integrationsarbeit oder bei Antigewalt-Projekten. Vorgestellt und geehrt werden alle Projekte im Landratsamt, am 27. Januar, dem Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Bis zum 31. Dezember können Bewerbungsvorschläge beim Jugendgemeinderat eingereicht werden. Wer sich mit einem Vortrag, Theater- oder Musikstück an dem Rahmenprogramm beteiligen möchte, kann sich an den Jugendgemeinderat wenden. Weitere Infos, sowie die Bewerbungsbögen gibt es auf der Internetseite www.lilli-zapf.de

Drehstrom

Der Offshore-Windpark der Südweststrom in der Nordsee hat seinen Dienst aufgenommen. Seit einigen Tagen drehen sich die ersten 15 von 80 Windrädern und speisen den ersten Strom in das Netz ein. An dem ersten kommerziellen Windpark "BARD1" sind auch die Stadtwerke Tübingen mit etwa zehn Millionen Euro beteiligt.

Klimakonzept

Experten der Uni Stuttgart haben für die Stadt Rottenburg ein Integriertes Klimaschutz- und Energiekonzept ausgearbeitet, das bereits dem Gemeinderat vorgestellt wurde. Das Ziel des Konzepts ist, dass die Rottenburger im Jahr 2030 nur noch halb so viel Kohlendioxid produzieren wie heute. Das Konzept enthält insgesamt 55 Vorschläge, wie das funktionieren kann. Zum Beispiel sollen das Rottenburger Freibad auf Solarenergie umgestellt und die Innenstadt zu den Einkaufszeiten autofrei gemacht werden. Rottenburg ist die erste Stadt, die eine derart umfassende Studie ausarbeiten ließ. Tübingen will sich jetzt eine ähnliche Studie vom Land bezuschussen lassen.

ehrenamtliche Paten

Das Asylzentrum Tübingen kümmert sich um die rechtliche, organisatorische und lebenspraktische Beratung und Unterstützung von Flüchtlingen. Einmal in der Woche treffen sich Kinder zum Spielen. KIT – „Kinder und Jugendliche aus Flüchtlingsfamilien in Tübingen“ heißt das Projekt. Kindern und Jugendlichen aus Flüchtlingsfamilien soll der Übergang in die Schule oder in den Beruf erleichtert werden. Ehrenamtliche Paten, sollen dafür ausgebildet werden, die sich regelmäßig um die Familie kümmern. Spenden aus der Tagblatt-Weihnachtsaktion fließen mit in das Paten-Projekt.

Hausaufgabenprojekt

Der Türkische Verein in Tübingen nimmt die Integration unserer Mitbürger mit türkischem Hintergrund nun selber in die Hand. Ziel ist es durch eine bessere Bildung die Chancen auf einen Ausbildungsplatz oder ein Studium zu erhöhen. In dem Projekt „Integration durch Bildung“ sind rund 500 Schüler und Schülerinnen im Kreis Tübingen beteiligt. Hasan Tahsin Ersoy hat das Projekt ins leben gerufen, um den Versäumnissen der deutschen Politik entgegen zu wirken. Zwischen 4 und 6 Stunden in der Woche unterstützen 90 Gymnasiasten und Studierende die Kinder beim lernen.

Besuch aus England und Ungarn

Gäste aus den Reutlinger Partnerstädten Szolnok und Ellesmere Port werden zum Reutlinger Weihnachtsmarkt erwartet. Die ungarische Abordnung vom Handwerker- und Volkskunstverein werden typische Handarbeiten aus Töpferei-, Webe und Schmuckartikeln feilbieten. Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft Reutlingen-Szolnok ist noch eine Fotoausstellung mit Motiven aus Szolnok in der Eingangshalle des Rathauses zu sehen. Die englischen Gäste aus Ellesmere Port werden Einblicke in typisch englische Weihnachtsbräuche geben. Dazu gehören selbst gebackene Mince Pies, Christmas Cake und Christmas Pudding.

Spielzeug für Nostalgiker

Im Schlossmuseum in Kirchentellinsfurt war dieses Wochenende ein Ausstellung mit „Historischem Spielzeug zu sehen“. Sowohl Krativ gestaltete Puppenhäuser und mit liebevoll aus einfachsten Mitteln gestaltetes Holzspielzeug, als auch technisches Spielzeug wie Dampfmaschinen und Eisenhahnen waren in der Ausstellung zu sehen. Die Exponate waren allesamt Leihgaben und in nicht wenigen Fällen verbarg sich ein interessante Geschichte hinter den Spielsachen.

Schlaglöcher

Tübingens Durchgangsstraßen sind reparaturbedürftig. Eine Studie über den Straßenzustand hat ergeben, dass der Finanzaufwand für notwendige Reparaturen die zur Verfügung stehenden Geldmittel der Stadt um das 20fache übertrifft. Der Zustand mancher Straßen ist so schlecht, dass ein vollständiger Neubau notwendig ist. Allerdings kann die Stadtverwaltung nur 150 000 EUR für die Ausbesserung der Hölderlin- und Gmelinstrasse anbieten. Für tiefgreifende Verbesserungen sei im Moment kein Geld vorhanden.



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